Tech-Giganten: China auf tiefem Niveau – USA im Höhenflug

Tech-Giganten: China auf tiefem Niveau – USA im Höhenflug

Freitag, 7. September 2018Lesezeit: 3 Minuten

Technologiekonzerne beherrschen zunehmend die Märkte. Erstmals in der Wirtschaftsgeschichte erreichten Apple und dann Amazon einen Börsenwert von einer Billion Dollar. Der Handelskonflikt zwischen China und den USA scheint dabei den chinesischen Tech-Markt stärker zu belasten, als den US Markt.

Rally der Technologiebörse Nasdaq

Technologiekonzerne beherrschen zunehmend die Märkte und die Wirtschaft. Die Rally der Technologiebörse Nasdaq 100 ist daher beeindruckend: Seit März 2009 stieg der Index von 1‘000 Punkten auf inzwischen über 7‘500 Punkte. Den Wertsteigerungen der Technologiekonzerne scheinen kaum mehr Grenzen gesetzt. Und das, obwohl es nach dem Kurseinbruch von Facebook vor Kurzem noch so ausgesehen hatte, als hätte der Untergang des Silicon Valleys begonnen.

US-Techunternehmen erreichen überragende Börsenwerte

Erstmals in der Wirtschaftsgeschichte erreicht der US-Konzern Apple einen Börsenwert von einer Billion US-Dollar. Auch der Börsenwert des Online-Giganten Amazon überstieg am Dienstag erstmals die Schwelle von einer Billion US-Dollar. Alphabet und Microsoft steuern mit einer Marktbewertung von mehr als 800 Milliarden Dollar stetig auf die Billionen-Marke zu und Facebook liegt bei bereits knapp unter 500 Milliarden Dollar.

Chinesischer Tech-Bärenmarkt

Der Einfluss des Handelskrieges mit den USA macht sich langsam in der chinesischen Wirtschaft bemerkbar. Seit Juli haben sich beide Länder mit Zöllen auf Waren im Gesamtwert von 100 Milliarden US-Dollar auferlegt. Ende September könnten die USA weitere Einfuhrabgaben anheben. Doch der Handelsstreit zwischen den USA und China ist ein Stellvertreterkrieg: Eigentlich geht es um die Vormachtstellung im Tech-Bereich, welche die USA zu verteidigen sucht, da chinesische Tech-Unternehmen immer stärker wachsen.

Fakt ist jedoch, dass der Handelskonflikt den chinesischen Aktienmarkt stärker unter Druck gesetzt hat, als den US Markt, wie bei den chinesischen Internetaktien zu sehen ist: Die drei Giganten Baidu, Alibaba und Tencent (auch BAT-Aktien genannt) korrigierten in den letzten Wochen um über 10%. Andere China-Techs seien in diesem Jahr sogar um 20% oder mehr gesunken, berichtete cash.de (vgl. Grafik). Die Kurse der Chinesischen Tech-Giganten befinden sich somit auf einem tiefen Niveau, während sich die grossen US-Titel auf einem Höhenflug zu befinden scheinen.

 

 

Illustration: Vontobel

 

Google kehrt nach China zurück

Vor acht Jahren hatte sich Google aus dem chinesischen Suchmaschinenmarkt zurückgezogen. Grund dafür waren die Zensurforderungen der chinesischen Behörden, denen sich die Alphabet-Tochter nicht beugen wollte. Nun die Kehrtwende: Google will mit dem Projekt «Dragonfly» und einer zensierten Suchmaschine nach China zurückkehren, trotz Widerstand aus den eigenen Reihen. Für die chinesische Suchmaschine Baidu stelle eine Rückkehr von Google ein gewisses Risiko dar, da es seine dominierende Marktstellung in China gefährden könnte, berichtete GeVestor.

Da der weitere Kursverlauf der Aktien von einer Vielzahl konzernpolitischen, branchenspezifischen und ökonomischen Faktoren abhängig ist, sollten Anleger das Risiko bei ihren Investmententscheidungen berücksichtigen. Entwicklungen können jederzeit anders verlaufen, als Anleger es erwarten, wodurch Verluste entstehen können.

Aufwärtspotenzial der chinesischen Tech-Unternehmen?

Glauben Sie als Investor daran, dass die Chinesischen Tech-Giganten ihren Rückstand wieder aufholen und zu den Amerikanischen aufschliessen können? Dann könnte das Bonus-Zertifikat eine interessante Anlagemöglichkeit darstellen. Denn Bonus-Zertifikate bieten Anlegern die Möglichkeit, nahe 1:1 an der Kursentwicklung zu partizipieren.

Das Rückzahlungsprofil eines Bonus-Zertifikates ohne Gewinnbegrenzung am Fälligkeitstermin entspricht grundsätzlich – abgesehen von möglichen Dividendenzahlungen – dem einer klassischen Direktanlage in die zugrundeliegende Aktie: Steigt oder fällt der Kurs des Basiswerts stark, beläuft sich die Rückzahlung am Ende der Laufzeit in ihrer Höhe auf die des Basiswertes und Investoren partizipieren nahezu 1:1 an dessen möglichen Gewinnen und Verlusten. Ein Totalverlust des eingesetzten Kapital ist dabei im ungünstigsten Fall möglich. Zudem trägt der Anleger das Emittentenrisiko.

Im Vergleich zu einer Direktinvestition in Aktien können bei seitwärts tendierenden Märkten ohne erhöhtes Risiko akzeptable Renditen erwirtschaftet werden. Somit spielt das Bonus-Zertifikat seine volle Stärke aus, denn es kommt – sofern während der Laufzeit kein Barrierenereignis eingetreten ist – zur Mindestrückzahlung in Höhe des festgelegten Bonus-Levels. Da die Barriere bei klassischen Bonus-Zertifikaten unterhalb des anfänglichen Kurslevels liegt, wirkt sie dabei wie ein Sicherheitspuffer, der je nach Barrieren-Level vor einem leicht fallenden Kurs des Basiswertes schützt.

16.11.2018 06:43:27

 

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