Wettrennen um die Spitzenposition im Streaming-Markt

Wettrennen um die Spitzenposition im Streaming-Markt

Freitag, 20. Juli 2018Lesezeit: 4 Minuten

Der Börsengang von Spotify sollte der Auftakt zu einer ähnlichen Erfolgsgeschichte wie jener von Netflix werden. So ganz einfach scheint dies aber nicht zu sein, denn auch Apple will sich im Streaming-Markt verstärkt positionieren. Mit einem One Star Double Coupon Multi Defender Vonti können interessiert Anleger in ein potenziell lukratives Wettrennen der Streaming-Dienstleister einsteigen.

Spotify-CEO Daniel Ek vergleicht sich gerne mit Netflix – insbesondere als es darum ging, Anleger von dem Börsendebüt des schwedischen Musikstreaming-Dienstleisters zu überzeugen. Denn dem US-amerikanischen «Pendant» in der Film- und Serienstreaming-Industrie ist genau die Wendung gelungen, welche sich der Spotify-Chef auch für sein Geschäft erhofft. Laut einem Artikel in der Zeit online vom 03.04.2018, schrieb der Videostreaming-Gigant in seinen Anfängen lange Zeit rote Zahlen. Heute ist Netflix jedoch profitabel: An der Börse ist das Unternehmen über 170 Milliarden US-Dollar wert, wobei sich der Aktienkurs in den vergangenen fünf Jahren fast verzwölffacht hat (Bloomberg, 19.07.2018). Trotz dem bescheidenen zweiten Quartalsbericht – der Streaming-Riese konnte die hochgesteckten Quartalsziele nicht vollumfänglich erreichen – verzeichnete das Unternehmen doch einen bemerkenswerten Umsatz- und Gewinnzuwachs (NZZ online, 17.07.2018). Gemäss dem zweiten Quartalsbericht von Netflix, der am 16.07.2018 veröffentlicht wurde, schoss der Umsatz mit einem Plus von 40% auf 3.9 Milliarden US-Dollar rasant in die Höhe. Der Gewinn hat sich gegenüber dem Vorjahr von 66 auf 384 Millionen US-Dollar fast versechsfacht. An das Potenzial von Netflix glauben auch die Analysten von Goldman Sachs. Wie in einem Artikel vom Business Insider (13.06.2018) festgehalten, gehen die Investmentexperten aufgrund des Cashflow-Berichts des Streaming-Giganten von einer Investition über 14 Millionen US-Dollar in neue Film- und Serieninhalt aus. Erfahrungsgemäss korrelieren neue Inhalte mit zukünftigen Neu-Abonnenten. Entsprechende Hochrechnungen der Analysten ergeben somit zusätzliche 31.5 Millionen Neu-Abonnenten bis ins Jahr 2019. Im Verhältnis dazu: Netflix hat gerade erst die Grenze von 125 Millionen Nutzern geknackt.

Spotify muss kämpfen

Anders sehen die Zahlen bei dem weltweit grössten Musik-Streamingdienstleister aus. Bis jetzt konnte Spotify noch keinen Gewinn erzielen. Einem Bericht der Handelszeitung (06.03.2018) zufolge, hat das Unternehmen in den Jahren 2015, 2016, 2017 Umsätze in der Höhe von 1.9 Milliarden, 2.95 Milliarden und 4.1 Milliarden Euro gemacht. Dem gegenüber stehen jedoch Verluste in der Höhe von 0.23 Milliarden, 0.54 Milliarden und 1.24 Milliarden Euro. Und auch das Jahr 2018 wird die erhoffte Wendung voraussichtlich nicht mit sich bringen. Zwar ist Spotify der klare Marktführer im Musikstreaming, doch für das Jahr 2018 wird erneut mit einem operativen Minus von 230 bis 330 Millionen US-Dollar gerechnet (Zeit online, 03.04.2018). Dabei sehen die Wachstumszahlen ähnlich wie beim grossen Vorbild Netflix aus. Der Umsatz kletterte im vergangenen Jahr um fast 39 Prozent, ausserdem möchte das schwedische Unternehmen dieses Jahr die 200-Millionen-Nutzer-Marke knacken (Zeit online, 03.04.2018).

