Rohstoffe: Warum die OPEC den Erdölpreis weiter beeinflusst

Rohstoffe: Warum die OPEC den Erdölpreis weiter beeinflusst

Mittwoch, 7. Oktober 2015 von Stefan EppenbergerLesezeit: 1 Minute

«Ein Mittel gegen einen tiefen Erdölpreis ist ein tiefer Erdölpreis.» Gemäss diesem Motto dürfte die OPEC 2014 entschieden haben, die Erdölproduktion nicht zu drosseln. Dem Ziel, der US-Schieferölindustrie das Wasser abzugraben, scheint die Organisation für erdölexportierende Länder nun näherzukommen. Dies könnte auch den Abwärtstrend des Erdölpreises bremsen, denn die Nachfrage bleibt nach wie vor stabil.

Der Erdölmarkt ist seit zehn Monaten im Umbruch

Am 27. November 2014 hatte die Organisation der erdölexportierenden Länder (OPEC) beschlossen, trotz globaler Überproduktion an ihrem Produktionsniveau festzuhalten. Der dadurch ausgelöste Preisverfall sollte die aufstrebenden US-Schieferölproduzenten treffen. Diese Rechnung scheint nun aufzugehen, denn die US-Schieferölindustrie verzeichnet zum ersten Mal überhaupt signifikant rückläufige Förderraten. Da die OPEC-Staaten nahe an ihren Rekordniveaus produzieren, könnten die seit zwei Jahren verzeichneten massiven Überschüsse schon bald der Vergangenheit angehören.

 

Nachfrageeinbruch in Schwellenländern?

Bleibt die Frage, wie sich die Nachfrage entwickelt. Trotz enttäuschenden Autoverkäufen in Schwellenländern wie China dürfte die Erdölnachfrage dank niedrigen Preisen auch nächstes Jahr um über eine Million Barrel pro Tag steigen. Der Ölpreistreiber sollte damit weiterhin auf der Angebotsseite zu finden sein, höchstwahrscheinlich bei der OPEC.

23.10.2021 00:53:30

 

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