Zusammenschlüsse prägen Gesundheitsforschung

Zusammenschlüsse prägen Gesundheitsforschung

Dienstag, 26. November 2019Lesezeit: 1 Minute

Der Pharma- und Biotech-Bereich macht aktuell immer wieder von sich reden. Die Schlagzeilen umfassen Neuigkeiten über Testphasen von Medikamenten, die Anzeichen auf einen Erfolg zeigen – über neue Technologien bis hin zu Übernahmen, welche in diesem Sektor geplant sind. Eine interessante Zeit für Anleger?

Vifor Pharma

Wie Vifor Pharma vor Kurzem bekannt gab, gründete das Schweizer Pharmaunternehmen ein Joint Venture mit der in Deutschland sitzenden Evoteq. Gemeinsam wollen sie eine Forschungs- und Entwicklungsplattform schaffen für die Wirkstoffentdeckung sowie die Entwicklung von Therapeutika gegen seltene Nierenerkrankungen. Am Joint Venture werden beide Unternehmen zu 50% beteiligt sein. Evotec wird seine führenden Fähigkeiten in der Entdeckung und Entwicklung von Wirkstoffen einsetzen und die bewährte kommerzielle Plattform von Vifor Pharma nutzen, um eine robuste Pipeline an Nephrologie-Programmen zu schaffen.

Das Vontobel Equity Research erachtet das Joint Venture und Vifors zunehmende Spezialisierung auf «Spezialitätenpharma» als sinnvoll. Denn so könne Vifor Pharma einen eigenen Bereich für die Entwicklung und Vermarktung eigener Pharmazeutika aufbauen, was das Unternehmen weiterbringen dürfte.

Idorsia

Auch das Allschwiler Biotech-Unternehmen Idorsia konnte in jüngster Zeit einige Erfolge verbuchen. So hat Idorsia zusammen mit einem US-Pharmaunternehmen ein Auto-Injektor entwickelt, mit dem sich Patienten mit einer Herzerkrankung das Medikament selbst injizieren können. Ausserdem zeigen die Phase-II-Studien von Cenerimod – ein Medikament gegen chronisch-entzündliche Bindegewebserkrankungen – erfreuliche Resultate. Da es nur wenige Medikamente für diese Art von Krankheit gebe, sei der medizinische Bedarf und in der Folge das Potenzial hoch. Nicht zuletzt entscheidet die FDA (Food and Drug Administration), ob das Medikament Lemborexant – ein Medikament, das bei Schlaflosigkeit helfen soll – zum Vertrieb zugelassen wird. Allesamt positive Ereignisse für das Biotech-Unternehmen.

Novartis

Novartis wird das amerikanische Biotech-Unternehmen «The Medicines Company» übernehmen, wie das Unternehmen am Montagmorgen bekanntgab. Mit einem Angebot von knapp 10 Mrd. US-Dollar bezahlt Novartis dafür einen stolzen Preis. Doch passt das Unternehmen gemäss dem Vontobel Equity Research gut zur Strategie von Novartis. Gemäss der Analystenmeinung ist der Basler Pharmakonzern auf Übernahmen angewiesen, um die bevorstehende Generika-Erosion aufzufangen. Gleichzeitig verstärke der Firmenkauf die Produktepalette im Bereich kardiovaskulärer Erkrankungen, was das Vontobel Equity Research ebenfalls als positiv bewertet.

 

27.01.2020 11:43:52

 

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