Vontobel Aqua Index – Rendite mit ökologischer und sozialer Wirkung

Vontobel Aqua Index – Rendite mit ökologischer und sozialer Wirkung

Mittwoch, 28. August 2019Lesezeit: 7 Minuten

Die Menschheit steht vor grossen Herausforderungen. Eine davon ist die schon heute sehr schwierige Wasserversorgung in vielen Gegenden dieser Welt. Mithilfe von Investitionen in Unternehmen, die sich mit Technologien zur Bekämpfung der zunehmenden Wasserknappheit beschäftigen, schlagen Anleger gleich zwei Fliegen mit einer Klappe. Es winkt nicht nur eine attraktive Rendite. Gleichzeitig können diese Investments mit dem Wissen getätigt werden, einen Beitrag zur Lösung eines der wichtigsten Probleme der Menschheit geleistet zu haben.

Investitionen rund um das Thema Wasser werden immer wichtiger

Der globale Wassermarkt weist ein riesiges Volumen von rund 600 Mrd. US-Dollar1 pro Jahr auf. Dieser Wert dürfte in den kommenden Jahren weiter ansteigen. Politik und Privatwirtschaft müssen enorme Investitionen stemmen, um die Wasserversorgung für Milliarden von Menschen auf diesem Planeten zu verbessern. Damit bieten sich Anlegern einige Investmentchancen. Zumal sie auf diese Weise auch wichtige Ziele unterstützen können. Während Anleger in Unternehmen investieren, die sich die Verbesserung der Wasserversorgung auf die Fahnen geschrieben haben, tragen sie auf diese Weise zur Lösung eines der wichtigsten Probleme der Menschheit bei. Die entsprechenden Investments erfolgen nach Nachhaltigkeits- und «Impact Investing»-Kriterien. Solche Kriterien ergeben sich aus in jahrelanger Arbeit erzielten Verständigungen innerhalb weltumspannender Organisationen wie der UNO, OECD oder G20.

Im Jahr 2015 wurden im Rahmen der Festlegung der «UN-Agenda 2030» 17 Ziele für eine nachhaltige Entwicklung (UN Sustainable Development Goals, SDG) formuliert. Zu diesen Zielen gehört auch eine bessere Wasserversorgung. Diese nimmt im Rahmen der Aktivitäten der UN einen besonders wichtigen Platz ein. Am 22. März 2019 wurde zum jährlichen Weltwassertag aufgerufen. In diesem Jahr lautete das Motto «Leaving no one behind – water and sanitation for all» – «Niemand zurücklassen – Wasser und Sanitärversorgung für alle». Auf diese Weise möchten die Vereinten Nationen auf das Thema Wasserknappheit aufmerksam machen. Im UN-Weltwasserbericht 2019 heisst es, dass bereits heute mehr als 2 Milliarden Menschen keinen Zugang zu sauberem und durchgängig verfügbarem Trinkwasser haben.

Wichtige Trends wie das weltweite Bevölkerungswachstum, die globale Erderwärmung, das Wirtschaftswachstum und der steigende Wohlstand in den stark wachsenden Schwellenländern, Urbanisierung sowie die verstärkte landwirtschaftliche Nutzung von Wasser, auch infolge eines wachsenden Fleischkonsums, dürften die Knappheit von Trinkwasser in Zukunft weiter erhöhen. Aktuell leben etwas mehr als 7.7 Milliarden Menschen auf der Erde. Laut UN-Schätzungen könnten im Jahr 2100 knapp 11 Milliarden Menschen auf diesem Planeten leben. Gleichzeitig sind lediglich etwa 0.225 Prozent des gesamten Erdwassers für uns Menschen nutzbar. Zwar wird die Erdoberfläche zu 71 Prozent mit Wasser bedeckt, 97 Prozent davon sind jedoch Salzwasser. Ausserdem können lediglich 7.5 Prozent des Frisch- oder Trinkwassers zum Durstlöschen oder für die Bewässerung in der Landwirtschaft genutzt werden, da der grösste Teil des Süsswassers in Form von Gletschern, Eisbergen oder Schnee gebunden ist.

Neue Technologien im Kampf gegen die Wasserknappheit

Heute existieren verschiedene Ansätze, um die Wasserversorgung zu verbessern. Der technologische Fortschritt hat beispielsweise für ganz neue Möglichkeiten im Bereich Wassergewinnung und -speicherung gesorgt. Besonders einleuchtend erscheint dabei die Nutzung des im Übermass vorhandenen Salzwassers in unseren Ozeanen. Die Meerwasserentsalzung hat in den vergangenen Jahren einen enormen Schritt nach vorne gemacht. Weitere technische Errungenschaften und Kostensenkungen sollten dem Markt weiteren Auftrieb verleihen. Es geht jedoch bei weitem nicht nur darum, der Menschheit mehr Trinkwasser zur Verfügung zu stellen. Ein grosses Problem stellt die Wasserverschwendung dar. Beispielsweise sorgen veraltete Leitungssysteme oder Diebstahl dafür, dass weltweit täglich riesige Mengen an Trinkwasser verlorengehen.

