Weshalb ein steigender Ölpreis auch dem Gold Schub verleiht

Montag, 30. Mai 2016 von Stefan EppenbergerLesezeit: 1 Minute

Allgemein gilt: Bei einer anziehenden Teuerung können Realzinsen in den Minusbereich fallen. In diesem Fall steigt das Interesse der Anleger an Gold. Eine solche Situation zeichnet sich nun aufgrund der anziehenden Ölnotierungen in den Vereinigten Staaten ab. Wir bleiben deshalb für höhere Goldpreise positioniert.

Ein entscheidender Faktor für die Goldnotierungen ist die voraussichtliche Entwicklung der Inflation. Diese wiederum hängt stark vom Erdölpreis ab. Aufgrund der steigenden globalen Nachfrage nach Öl erwarten wir einen fortgesetzten Aufwärtstrend bei den Notierungen der jeweiligen Energieträger. Entsprechend sollte sich die Teuerungsrate zumindest in den USA wieder auf mehr als 2 Prozent «erholen».

 

Grafik: Sinkende Realzinsen sind positiv für Gold

US-Notenbank will Zinserhöhung nicht überstürzen

Im Normalfall würde ein Inflationsschub eine Erhöhung der Leitzinsen nach sich ziehen. Die US-Notenbank will jedoch ein Anziehen der Zinsschraube nicht überstürzen. Aus diesem Grund könnten die Realzinsen – das Mass für Zinsen abzüglich der Teuerungsrate – in den USA wieder unter null fallen. Tritt diese Situation ein, wird das Halten von Gold für Anleger attraktiver. Wir haben folglich unsere Prognose für den Goldpreis in zwölf Monaten deutlich (auf 1’375 von 1’200 US-Dollar je Feinunze) angehoben. Sehr wichtig für die Entwicklung des Goldpreises sind ausserdem die Konjunkturaussichten. Trüben sich diese ein, nimmt der Appetit auf Gold zumeist zu.

11.05.2021 10:24:50

 

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