SMI® für «Defensive»

SMI® für «Defensive»

Donnerstag, 29. März 2018Lesezeit: 3 Minuten

In den ersten drei Monaten des Jahres zeigte sich der Schweizer Markt alles andere als ruhig. Wie es weitergeht? Sicher weiss es keiner. Für die eher vorsichtige Anlegernatur bietet sich die kapitalgeschützte Unit mit Partizipation am SMI® an.

Die Schweiz blickt auf ein turbulentes erstes Börsenquartal zurück. So fällt die Bilanz für den SMI® auch eher nüchtern aus. Die teils hohe Volatilität widerspiegelt die herrschende Verunsicherung und Nervosität der Investoren. Die allgemeine Unsicherheit am Schweizer Markt lässt sich vor allem auf die wirtschaftspolitische Situation zurückführen. Eine vordergründige Rolle spielt laut cash.ch dabei die Zuspitzung der US-chinesischen Handelsbeziehungen, aber auch die Wende in der Geldpolitik der Notenbanken, allen voran die in den USA. Ein nicht unwesentlicher Faktor ist laut Einschätzungen des Vontobel-Aktien-Research im derinews-Magazin März/April ausserdem die aufkommende Angst vor einem raschen Anziehen der Inflation in der Schweiz.

Es scheint noch keine Erholung in Sicht zu sein

Unverändert belastend für die Performance des SMI® wirkten sich die negativen Kursentwicklungen der SMI®-Schwergewichte Nestlé, Novartis und Roche aus. Seit Jahresanfang verloren die Kurse bei allen drei Titeln mehr als 9% (Novartis: – 9.7%; Roche: – 12.4%; Nestlé: – 9.9%; Bloomberg, Zeitraum: 01.01.3018–26.3.2018). Der starke Einfluss der – eigentlich – drei «Defensiven» auf die Index-Performance lässt sich von ihrer dominanten Stellung innerhalb des Baskets ableiten. Gemeinsam stellen sie rund 57% des Schweizer Leitindex (SMI® - drei Riesen und der Rest ). Und so überrascht es auch nicht, dass der SMI® seit Jahresbeginn ein Minus von 7.9% verzeichnet (Quelle: Bloomberg, 27.03.2018).

Die Präsentation der Jahreszahlen für das Geschäftsjahr 2017 könnte das Blatt jedoch ändern: Novartis trumpfte mit einer Gewinnsteigerung von 15% gegenüber dem Vorjahr auf und präsentierte einen Konzern-Gewinn von 7.7 Milliarden US-Dollar (Geschäftsbericht Novartis, 2018). Nestlé scheint das schwache Wachstum von 2017 ernst zu nehmen und startete gemäss CEO Mark Schneider angriffig ins neue Geschäftsjahr: «Wir erwarten für 2018 eine Verbesserung des organischen Wachstums und sind auf Kurs, unser Margenziel bis 2020 zu erreichen». Laut Medienmitteilung vom 15.02.2018 will der neue Kopf von Nestlé sein aktives Portfoliomanagement diszipliniert und getreu seiner Strategie weiterführen. Bei den Schlüsselkategorien will er durch Produktinnovation und –renovation Nestlés Wachstum beschleunigen. Und Roche? Der Pharmagigant aus Basel scheint momentan noch in seiner defensiven Position zu verharren. Wie das Vontobel-Aktien-Research in der derinews-Ausgabe März/April 2018 vermeldet, läuft der Patentschutz dreier sehr erfolgreichen Krebsmedikamente im Jahr 2018 aus; Umsatz und Gewinn drohen, in der Folge einzubrechen. Eine starke Medikamenten-Pipeline ist notwendig, um dies aufwiegen zu können. Ist das der Fall? Die Vontobel-Experten bleiben in Bezug auf die laufende Innovationskraft und den weiteren Geschäftsgang des Unternehmens optimistisch. Roche selber rechnet laut Medienmitteilung vom 01.02.2018 ebenfalls mit einem stabilen Verkaufswachstum jedoch im tiefen einstelligen Bereich.

Mit 90% Kapitalschutz in den SMI® investieren

Für die vorsichtige Anlegernatur, die einerseits von Kurschancen des Schweizer Aktienmarktes profitieren und andererseits das Verlustrisiko reduzieren will, könnte ein kapitalgeschütztes Produkt von Interesse sein. Gerade bei hoher Volatilität kann es für solche Investoren sinnvoll sein, das Kursrisiko durch das Kapitalschutz-Feature zu verringern.

Zum Beispiel über eine aktuelle Unit mit 90%-igem Kapitalschutz am Laufzeitende. Sie zeigt anschaulich, wie auch konservative Anleger nicht auf Kurschancen verzichten müssen. Denn mit ihr liesse sich zum Laufzeitende doppelt an einer potenziell positiven Kursentwicklung des SMI® teilhaben. Die Grafik illustriert das Auszahlungsprofil per Fälligkeit: Wegen des 90%-igen Kapitalschutzes ist der maximale Verlust am Laufzeitende auf 10% des Nennwertes beschränkt. Der Ausübungspreis liegt bei Anfangsfixierung auf 100% des Spot-Referenzpreises, was bedeutet: Entwickelt sich der SMI® seitwärts und bleibt folglich auf demselben Niveau bestehen, würde eine Rückzahlung von 90% des Nennwertes erfolgen. Um die Gewinnzone zu erreichen, muss eine positive Performance des Basiswerts von mindestens 5% erreicht werden. Steigt der Kurs über den Indexstand bei Anfangsfixierung partizipiert der Anleger doppelt. Unabhängig vom Kurverlauf des SMI® trägt der Anleger das Ausfallrisiko der Emittentin Vontobel.

Zu guter Letzt eine Veranschaulichung von möglichen Basiswertveränderungen:

SMI auf Anfangsfixierung: Bei einer Seitwärtsbewegung des SMI® und entsprechender Schlussfixierung bei 100% der Anfangsfixierung, erfolgt eine Rückzahlung des Nennwertes zu 90%.

Sonderfall: Schliesst der SMI® bei einem leichten Plus von 2.5% am Rückzahlungstag, erhält der Anleger 95% seines investierten Nominal.

Gewinnschwelle: Der Breakeven ist erreicht, wenn der Indexstand des SMI® bei Schlussfixierung einen Kursanstieg von 5% erzielte. Der Investor erhält somit 100% seines Investitionssumme. Bei einem weiteren Kursanstieg des SMI® partizipiert der Anlager zu 200% des Kursgewinnes.

Grafik: Szenario-Analyse zur Illustration der Rückzahlung


12.11.2019 18:29:42

 

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