Swatch Group mit höherem Gewinn im ersten Halbjahr

Swatch Group mit höherem Gewinn im ersten Halbjahr

Donnerstag, 27. Juli 2017Lesezeit: 2 Minuten

Der weltgrösste Uhrenhersteller veröffentlichte vergangene Woche sein Halbjahresergebnis. Das Management sieht dem zweiten Halbjahr optimistisch entgegen. Positionieren Sie sich jetzt.

Die Swatch Group (Swatch) konnte aufgrund von erhöhter Nachfrage aus China, Europa und dem Nahen Osten wieder zu Wachstum zurückfinden. Zwar litt die Swatch Group unter dem starken Franken, sodass der Nettoumsatz leicht um -0.3% sank, zu konstanten Wechselkursen stieg dieser jedoch um 1.2% auf CHF 3.75 Milliarden. Dabei verzeichnete der Bereich Uhren und Schmuck (ohne Produktion) ein Umsatzwachstum von 2.9% zu konstanten Wechselkursen. Die Operative Marge in diesem Bereich stieg um fast 25% von 10.7% auf 13.2% trotz negativer Währungseinflüsse.

Der Konzerngewinn belief sich in der ersten Hälfte 2017 auf CHF 281 Millionen (+6.8% YoY) mit einer Nettomarge von 7.6% (Vorjahr: 7.1%).

Der operative Cash Flow erhöhte sich gegenüber dem Vorjahr um 14.7% auf CHF 437 Millionen. Swatch wolle den Cash-Bestand möglichst niedrig halten und Negativzinsen vermeiden. Daher wurde am 5. Februar 2016 ein dreijähriges Aktienrückkaufprogramm mit einem Volumen von maximal CHF 1 Milliarden lanciert. Insgesamt wurde bisher ein Rückkaufvolumen von CHF 467 Millionen erreicht. Aktien mit einem Marktwert von CHF 135 Millionen wurden im ersten Halbjahr 2017 zurückgekauft.

 

Optimistischer Ausblick von Swatch

Das Management der Swatch Group sieht dem zweiten Halbjahr optimistisch entgegen und erwartet ein «sehr positives» Wachstum in Lokalwährungen. So glaubt der Konzern, dass sich der Wholesale mit der schrittweisen Auflösung der Verunsicherung bei den einzelnen Händlern positiv entwickeln wird. Das weitere Wachstum werde zudem auch bei anderen Produktionsbereichen eine bessere Auslastung generieren.

Investitionen

Insgesamt tätigte die Swatch Group im 1. Semester Investitionen in Höhe von CHF 204 Millionen in Betriebsaktiven, um das Retailnetz gezielt mit neuen Boutiquen an guten Lagen in Wachstumsregionen zu erweitern, sowie die Produktion mit neusten Anlagen zu optimieren.

Omega die Swatch-Tochter

Zuletzt hatte Omega den Vertrag für die Zeitmessung der Olympischen Spiele um weitere 10 Jahre bis 2032 verlängert. So wird sich die Dauer der Swatch-Tochter als offizieller Zeitmesser auf insgesamt 100 Jahre belaufen. Des Weiteren kündigte Omega für die zweite Jahreshälfte bereits einige neue Modelle an: So werde die Seamaster Planet Ocean Big Blue, die Speedmaster Racing Co-Axial Chronometer, sowie die Speedmaster 38mm Kollektion auf den Markt kommen.

Swatch Pay

Ausserdem lancierte Swatch vergangene Woche die Swatch Pay in Shanghai. Die Uhr soll bargeldloses Bezahlen ermöglichen und wird durch eine Partnerschaft mit UnionPay und 11 chinesischen Banken umgesetzt.

Investoren reagierten positiv auf die vorgelegten Zahlen: In einem rückläufigen Markt konnte die Swatch-Inhaberaktie am Freitag ein Plus von ca. 2.4% vorweisen.

 

Alle Informationen entstammen dem Halbjahresbericht 2017 der Swatch Group (swatchgroup.com, 25.07.2017)

Da der weitere Kursverlauf der Aktien von einer Vielzahl konzernpolitischen, branchenspezifischen und ökonomischen Faktoren abhängig ist, sollten Anleger das Risiko bei ihren Investmententscheidungen berücksichtigen. Entwicklungen können jederzeit anders verlaufen als Anleger es erwarten, wodurch Verluste entstehen können.

01.12.2020 00:47:39

 

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