Sikas Profitabilitätsverbesserung wird unterschätzt

Sikas Profitabilitätsverbesserung wird unterschätzt

Donnerstag, 5. Januar 2017 von Panagiotis SpiliopoulosLesezeit: 1 Minute

Straumann

Seit Gadola 2013 zum CEO geworden ist, hat das Unternehmen enorm zugelegt. Dank neuer Produkteinführungen wie dem «Bone Level Tapered»-Implantat (BLT) konnte es 2015 einen grossen Teil des Dentalmarktes gewinnen; zuvor war es dort nicht präsent. Seit Einführung des BLT hat Straumann in diesem Segment mehr als 5 % Marktanteil erlangt und wir schätzen, dass ein Anteilspotenzial von 15 bis 20 % möglich ist. Jeder weitere Prozentpunkt Marktanteil resultiert aus ca. 2.5 % organischem Wachstum. So bleiben wir zuversichtlich, dass Straumann die nächsten Jahre im hohen ein- bis zweistelligen Bereich wachsen kann. Des Weiteren versucht Straumann, sich zu einem umfassenden Lösungsanbieter zu entwickeln. 2017 werden auch Apparaturen für Zahnärzte (Fräsen für Kronen, Intraoralscanner u. a.) auf den Markt gebracht.

 

 

Sika

Zurzeit profitiert Sika von der anhaltend starken Baukonjunktur in den USA und verbesserten relevanten Frühindikatoren in China. So dürfte Sika sein Umsatzwachstumsziel von 6 bis 8 % 2016 erreichen und ein vergleichbar ambitioniertes Ziel für 2017 aufstellen. Profitabilitätsverbesserungen scheinen jedoch weiter unterschätzt; sie beruhen auf Skalenerträgen, der Integration von Übernahmen und Einsparungen im Rohstoffeinkauf. So dürften die Gewinnschätzungen tief bleiben. Weitere kleine Akquisitionen sind dank starker Bilanz möglich und sollten dank niedriger Zinsen sofort gewinnverdichtend wirken. Das erlassene Urteil des Kantonsgerichtes Zug hat Interessen der Publikumsaktionäre gestärkt. Sika dürfte die feindliche Übernahme durch Saint-Gobain abwehren und seine erfolgreiche Strategie unabhängig weiterverfolgen können.

 

 

AMS

Die Aktie ist 2016 mit einer Performance von – 15.4 %* hinter den Erwartungen geblieben. Dies ist auf diverse Faktoren zurückzuführen, zum Beispiel auf den Misserfolg des Smartphones Samsung Galaxy Note 7 oder auf Produktionsprobleme bei einem Zulieferer des zugekauften Geschäftes CMOSIS. Auch die generell schwächere Nachfrage nach dem iPhone 7 hat nicht geholfen. Der Blick in die Zukunft stimmt uns dennoch sehr positiv. Mit dem Zukauf von Heptagon (Oktober 2016) sicherte sich AMS die Weltführerschaft bei optischen Sensoren und Verpackungstechnologien. Vielversprechende Projekte mit Grosskunden (vermutlich Apple) sind im Gange und sollten der Aktie ab 2Q17 spürbaren Rückenwind verleihen. 1Q17 dürfte zwar holprig verlaufen und Investoren brauchen dementsprechend Geduld. Doch sehen wir starkes Potenzial.


Grafiken

Quellen: Bloomberg, Stand 27.12.2016. Frühere Wertentwicklungen und Simulationen sind keine verlässliche Indikatoren für die Künftige Wertentwicklung. Steuern und allfällige Gebühren wirken sich negativ auf die Rendite aus.

22.09.2019 10:16:08

 

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