UBS hat gute Voraussetzungen geschaffen

UBS hat gute Voraussetzungen geschaffen

Mittwoch, 8. März 2017 von Panagiotis SpiliopoulosLesezeit: 2 Minuten

Die Schweizer Grossbank könnte nun von verbesserten Bedingungen profitieren, das Rückversicherungssegment von Swiss Re hingegen bleibt schwierig und Richemonts Schmuckbereich avanciert zur wichtigsten Produktkategorie.

Richemont

Das Weihnachtsquartal brachte eine deutliche Wachstumsverbesserung: Die Umsätze in LW stiegen um 5 % und Jewellery Maison (Cartier, Van Cleef&Arpels) wuchs um 8 %. Das Management wird sich ab April stark verjüngen; der CEO und der CFO traten zurück. Einzelne Divisionen haben klare Verantwortlichkeiten, weshalb wir mit einigen Veränderungen in den kommenden Monaten rechnen. An der SIHH (Uhrenmesse in Genf) wurde bei Richemonts Uhren der Fokus verstärkt auf das Einstiegspreisniveau gerichtet. Cartier hat die «Panthère» und IWC die «DaVinci»-Kollektion erneuert. Trotz bereits guter Performance seit Jahresanfang sind wir weiterhin positiv gegenüber dem Titel gestimmt. Dies vor allem dank der Entwicklung im hochmargigen Schmuckbereich, der zur wichtigsten Produktkategorie aufsteigen wird.

 

 

Swiss Re

Nach langen Jahren hat es zwar wieder gewisse Schäden aus Naturkatastrophen gegeben. Für das Jahr 2016 liegen sie jedoch 3.3 Prozentpunkte unter der langfristigen Erwartung. Das Rückversicherungssegment bleibt schwierig. Bei den Segmenten Life & Health und Life Capital sieht die Ertragslage und insbesondere die Generierung von Cash jedoch solide aus, was dem Ausblick etwas gegensteuert. Das kommerzielle Erstversicherungsgeschäft Corporate Solutions zeigt wiederum ein eher bescheidenes Momentum, bindet aber nur 6 % des Kapitals der Gruppe. Der grosse Vorteil bleibt eine sehr hohe Solvenz und ein exzellentes Kapitalpolster – beides garantiert weiterhin solide Dividenden und Raum für kommende Aktienrückkäufe. Letztlich reflektiert die Bewertung bereits den schwierigen Rückversicherungsmarkt.

 

 

UBS

Die Voraussetzungen, um von einer verbesserten Stimmung und höheren US-Zinsen zu profitieren, sind gut. Die amerikanische Region hat 2016 beinahe ein Drittel zum gesamten Vorsteuergewinn beigetragen und der Anteil dürfte weiter steigen. Die Division «Wealth Management Americas» sollte besonders profitieren und 2017 rund 20 % zum gesamten Vorsteuergewinn beitragen. Für die Gruppe erwarten wir im laufenden Jahr einen ausgewiesenen Reingewinn von CHF 3.4 Milliarden, was in etwa dem Niveau von 2016 entspricht. Um Kosten für noch beizulegende Rechtsfälle und Restrukturierungen bereinigt, sollte der Gewinn um etwa 15 % steigen. Weil wir im Jahr 2018 mit deutlich geringeren Sonderbelastungen rechnen, sollte auch der ausgewiesene Gewinn signifikant steigen.


Grafiken

Quellen: Bloomberg, Stand 28.02.2016. Frühere Wertentwicklungen und Simulationen sind keine verlässliche Indikatoren für die Künftige Wertentwicklung. Steuern und allfällige Gebühren wirken sich negativ auf die Rendite aus.

20.09.2019 21:02:44

 

Kommentar schreiben

 

  

 

  

 

* Pflichtfelder müssen ausgefüllt werden

So wollen wir miteinander diskutieren! Beachten Sie bitte unsere Blog-Netiquette.