SAP: glänzende Geschäfte

SAP: glänzende Geschäfte

Mittwoch, 25. April 2018 von Maciej GajLesezeit: 2 Minuten

Gastbeitrag von Maciej Gaj

Europas grösster Softwareentwickler SAP hat am Dienstag frische Zahlen geliefert und glänzt mit einem besseren Geschäft, als zuvor erwartet worden war. Doch an einer Stelle drückt der Schuh dann doch etwas, die Softwareschmiede leidet unter dem relativ starken Euro.

In den ersten drei Monaten setzte der DAX-Konzern rund 5.26 Milliarden Euro um und damit etwas weniger als noch ein Jahr zuvor. Diese kleine Delle resultiert allerdings aus dem ungünstigen Umrechnungseffekten infolge des starken Euro, wie das Unternehmen am Dienstag mitteilte. Trotzdem konnte das um Sondereffekte bereinigte Betriebsergebnis um 14% auf knapp 1.24 Milliarden Euro im Vergleich zu Q1 2017 gesteigert werden, zeitgleich erhöhte der Konzern seine Prognose für den Umsatz im laufenden Jahr, wegen der Übernahme von Callidus und einem weiter festen Cloud-Geschäft. Einem grösseren Gegenwind sieht sich das Unternehmen wegen der starken Gemeinschaftswährung ausgesetzt, sonst fielen die Erlöse noch deutlich höher aus.

Der langfristige Trendverlauf in dem Wertpapier von SAP zeigt sich ebenso zuversichtlich, wie das am Dienstag vorgestellte Zahlenwerk. Die Aktie tendiert bereits seit einem Verlaufstief von 9.95 Euro aus Anfang 2003 in einem ungebrochenen Aufwärtstrend und konnte sich bis auf ein Verlaufshoch von 100.70 Euro Ende 2017 hochschrauben. Die kleine Delle im Kursverlauf der SAP-Aktie seit Jahresbeginn ist da schon kaum der Rede wert und gehört zum alltäglichen Börsengeschehen mit dazu. Denn im Bereich der aktuellen Jahrestiefs gelang es einen klaren Boden um 82.05 Euro auszubilden, der allerdings noch mit einem weiteren Kurssprung über das markante Widerstandsniveau von 89.25 Euro sowie den gleitenden Durchschnitt EMA 200 auf Tagesbasis noch bestätigt werden müsste.

Mittelfristig jetzt interessant

Ebenfalls von einer weiter steigenden SAP-Aktie überzeugte Investoren können auf Basis eines Faktor-Zertifikates von einem weiteren Lauf des Wertpapiers profitieren und auf einen Kursanstieg zunächst an 89.25 Euro setzten. Darüber rückt schliesslich der Bereich um 93.50 Euro und die dortige Abwärtstrendlinie in den Fokus der Marktteilnehmer und könnte bereits in den kommenden Wochen angesteuert werden. Für ein Long-Investment eignet sich beispielshalber Faktor-Zertifikate auf SAP mit einem fest eingebauten Hebel besonders gut. Kurzfristige sowie risikoaffine Anleger, die von einer weiter steigenden SAP-Aktie ausgehen, überproportional jetzt von einem Aufschwung partizipieren.

Trotzdem bleiben die Hürden bei 89.25 Euro sowie der gleitende Durchschnitt EMA 200 noch als nicht zu unterschätzende Widerstände zu nennen, die für ein Folgekaufsignal erst noch überwunden werden müssen. An diesen Stellen läuft die Aktie nämlich Gefahr, einen kurzzeitigen Rücksetzer zu erleiden.



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27.01.2020 12:03:35

 

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