Syngenta: unfreundliche Übernahme könnte anstehen

Syngenta: unfreundliche Übernahme könnte anstehen

Montag, 6. Juli 2015Lesezeit: 2 Minuten

Syngenta AG

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Die Syngenta-Aktie hat sich von den Fundamentaldaten aus dem Agrarsektor entkoppelt, nachdem Monsantos Übernahmeabsichten bekannt wurden. In einem privaten Vorschlag bot Monsanto dem Management CHF 449 pro Syngenta-Aktie (45 % Cash), ein Angebot das später um eine Break-up-Fee von USD 2 Milliarden aufgebessert wurde. Management und Verwaltungsrat lehnen dies als zu niedrig ab, unter anderem wegen regulatorischer Bedenken. Der aktuelle Kurs reflektiert nach Einschätzung der Experten eine potenzielle Übernahme bei CHF 450 inklusive einem Abschlag von 10 % auf den Non-Cash-Anteil und einer Wahrscheinlichkeit von 5 – 10 %, dass kein Deal zustande kommt. Da Syngenta für Gespräche zurzeit nicht bereit ist, liegt der Ball bei Monsanto. Letzterer hat das Potenzial von Gentech-Saatgut strategisch ausgeschöpft und braucht ein Pestizid-Portfolio, um weiter zu wachsen. Die Experten gehen davon aus, dass Monsanto nicht aufgeben und schlussendlich eine unfreundliche Übernahme anstrengen wird.

 

Compagnie Financière Richemont SA

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Richemont hat mit seiner Schmuckmarke Cartier die weltweit führende Position im High-End-Schmuckmarkt inne und profitiert vom überdurchschnittlichen Wachstum dieses Segmentes. Zusammen mit der Schmuckmarke Van Cleef & Arpels werden 30 % des Umsatzes mit Schmuck erzielt, wobei aufgrund der hohen Marge von 35 % der EBIT Beitrag sogar bei 50 % liegt. Die Schweizer Uhrenindustrie befindet sich wegen des Rückganges im wichtigsten Markt Hongkong zurzeit in einem schwierigen Umfeld, jedoch gehen die Experten davon aus, dass die anderen Märkte den Rückgang kompensieren werden. Richemont wird seinen Online-Luxus-Detailhändler Net-A-Porter mit dem italienischen Anbieter Yoox fusionieren und erhält dadurch einen Anteil von 50 % an der kotierten Gesellschaft – welche weltweit zur Nummer eins des Segmentes werden wird. Die Netto-Cash-Position beträgt EUR 5.4 Milliarden, was 13 % der Börsenkapitalisierung entspricht. Zieht man dies von der Börsenkapitalisierung ab, verfügt die Aktie über eine attraktive Bewertung.

 

Holcim Ltd.

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Mit grosser Mehrheit haben die Holcim-Aktionäre an der ausserordentlichen Generalversammlung im Mai der Fusion mit Lafarge zugestimmt. Dies, nachdem das Umtauschverhältnis von Lafarge- in Holcim-Aktien (von ursprünglich 1 : 1 auf 10 : 9) zu Gunsten der Holcim-Aktionäre angepasst und der CEO Posten der kombinierten Gruppe neu vergeben wurde. Anstatt des derzeitigen Lafarge-CEOs und Verwaltungsratspräsidenten Bruno Lafont wird nämlich der frühere Leiter der Abteilung «Operations» von Lafarge, Eric Olsen, an der Spitze von Lafarge-Holcim stehen. Der letzte Schritt der Fusion, nämlich der Umtausch von Lafarge- in Holcim-Aktien, dürfte nur eine Formsache werden (und dauert bis Anfang Juli bei eventueller Nachfrist bis Ende Juli). Holcim (und Lafarge) dürften kurzfristig positive Zahlen für die Region Nordamerika sowie Mexiko publizieren. Die Zementnachfrage in Europa wird wegen der zurzeit schwächeren Märkte wie Deutschland und Frankreich eher leicht rückläufig sein. Eine stabile Entwicklung erwarten die Experten in Asien. Die aktuelle Bewertung von Holcim (und Lafarge) reflektiert die starke Marktstellung der kombinierten Gruppe sowie das damit verbundene Synergie-Potenzial ungenügend.

23.02.2020 08:28:03

 

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