Eine neue satellitengestützte Technologie, welche bisher zur Suche nach Wasser auf anderen Planeten eingesetzt wurde, ermöglicht die Erkennung von Lecks auf effiziente Art und Weise. Der Hauptvorteil liegt in den niedrigen Kosten pro gefundenem Leck, da grosse Flächen mit geringem Aufwand überwacht werden können. Dies ist nur ein Beispiel dafür, wie neue Technologien im Kampf gegen die zunehmende Wasserknappheit eingesetzt werden. In Zukunft dürften solche Methoden immer häufiger zum Einsatz kommen. Im Bereich Wassergewinnung und -speicherung geht es jedoch nicht nur um die Meerwasserentsalzung. In vielen Fällen lauert tief in der Erde Grundwasser darauf, mit den entsprechenden technischen Möglichkeiten an die Oberfläche geholt zu werden. Natürlich werden auch die Anforderungen an die Oberflächenwasserspeicherung steigen und hohe Investitionen erfordern.

Kampf gegen Wasserverschwendung

Die Bereitstellung einer besseren Wasserinfrastruktur stellt in den kommenden Jahren und Jahrzehnten ebenfalls ein interessantes Anlagefeld für Investoren dar. Überall auf der Welt müssen Wasserwerke für eine verbesserte Aufbereitung und Bereitstellung von Trinkwasser gebaut oder modernisiert werden. Vor allem in Schwellenländern wie China oder Indien, die in den vergangenen Jahren ein rasantes Wirtschaftswachstum erlebt haben, wird es nun darauf ankommen, mithilfe von hohen Investitionen in die Abwasserbehandlung und die Lösung des Problems der Wasserkontamination für eine bessere Wasserqualität zu sorgen. Die Landwirtschaft und die Industrie in diesen Ländern sind zwar grosse Stützen der jeweiligen Volkswirtschaften, sie verbrauchen jedoch auch viel Wasser und sorgen für Wasserverschmutzung.

Neben einer besseren Wassergewinnung und -Speicherung sowie einer modernisierten Wasserinfrastruktur gehört auch das Thema Wassereffizienz zu den interessanten Betätigungsfeldern für Investoren. Eine fortschrittlichere Überwachung, technologische Verbesserungen und Leckvermeidung ermöglichen eine effizientere Wassernutzung. Moderne Bewässerungssysteme haben das Potenzial, den Wasserverbrauch zum Beispiel in der Landwirtschaft deutlich zu senken. Darüber hinaus ist die Entwicklung intelligenter verbrauchsgesteuerter Messund Abrechnungslösungen in Wohn- und Geschäftsgebäuden ein zunehmender Trend zur Verbesserung des Wassernachfragemanagements, das sicherstellt, dass die Verbraucher für das von ihnen genutzte Wasser bezahlen.

Eine erlesene Auswahl

Verschiedene Trends deuten darauf hin, dass im Bereich Wasserinvestments erhebliche Renditemöglichkeiten lauern könnten. Allerdings ist es für den einzelnen Privatanleger nicht einfach, den gesamten Markt im Blick zu behalten und die vielversprechendsten Investments auszuwählen. Zu diesem Zweck hat Vontobel den Aqua Index ins Leben gerufen. Dieser enthält Aktien von Unternehmen, die im Bereich Wasser tätig sind und in besonderer Weise von wasserbezogenen Trends profitieren könnten. Die Unternehmen stammen aus drei Themengebieten mit Wasserbezug: Wasserentnahme und -speicherung, Wasserinfrastruktur sowie effektive Wassernutzung. Zudem werden bei der Unternehmensauswahl Umwelt-, Sozialund Governance-Kriterien (Environmental, Social and Governance ESG) berücksichtigt.

Ziel der Strategie ist es, ein langfristiges Kapitalwachstum zu erzielen und positive ökologische und soziale Auswirkungen zu erreichen. Darüber hinaus wird die Strategie ohne Bezug zu einem Benchmark verwaltet, da es keinen vergleichbaren Index gibt. Der Vontobel Aqua Index muss mindestens zehn verschiedene Indexbestandteile enthalten, die eine Marktkapitalisierung von mindestens 300 Mio. US-Dollar aufweisen. Anpassungen des Index können jederzeit vorgenommen werden, jedoch sind mindestens vier, maximal 24 ordentliche Anpassungen pro Jahr geplant.

Der Ansatz bei der Aktienauswahl ist vielfältig. Es werden Branchenveranstaltungen besucht, um Informationen über neue Trends in der Branche zu sammeln. Zudem werden die Finanzkennzahlen der jeweiligen Unternehmen untersucht. Dies geschieht mithilfe von quantitativen und qualitativen Instrumenten, um die Attraktivität der Investition zu ermitteln.