Doch der schwedische Streaming-Pionier schwimmt nicht konkurrenzlos im «blauen Ozean». Apple ist auch auf dem US-Markt, wo beide Konkurrenten je gut 20 Millionen Abonnenten zählen, Spotify dicht auf den Fersen (Zeit online, 03.04.2018). Nicht mehr lange, da dürfte es dem US-amerikanischen Technologie-Konglomerat zudem gelingen, den Schweden zumindest im Heimmarkt zu überholen, da die Amerikaner mit 5% mehr als doppelt so stark zulegen wie Spotify.

Der Trend könnte nach oben zeigen

Ein von Forbes publizierter Artikel (24.04.2018) zeigt auf, dass ein Vergleich mit der Erfolgsgeschichte von Netflix in der Film- und Serienindustrie nicht von ungefähr kommt. Bereits seit mehreren Jahren geht der Trend auch in der Musikindustrie weg vom klassischen Kaufen und hin zum Streaming. Im Jahr 2017 machte das Musikstreaming mehr als einen Drittel, nämlich genau 38.4%, des Umsatzes der weltweiten Musikindustrie aus. In absoluten Zahlen entspricht dies 6.6 Milliarden US-Dollar – ein neues Rekordhoch für das Streamingformat. Gestützt auf den Global Music Report 2018 zeigen laut Forbes auch alle anderen Kennzahlen für das Streamingformat nach oben. Dabei stechen die Abonnentenzahlen am meisten hervor. Alleine im vergangenen Jahr haben sich 64 Millionen neue Nutzer auf Musikstreaming-Plattformen für bezahlte Streaming-Dienstleistungen angemeldet. Aber auch die Zahl der Abonnenten, welche auf günstige, werbefinanzierte Streaming-Modelle zurückgreifen, sind drastisch gestiegen. Diesen Trend unterstreicht auch ein Whitepaper von dem Beratungsunternehmen Deloitte mit dem Titel «Digital Media: Rise of On-demand Content» (2014). Seit über 5 Jahren macht der Grossteil des weltweit steigenden Online-Datenkonsums das Video- und Audiosegment aus – im Jahr 2018 sind es gar 89% (vgl. Grafik 1).

Grafik 1: Video und Audio machen seit fünf Jahren den Grossteil des Online-Datenkonsums aus.
Quelle: Deloitte Whitepaper, «Digital Media: Rise of On-demand Content»

Das Rennen ist lanciert

Der Streaming-Markt bleibt weiter spannend – dies könnte sich auch in den Kursentwicklungen der drei Streaming-Dienstleistern Netflix, Spotify und Apple widerspiegeln. Bei Vontobel in Zeichnung ist momentan ein One Star Double Coupon Multi Defender Vonti auf die drei genannten Unternehmen. Mit einer Investition in das «One Star»-Produkt wird nur einer der drei Basiswerte benötigt, dessen Kurswert sich bei Schlussfixierung über dem Coupon Trigger Level von 100% befindet, um eine Verdoppelung des garantierten Coupons von 6.66% p. a. zu erzielen.

Zusätzlich ist das Produkt mit einem 40%igen Sicherheitspuffer ausgestattet. Verliert keine der drei zugrunde liegenden Aktien während der Laufzeit mehr als 40% gegenüber ihrem Ausübungspreis (Kursniveau bei Anfangsfixierung), werden am Laufzeitende 100% des Nennwertes zurückbezahlt. Hat jedoch einer der drei Titel seine 40%-Barriere mindestens einmal berührt oder unterschritten und schliesst einer von ihnen am Laufzeitende unter seinem Ausübungspreis (Kursniveau bei Anfangsfixierung), erfolgt die Auszahlung des Nennwertes abzüglich der prozentualen Differenz zwischen dem Ausübungspreis und dem Schlusskurs des Basiswertes mit der prozentual schlechtesten Performance.

Zu beachten gilt:

Die Barrierebeobachtung erfolgt kontinuierlich. Wenn die Barriere während der Laufzeit nur einmal berührt oder unterschritten wird, sind Investoren dem Kursrisiko des schwächsten der zugrunde liegenden Basiswerte ausgesetzt. Im Extremfall kann es somit (bei einem Schlusskurs eines Basiswerts von Null) zu einem Verlust des eingesetzten Kapitals führen. Die garantierte Couponzahlung wird unabhängig vom Kursverlauf ausbezahlt. Der Anleger trägt das Kreditrisiko der Emittentin.


15.08.2018 13:10:59

 

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