«Wussten Sie, dass …» - Wissenswertes Nachhaltigkeit als Trend

«Wussten Sie, dass …» - Wissenswertes Nachhaltigkeit als Trend

Donnerstag, 22. Juni 2017Lesezeit: 2 Minuten

Nachhaltigkeit lautet die Lösung des 21. Jahrhunderts. Das Wort stammt von «nachhalten», was «längere Zeit andauern» oder «bleiben» bedeutet. Neu ist dieses Prinzip allerdings nicht – es fand bereits im Mittelalter Anwendung.

Wussten Sie, dass ...

 

. . . sich das Prinzip der Nachhaltigkeit bei der Waldbewirtschaftung schon in den Konstitutionen der Kamaldulenser Benediktiner Eremiten von Camaldoli von 1350 findet?

Die Benediktiner bewirtschafteten die Tannenwälder rund um das in der nördlichen Toskana gelegene Kloster gemäss den von einem Abt verfassten Kriterien für nachhaltige Bewirtschaftung: ohne Kahlschläge, mit Einzelstammentnahmen und Nachpflanzungen.

. . . das Wort Nachhaltigkeit in deutscher Sprache erstmals 1713 von Hans Carl von Carlowitz schriftlich formuliert wurde?

Der Oberberghauptmann des Erzgebirges verwendet das Wort in seinem Werk «Silvicultura oeconomica» im Sinne eines langfristigen, verantwortungsbewussten Umgangs mit einer Ressource.

. . . 1972 mit der Stockholmer Konferenz für eine menschliche Umwelt der UNO die erste globale Umweltkonferenz stattfand?

Sie gilt als Grundstein einer internationalen Politik, die später als «Nachhaltige Entwicklung» bezeichnet wurde. Im gleichen Jahr erschien auch der Bericht «Grenzen des Wachstums» des Club of Rome.

«Über 1000 Gütesiegel bewerten heute Produkte im Hinblick auf Nachhaltigkeit.»

. . . am «Erdgipfel» in Rio de Janeiro im Juni 1992 zum Thema «Nachhaltigkeit» rund 10’ 000 Delegierte teilnahmen?

An der weltweit grössten Gipfelkonferenz des 20. Jahrhunderts wurden zwei internationale Abkommen, zwei Grundsatzerklärungen und ein Aktionsprogramm für eine weltweite nachhaltige Entwicklung beschlossen.

Gelangen Sie hier zum Themeninvestment: «Nachhaltige» Rendite

. . . es mittlerweile allein auf dem deutschen Markt über 1000 verschiedene Gütesiegel gibt, die für nachhaltige Produktion stehen?

Grundsätzlich kann jeder ein eigenes Prüf- oder Gütesiegel kreieren. Für die Endverbraucher ist es deshalb nahezu unmöglich, die jeweiligen Label ohne Vorkenntnisse zu bewerten.

. . . einige Gütesiegel ursprünglich zum Schutz der eigenen Wirtschaft vor importierten Waren entstanden sind?

So etwa «Made in Germany». Der Merchandise Marks Act von 1887 in Grossbritannien schrieb vor, dass auf Waren unmissverständlich das Herkunftsland anzugeben sei. Doch aufgrund der guten Qualität der Ware wurde aus «Made in Germany» dann eher ein Qualitätssiegel.

. . . sich ab 2009 der Begriff «enkelgerecht» als Synonym zur Nachhaltigkeit etabliert hat?

So läuft etwa auch die Deutsche Nachhaltigkeitsstrategie (Neuauflage 2016) unter dem Slogan «Der Weg in eine enkelgerechte Zukunft».

. . . sich seit den 1990er-Jahren an den Universitäten eine eigene Fachrichtung mit der Bezeichnung Nachhaltigkeitswissenschaft etabliert hat?

Offiziell wurde die «Sustainability Science» 2001 auf dem Kongress «Challenges of a Changing Earth» in Amsterdam eingeführt.

08.12.2021 02:01:19

 

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