Am Anfang des Auswahlprozesses steht das Universum sämtlicher weltweit börsenkotierter Unternehmen. Danach folgt die quantitative Filterung zur Identifizierung von Unternehmen, die dem Hauptinvestitionsthema Wasser ausgesetzt sind. In einem weiteren Schritt erfolgt die fundamentale Unternehmensanalyse und die Analyse der langfristigen Perspektiven des Geschäftsmodells. Für die Endauswahl wird das Global Quality Achievers- Modell inklusive Umwelt-, Sozial- und Unternehmensführungs- Kriterien berücksichtigt. Aktuell gehören zu den Indexmitgliedern beispielsweise:

Veolia Environnement

Die französische Firma ist unter anderem in den Bereichen Wasserversorgungssysteme, Dienstleistungen zur Abwasseraufbereitung sowie Umwelt- und Energiedienstleistungen (Wärme- und Stromerzeugung) tätig. Weltweit werden etwa 171'000 Mitarbeiter beschäftigt. Im Jahr 2018 versorgte das Unternehmen etwa 95 Millionen Menschen mit Trinkwasser. Rund 63 Millionen Menschen bezogen Dienstleistungen im Bereich Abwasser.

American Water Works

Es ist wenig überraschend, dass die grösste Volkswirtschaft der Welt auch einen entsprechend grossen Wassersektor vorzuweisen hat. Darüber ist man beim US-Versorger American Water froh. Die Geschichte des Unternehmens reicht bis zum Jahr 1886 zurück. Heute beschäftigt American Water mehr als 7'000 Mitarbeiter und ist in 46 US-Bundesstaaten aktiv. Dabei werden Dienstleistungen in Bereichen wie Trink- und Abwasser für mehr als 14 Millionen Menschen erbracht.

Geberit

Die weltweit tätige Geberit Gruppe ist europäischer Marktführer für Sanitärprodukte. Das Unternehmen verfügt in den meisten Ländern Europas über eine starke lokale Präsenz. Die Fertigungskapazitäten umfassen 29 Produktionswerke, davon 6 in Übersee. Der Konzernhauptsitz befindet sich in Rapperswil-Jona in der Schweiz. Mit rund 12'000 Mitarbeitenden in rund 50 Ländern erzielte Geberit 2018 einen Umsatz von 3.1 Milliarden CHF.

Xylem

Zu den Aktien im Vontobel Aqua Index zählt auch das US-Unternehmen Xylem. Dieses bietet eine Vielzahl von Produkten rund um den Wasserkreislauf an. Die angebotenen Systemlösungen kommen in Bereichen wie Wasser- und Abwassertransport, Wasser- und Abwasseraufbereitung oder Analyse der Wasserqualität zum Einsatz.

Vontobel Aqua Index: ein würdiger Nachfolger

Jahrelang hat das Index-Zertifikat auf den Vontobel Wasser- Index (Valor: 3477 551 / Symbol: VFP11N) seinen Dienst getan und gehörte zu den interessantesten Investments in den Bereichen Wasser. Es war jedoch Zeit für eine Überarbeitung. Im September läuft der Vontobel Wasser-Index aus. Bereits jetzt ist jedoch das Strategie- Zertifikat auf den Vontobel Aqua Index (Valor: 4449 7273 / Symbol: VF55L2) erhältlich.

Im aktiv gemanagten Zertifikat auf den Aqua-Index wird in rund 30 Unternehmen investiert. Diese sind in den folgenden drei Themenbereichen tätig: Wassergewinnung und -speicherung, Wasserinfrastruktur und Wassereffizienz. Dabei wird bei Vontobel ein Augenmerk auf vielversprechende Trends wie z.B. die Meerwasserentsalzung, neue Technologien der Wasserleck-Prävention und des Wasserverbrauchsmanagements gelegt, das sicherstellt, dass die Konsumenten für das von ihnen genutzte Wasser bezahlen. Die Besonderheit des Aqua-Zertifikats ist die Ausrichtung auf wachstumsorientierte Small & Mid Caps, die einen Anteil von 40 bis 50 Prozent des Index ausmachen.

Zudem sind die entsprechenden Titel unabhängig von der Unternehmensgrösse gleichgewichtet. Im Vergleich zu dem im September auslaufenden Vontobel Wasser-Index ist das Aqua-Zertifikat über mehr Titel diversifiziert, mit grösserem Small & Mid Cap Fokus. Der Wasser-Index enthielt lediglich 20 Werte. Der neue Aqua Index verfügt über einen höheren Anteil von Versorgern sowie US-Unternehmen und legt einen grösseren Wert auf Nachhaltigkeitsaspekte. Es wird zum Beispiel auf Unternehmen verzichtet, die abgefülltes Wasser verkaufen. Abgefülltes Wasser ist gleich aus mehreren Gründen kritisch zu sehen.

Zunächst einmal kann es vorkommen, dass Wasser in bereits wasserarmen Gegenden entnommen wird, was die Wasserknappheit in diesen Gebieten zusätzlich erhöht. Ausserdem verursachen die Produktion und Beseitigung der eingesetzten Wasserflaschen aus Plastik Umweltschäden, während der Transport der Wasserflaschen und -Kisten ebenfalls der Umwelt schadet. Daher bietet der neue Vontobel Aqua Index mehrere Vorteile gegenüber dem auslaufenden Vontobel Wasser-Index.

19.11.2019 05:05:49

 

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