Schweizer Aktien in der Corona-Krise

Schweizer Aktien in der Corona-Krise

Freitag, 7. August 2020Lesezeit: 1 Minute

Der weltgrösste Nahrungsmittelhersteller Nestlé konnte auch in der Corona-Krise zeigen, dass er seinen Weltruf nicht ohne Grund geniesst. Lonza profitierte ausserdem stark vom Wachstum biologischer Medikamentenarten. Und auch Partners Group hat gut durch die Krise navigiert.

Nestlé

Trotz der anhaltenden Herausforderungen in der Supply Chain und der bedeutenden, sich schnell ändernden Konsumentenbedürfnisse sowie vorübergehenden Fabrikschliessungen, hat Nestlé bewiesen, dass sich die Gesellschaft erfolgreich durch die Krise navigieren kann. Die Vontobel- Analysten sind überzeugt, dass das Unternehmen gut positioniert ist, um als Gewinner aus der Pandemie hervorzugehen: attraktive Produktkategorien, vertrauenswürdige Marken im Bereich der Nahrungsmittelsicherheit, starke Online- und hochmoderne Produktionslinien dürften dafür sorgen. Vor allem aber hat Nestlé seine Muskeln in der Forschung und Entwicklung mit einer viel schnelleren Markteinführung spielen lassen: Innovation steht im Mittelpunkt.

Lonza

Als führender Hersteller unterschiedlicher biologischer Medikamentenarten profitiert Lonza vom starken Wachstum und einer steigenden Komplexität solcher Medikamente. Die Vontobel Analysten sind überzeugt, dass diese in den nächsten 10 bis 15 Jahren massgeblich das organische Wachstum treiben werden. Lonza setzt mit mehreren Investitionen gegenwärtig die Basis dafür. In der aktuellen Corona-Krise hat Lonza zudem sein defensives Geschäftsmodell unter Beweis stellen können und mit dem Moderna-Impfstoffdeal sogar neue Geschäfte realisieren können. Ein Verkauf oder Börsengang des auf Chemie fokussierten Specialty Ingredients-Segments würde den Investment Case noch attraktiver machen und den defensiven Charakter der übrigen Lonza verstärken.

Partners Group

Selbst der erfolgsverwöhnte Verwal¬ter von Privatmarktanlagen Partners Group ist nicht gegen COVID-19 immun und spürt eine temporäre Ver¬langsamung der Geschäftsaktivitäten. Die Vontobel-Analysten sind über¬zeugt, dass die Kapitalzusagen tiefer ausfallen werden, u.a. weil Schutz¬massnahmen das Akquirieren neuer Kunden erschweren. Zudem werden deutlich geringere Transaktionsaktivitäten die Performancegebühren spürbar mindern. Partners Group’s Portfoliounternehmen sind bisher gut durch die Krise gekommen, weshalb diese Gebühren nicht verloren, son¬dern lediglich aufgeschoben sind. Die Vontobel-Analysten erwarten ab 2021 eine deutliche Erholung dieser Gebühren und eine unvermindert hohe Nachfrage nach Privatmarktan¬lagen, begünstigt durch das länger anhaltende Tiefzinsumfeld.

Dieser Artikel wurde von der Research Abteilung der Vontobel erstellt. Bei der Erstellung von Finanzanalysen legen Vontobel sowie ihre Analysten allfällige Interessenkonflikte offen; sie sind unter research.vontobel.com/Disclaimers/StockGuide jederzeit abrufbar.

27.02.2021 08:33:37

 

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