Weg frei für LafargeHolcim

Weg frei für LafargeHolcim

Montag, 29. Mai 2017 von Panagiotis SpiliopoulosLesezeit: 1 Minute

Frischer Wind an der Spitze von LafargeHolcim. Endlich wurde das Potenzial von AMS erkannt. Und Lonza? Sie muss erst einmal eine Übernahme finanzieren.

LafargeHolcim

Die Geschäftszahlen des ersten Quartals lagen über den Markterwartungen. Die verkauften Zementvolumen entwickelten sich zwar nur flach, doch das Unternehmen setzte Preiserhöhungen von 5.3 % durch. Dank Synergien wurde der operative Unternehmensgewinn auf vergleichbarer Basis sogar um 14.5 % gesteigert. So konnte der Jahresausblick auf einen zweistelligen Anstieg des operativen Gewinns bestätigt werden. Der angekündigte Abgang des CEOs sorgte zwar für eine kurzfristige Verunsicherung, macht aber den Weg frei für den bisherigen Sika-CEO Jenisch – nicht nur neu, sondern auch unbelastet. Dank positiver Marktentwicklungen und implementierter Kosteneinsparungen dürften die bisherigen Ziele bestätigt werden. Die Erhöhung des freien Cashflows sowie Dividendenerhöhungen dürften sich weiter als gute Strategie bewähren.

 

AMS

Die Aktie verzeichnet seit Anfang 2017 eine Rekordperformance von 122 %. Nach anhaltender Skepsis und Unsicherheiten im Vorjahr hat der Markt das Potenzial von AMS endlich erkannt. Mit der 3D-Sensorik entsteht ein riesiger Wachstumsmarkt mit zahlreichen Anwendungen in Verbrauchergeräten, Automobilen, Robotern und Drohnen, in der Textil- und Modebranche, im Spiele-Bereich u. a. Mit Übernahme von Heptagon und Princeton Optronics vereint AMS nun alle drei wichtigen Komponenten für eine 3D-Sensoren-Lösung unter einem Dach: die Lichtquelle, das Optik-Paket (Lichtweg) und den optischen Sensor. Wir gehen davon aus, dass AMS seine Inhalte im nächsten iPhone gegenüber früheren Versionen deutlich zu erhöhen vermag, und erwarten somit einen starken Wachstumstrend im zweiten Halbjahr 2017 und im Jahr 2018.

 

Lonza

In den letzten Jahren hat sich die Kundensynthese erfreulich entwickelt. Biologisch produzierte Moleküle erlebten einen kräftigen Aufschwung. Ende 2016 wurde eine Vorwärtsintegration durch Übernahme von Capsugel eingeleitet. Letztere stellt Kapseln für Medikamente und Nahrungsergänzungsmittel her. Lonza hat für deren Akquisition USD 5.5 Milliarden gezahlt, was sehr teuer scheint. Capsugel hatte sich in Händen von Private-Equity-Unternehmen befunden. Die könnten Margen maximiert haben, um bei einem Verkauf einen hohen Preis zu lösen. Zur Übernahmefinanzierung muss Lonza eine Kapitalerhöhung durchführen (ca. 28.5 % Verwässerung) und zusätzliche Schulden aufnehmen. Auch wenn das Capsugel-Geschäft gut wachsen und hohe Margen erzielen dürfte, wird die Rentabilität auf sich warten lassen.


Stand 22.05.2017.

15.07.2019 22:48:59

 

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