Tiefe Barriere, attraktive Rendite: BRCs als mögliche Alternative zu Cash

Tiefe Barriere, attraktive Rendite: BRCs als mögliche Alternative zu Cash

Montag, 4. Februar 2019Lesezeit: 2 Minuten

Gemäss dem «Private Banking Report 2018» halten Schweizer im Schnitt etwa 32% ihres Vermögens in «Cash» auf ihre Konten. Auf Spar- und Tagesgeldkonten gibt es zwar praktisch keine Zinsen mehr, aber sie verlieren auch nichts – so der gängige Irrglaube.

«Es ist auch ein Risiko, kein Risiko einzugehen»

Denn tatsächlich geht aufgrund der Inflation ein Teil der Kaufkraft verloren. An einem einfachen Beispiel verdeutlicht: Geht man hypothetisch von einer durchschnittlichen Teuerungsrate von 1.8 Prozent aus – aktuell liegt diese bei etwa 0.94% (Stand 2018), wären 10‘000 Franken nach einem Jahr nur noch 9‘820 Schweizer Franken wert. Nach zehn Jahren würde die Kaufkraft nur noch 8‘360 Franken betragen. So stellt sich die Frage: Wie können Anleger ihre Ersparnisse vor dem Wertverlust schützen?

Die gute Nachricht: Es gibt auch heute noch Geldanlagen, die gute Renditen erwirtschaften und damit vor einer Geldentwertung schützen. Anleger müssen zwar bereit sein, ein gewisses (Aktien-) Risiko einzugehen. Dieses Risiko lässt sich mit einem Strukturierten Produkt allerdings minimieren.

Clevere Ideen sind gefragt

Dank eines ausgeprägten Sicherheitspuffers von 65% könnte einer der nachfolgenden vier Defender VONTIs (Barrier Reverse Convertible) mit tiefer Barriere (35%) eine geeignete Lösung für Anleger sein, die ein ausgeprägtes Sicherheitsbedürfnis haben und nur reduzierte Risiken eingehen wollen, denn das Produkt schützt bis zur Barriere vor allfälligen Kurstückschlägen.

So funktioniert der Callable Defender VONTI: Ein Beispielprodukt basiert auf der Schweizer Traditionsbank UBS.

Strukturausgestaltung: Tiefe Barriere – grosser Sicherheitspuffer

Das Anlageprodukt ist mit einer Barriere von 35% der Anfangsfixierung ausgestattet. Geht man vom aktuellen Kursstand von etwa 12.89 Franken aus (Stand 31.01.19), müsste der Kurs der UBS im Laufe der nächsten drei Jahre bis auf 4.512 Franken fallen, damit es zu einer Barrierenverletzung kommen würde. Dabei ist zu erwähnen, dass der tiefste Stand der UBS Aktie am 21.12.1990 verzeichnet wurde und 8.519 Franken betrug. Sollte während der Laufzeit tatsächlich ein neues «All-Time-Low», bzw. eine Barrierenverletzung verzeichnet werden und sich der Aktienkurs bis Verfall nicht über das Anfangsniveau erholen, trägt der Anleger das Kursrisiko des Basiswertes, ebenso wie es bei einer Direktanlage der Fall gewesen wäre. Es ist anzumerken, dass historische Daten keine zuverlässigen Indikatoren für die künftige Entwicklung darstellen.

Renditechancen und Zusatzattribute

Das Produkt macht sich die Volatilität und daraus resultierende Renditechancen des Aktienmarktes zunutze und zahlt einen garantierten Coupon von 1.75% p.a. Damit liegt die Rendite des Anlegers nicht nur deutlich über der Verzinsung von Festgeldkonten. Sie übertrifft auch das derzeit in der Schweiz gemessenen Inflationslevel von 0.9% (Quelle: Bundesamt für Statistik).

Da der Anleger dem Emittenten ausserdem das Recht einräumt, den BRC vorzeitig zu kündigen und am darauffolgenden Couponzahlungstag zurückzuzahlen, kann das Attribut «Callable» wie ein zusätzlicher «Renditeturbo» fungieren. Der Grund ist, dass Anleger im Falle der vorzeitigen Rückzahlung das Wiederanlagerisiko tragen, das über zusätzliche Renditechancen entschädigt wird. Der Anleger trägt das Ausfallrisiko der Emittentin.

18.02.2019 22:20:41

 

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