Wie Anleger am Potenzial im Rohstoffmarkt partizipieren könnten

Wie Anleger am Potenzial im Rohstoffmarkt partizipieren könnten

Dienstag, 29. Januar 2019Lesezeit: 3 Minuten

Das vergangene Jahr war kein gutes für Rohstoffe. Während Gold sich antizyklisch zum Aktienmarkt verhielt und in der zweiten Jahreshälfte an Boden gewinnen konnte, erlebte der Ölpreis im Oktober einen abrupten Preisrutsch. Was die beiden Rohstoffe eint sind derzeit interessante Einstiegslevels und ein vorsichtig optimistischer Ausblick für 2019. Für risikobewusste Anleger, die ihre Renditechancen nicht auf den Coupon begrenzen wollen, könnten sich daraus interessante Anlagemöglichkeiten ergeben.

Der Ölpreis hat im vergangenen Jahr eine rasante Berg- und Talfahrt durchlebt. Nachdem sich der Preis des schwarzen Goldes bereits seit Juni 2017 kontinuierlich steigerte, fand die Rally im Oktober des vergangenen Jahres ein abruptes Ende: Von 76.90 US-Dollar (3.10.2018) rauschte der Preis für WTI in die Tiefe, um erst im Dezember bei 42.36 (24.12.2018) wieder Boden zu finden. Damit fiel der Ölpreis in nur 2 Monaten vom 5-Jahres-Hoch auf den tiefsten Stand seit Juni 2017.

Wie geht es weiter?

Die Einschätzung der Experten fällt unterschiedlich aus. Viele Analysten sind zurückhaltend, wenn es um Preisprognosen geht. Zu sehr wird der Kurs vom Kalkül der Produzenten und aktuellen politischen Entwicklungen beeinflusst und ist daher schwer vorhersehbar.

Was bewegt den Ölpreis?

Zu den wichtigsten Treibern des Ölmarktes zählt das Angebot, das durch die weltweite Fördermenge determiniert ist, sowie die Nachfrage, die durch die globale Konjunktur bestimmt wird. Eine wichtige Stellgrösse ist dabei die politische Entwicklung, beispielsweise in Bezug auf den Handelsstreit zwischen China und den USA oder die derzeit noch gültigen Sanktionen gegen den Import von Öl aus dem Iran. Darüber hinaus hat auch die Entwicklung des US-Dollars, der durch die Zinspolitik der Fed gesteuert wird, einen nicht zu vernachlässigenden Einfluss auf die Ölpreisentwicklung.

Das wichtigste in Kürze

Angebot – Um die Ölpreise nach dem rapiden Preisverfall im vierten Quartal des letzten Jahres zu stützen, gab das Ölkartell OPEC in Zusammenarbeit mit anderen Grossproduzenten wie Russland jüngst die Einigung auf eine Förderkürzung bekannt. Die Drosselung der Produktion spiegelt sich bereits in den Förderdaten für Dezember wider. Experten wie Jeff Curries, Leiter der Rohstoff-Sparte bei Goldman Sachs, loben diesen Schritt. Zusammen mit dem chinesischen Wirtschaftswachstum und der damit verbundenen starken Öl-Nachfrage würden diese für steigende Preise sorgen. Entsprechend wird auch jedes Zeichen einer Annäherung im Handelsstreit zwischen den USA und China positiv gewertet.

Auf der anderen Seite stehen allerdings die USA, deren Produktion mittels der umstrittenen Fracking-Technik – auch dank des höheren Ölpreises – immer neue Rekordhöhen erreicht. Unterstützt wird dieser Kurs von US-Präsident Donald Trump, der sich immer wieder für billigere Ölpreise ausgesprochen hat. Allerdings sind auch hier Signale für eine mögliche Erholung des Ölpreises auszumachen: Gemäss der amerikanischen Energiebehörde (EIA) dürfte sich die Fördermenge in den kommenden Monaten in den USA abschwächen. Rohstoffexperten der Commerzbank haben bereits erste Hinweise auf eine geringere Ölproduktion in den USA ausgemacht. Sie verwiesen auf die Entwicklung der aktiven Bohrlöcher in den USA, die bereits seit einigen Wochen rückläufig sei.

Auch Gold birgt Potenzial für 2019

Glaubt man dem Rohstoffanalysten Jeff Currie von der US-Investmentbank Goldman Sachs war der jüngste Anstieg des Goldpreises noch lange nicht das Ende der Fahnenstange in diesem Jahr. Currie zufolge wird der Goldpreis in 2019 nicht nur alle Verluste aus dem vergangenen Jahr wettmachen, sondern weit darüber hinaus ansteigen. Currie erwartet einen «kräftigen Preisanstieg» bis zum Jahresende: «Der Goldpreis könnte auf 1'425 Dollar steigen», sagte er in einem Interview mit der FAZ. Doch nicht nur das Edelmetall nimmt Fahrt auf, auch im Markt der Gold-Förderer tut sich derzeit einiges. Mit der Übernahme von Randgold durch Barrick Gold und dem Zusammenschluss von GoldCorp mit Newmont wird die Kosteneffizienz der Branche vorangetrieben.

Garantierter Coupon und Partizipation am Rohstoff

Für Anleger, die an einen steigenden Rohstoffpreis glauben, sich aber nach unten absichern wollen, könnte ein Barrier Reverse Convertible (BRC) auf Rohstoff-Förderer mit Partizipation am Rohstoff eine interessante Anlagemöglichkeit darstellen. Denn durch den eingebauten Sicherheitspuffer sind Anleger vor Kursrückschlägen der Förderer-Aktien bis zur Barriere geschützt. Unabhängig von der Preisentwicklung der Basiswerte partizipieren Anleger am Ende der Laufzeit an einer möglichen (positiven) Kursentwicklung des Rohstoffs. Ein sinkender Rohstoffpreis (gegenüber Anfangsfixierung) hat keine (negativen) Auswirkungen auf das Auszahlungsprofil zum Laufzeitende.

18.02.2019 22:01:44

 

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