Tesla mit neuem Produktionsstandort in Berlin

Tesla mit neuem Produktionsstandort in Berlin

Mittwoch, 20. November 2019Lesezeit: 2 Minuten

Elon Musk, das Mastermind hinter Tesla, hat letzten Dienstag angekündigt, dass Teslas neue und damit vierte Gigafabrik in Deutschland entstehen wird. Die Aktienmärkte reagierten freudig auf die Ankündigung und konnten mit einem Plus von 1.4 % aus dem Handel gehen. Wird der Standort ein neuer Hoffnungsträger für Tesla?

Gründer und CEO des Elektroauto-Pioniers Tesla hat letzte Woche für Aufregung gesorgt. Denn bei der Preisverleihung des «Goldenen Lenkrads» in Berlin kündigte Musk den Bau seiner nächsten Gigafabrik an, die im Grossraum der deutschen Hauptstatt entstehen soll. Tesla will laut Medienberichten künftig Fahrzeuge des Typs Model 3, des Kompakt-SUV Model Y und Batterien bauen sowie ein Design- und Entwicklungszentrum etablieren. Dass Musk die Zukunft von Tesla vor allem im Model 3 und Model Y sieht, hat er schon länger klargemacht. Der Europäische Markt soll nach der Fertigstellung der Gigafactory dann von Berlin aus bedient werden.

Mit einer Gigafactory innerhalb der Europäischen Union (EU) wird es für Musk entscheidend einfacher werden, den europäischen Binnenmarkt zu erobern und sich aus möglichen gegenseitigen Handelsproblemen zwischen den USA und Europa herauszuhalten. Denn Strafzölle auf den Import europäischer Autos in die USA sind politisch noch nicht vollkommen vom Tisch.

Der Zeitplan für die deutsche Fabrik ist noch nicht bekannt. Aber mit Jahren bis zur Fertigstellung, so wie beim neu entstehenden und dann benachbarten Grossflughafen, wird sich Musk nicht zufriedengeben. Bei früheren Gelegenheiten hatte er 2021 als möglichen Start für eine Europa-Produktion genannt. Und Musk hat allen Grund, sich zu beeilen. Einerseits müsse er seine Chance in Europa nutzen, solange die europäische Konkurrenz bei der E-Mobilität noch nicht wettbewerbsfähig ist. Andererseits zeigte der wichtige US-Markt im dritten Quartal 2019 leichte Schwächeerscheinungen, während die Europa-Umsätze seit Jahresbeginn kontinuierlich steigen. Der Standort dürfte somit für Tesla zu einem wichtigen Standbein werden.

Das Berliner Werk wird die vierte sogenannte Gigafactory weltweit sein. Zwei davon stehen in den USA, eine ist gerade erst nach rekordverdächtigen zehn Monaten Bauzeit im chinesischen Schanghai in Betrieb gegangen.

Quelle: Statista.com

Tesla ist weltweit ein Pionier beim Batterie-elektrischen Fahren. Das Unternehmen hat aus dem Stand ein kleines Imperium für den Bau von Elektroautos und Batterien geschaffen. Inzwischen hat der Konzern fünf verschiedene Modelle am Start und plant sogar den Bau eines elektrischen Lastwagens. Doch hat der Einstieg in die Massenfertigung Tesla jedoch vor erhebliche Probleme gestellt und immer wieder zu grösseren Rückschlägen geführt. Zudem kämpft Musk damit, das Unternehmen nachhaltig in die Gewinnzone zu führen. Im dritten Quartal hat Tesla immerhin zur Überraschung vieler Investoren wieder einen Gewinn vermeldet.

Der Automobilexperte Ferdinand Dudenhöffer sieht durch die Pläne von Tesla Chancen für die deutsche Autoindustrie und die Zulieferer-Branche: «Tesla wird die deutsche Autobranche zu schnellerem Handeln im Bereich der Elektromobilität animieren». Laut Dudenhöffer sei es vorstellbar, dass die deutsche Industrie zusammen mit Tesla etwa bei der Entwicklung der Batterie-Technik zusammenspannt. Auch die Zulieferer-Industrie werde durch Tesla profitieren.

Die Tesla-Aktie schloss im Nachgang an Musks Ankündigung mit einem Plus von 1.4 % auf 349.93 US-Dollar – so hoch wie seit Dezember 2018 nicht mehr.

Glauben Sie als Anleger an die Erfolgsgeschichte von Tesla – die Direktinvestition ist ihnen aber doch zu riskant? Dann könnte ein Reverse Convertible mit tiefem Bezugspreis eine interessante Anlagemöglichkeit für Sie darstellen. Denn zusammen mit den fixen Couponzahlungen bewirkt der tiefe Bezugspreis, dass der Anleger erst in die Verlustzone gerät, wenn der Kurs der Aktie bei Verfall mehr eingebüsst hat, als die Differenz zwischen dem Bezugspreis und dem Kurs bei Anfangsfixierung plus den Couponzahlungen.

Der Anleger trägt das Ausfallrisiko der Emittentin.

 

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