Tesla für alle Markterwartungen

Tesla für alle Markterwartungen

Dienstag, 7. Mai 2019Lesezeit: 3 Minuten

Elon Musk – Geschäftsführer und Visionär hinter Tesla – hat sich lange Zeit gesträubt, sich am Kapitalmarkt zusätzliches Geld zu beschaffen. Nachdem die jüngst veröffentlichten Quartalszahlen wieder in die roten Zahlen abgerutscht sind, gab er bekannt, dies nun zu ändern und öffnete Tesla für eine weitere Kapitalaufnahme. Aber wie geht es weiter?

Der Elektroauto-Hersteller Tesla veröffentlichte vor Kurzem seine Quartalszahlen – welche nach einem halben Jahr mit Gewinnen mit einem Verlust von rund 700 Mio. US-Dollar wieder tief in die roten Zahlen abgerutscht sind. Als einen Grund dafür gibt Tesla Lieferengpässe an. Das Modell 3 würde zurzeit nur in Kalifornien produziert, was die Unternehmung vor grössere logistische Herausforderungen stellt. In der Folge seien viele der bereits bestellten Fahrzeuge erst auf dem Weg zu den Kunden, weshalb die Erträge daraus erst im laufenden Quartal verbucht würden. Die Zahlen dürfte gemäss dieser Argumentation nun wieder besser werden. (Quelle: cash.ch)

Gleichzeitig ist das Modell 3 von Tesla auch ein grosser Hoffnungsträger. Mit der hochgefahrenen Produktion sollte es möglich sein, das Modell 3 profitabel zu produzieren. Und die breite Nachfrage nach dem Modell scheint anzusteigen – so war es im Februar 2019 das meistverkaufte Elektroauto in Europa – und in der Schweiz stellen Teslas Neuzulassungen von März sogar sämtliche Verbrenner in den Schatten. Demgegenüber stehen jedoch die sinkenden Absatzzahlen der älteren Modelle S und X – welche auf rund 12'100 Fahrzeuge gesunken sind.

Quelle: Statista.com
Hinweis: Historische Daten sind keine verlässlichen Indikatoren für die zukünftige Entwicklung. 

 

Führend bei selbstfahrenden Autos

Musk hält ausserdem weiterhin an seiner Vision fest, selbstfahrende Autos zu produzieren. So hat er bereits vor drei Jahren mit der Produktion eines eigenen Chips begonnen, welcher genau diese Aufgabe übernehmen soll. Gemäss Aussagen von Musk seien sie mit der Produktion bereits sehr weit fortgeschritten –die ersten Chips sollen in Autos verbaut werden.

Neues Kapital benötigt

Das erneute Abrutschen in die roten Zahlen ist für Visionär Musk aber ein harter Rückschlag. Tesla habe im März fällige Schulden von rund 900 Millionen US-Dollar zurückbezahlt, was die Geldreserven erheblich schrumpfen liess. Musk zeigte sich in der Folge erstmals bereit, für Tesla neues Kapital am Markt zu besorgen.

Das Unternehmen will nun mehr als 2 Mrd. US-Dollar aufnehmen. Davon sollen rund 650 Mio. US-Dollar mit der Ausgabe neuer Aktien zusammenkommen – woran sich Musk selbst auch beteiligen will – rund 1.35 Mrd. US-Dollar sollen über Fremdkapital beschafft werden. (Quelle: Cash.ch)

Produkte für jegliche Markterwartungen

Was das für die Zukunft von Tesla heissen wird, weiss man nicht. Doch haben Sie als Anleger bestimmt eine Erwartung, wie es mit der Aktie weitergehen wird. Egal wie diese aussieht – wir haben möglicherweise ein passendes Produkt für Sie in Zeichnung gelegt.

Barrier Reverse Convertible

Für Anleger, die mit seitwärtstendierenden oder leicht ansteigenden Kursen rechnen, dürfte der reguläre Barrier Reverse Convertible (BRC) eine interessante Möglichkeit bieten. Denn durch seine eingebaute Barriere sind Anleger bis zu einem gewissen Grad vor Kursrückschlägen geschützt. Zu beachten ist dennoch, dass Anleger im Falle eines Barrierenereignisses dem Verlust des Basiswertes ausgesetzt sind. Der Coupon wird unabhängig von der Kursentwicklung des Basiswertes ausbezahlt.

Inverse Barrier Reverse Convertible

Für jene Investoren, die der Kursentwicklung von Tesla nicht mehr gerade positiv gestimmt sind und mit eher sinkenden Kursen rechnen, dürfte der inverse BRC eine attraktive Variante darstellen.

Im Gegensatz zum regulären BRC liegt die Barriere beim inversen BRC nicht unterhalb des Ausübungspreises, sondern darüber – in unserem Fall bei 150%. Wenn der Kurs des Basiswerts bei Schlussfixierung tiefer liegt als die Barriere (also unter 150%), wird der Nennwert zurückbezahlt. Wenn der Basiswert bei Schlussfixierung höher oder gleich hoch wie die Barriere ist, sich der Kurs also positiv entwickelt hat, erfolgt eine Barauszahlung, die dem Nennwert, reduziert um die prozentuale Wertentwicklung des Basiswerts per Verfall entspricht. Auch bei dieser Variante wird der Coupon unabhängig von der Kursentwicklung des Basiswertes ausbezahlt.

Anleger tragen bei beiden Produkten das Ausfallrisiko der Emittentin.
16.06.2019 13:00:56

 

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