Roche dürfte Marge bei Biosimilars verteidigen

Roche dürfte Marge bei Biosimilars verteidigen

Mittwoch, 14. März 2018 von Panagiotis SpiliopoulosLesezeit: 1 Minute

Biosimilars sind salonfähig geworden. Sikas feindliche Übernahme dürfte abgewehrt werden. Temenos’ «Track Record» bei Akquisitionen ist hervorragend.

Roche

Seit Jahresbeginn drückt das Risiko der Biosimilars auf den Kurs. Was ist passiert? Die drei sehr erfolgreichen Krebsmedikamente Herceptin, Avastin und Rituxan haben ihren Patentschutz verloren oder werden ihn verlieren. In der Vergangenheit wäre dies weniger ein Problem gewesen, denn Biosimilars gab es kaum. Nun sind sie aber salonfähig geworden. Es stellt sich die Frage, wie viel Einfluss sie auf die Originalpräparate haben. Die Unsicherheit bleibt gross. Roche kommunizierte, dass sie jedes Jahr wachsen würden und sie die Marge verteidigen können. Können sie das? Wir denken ja. Seine Medikamentenentwicklung ist sehr erfolgreich. Roche lanciert mehr denn je. Obwohl in der Anfangsphase noch nicht sehr profitabel, sollten Bio­similarsverluste durch die Neuheiten kompensiert werden können.


Sika

Nachdem letztes Jahr ein Rekord­ergebnis erzielt wurde, werden dieses Jahr erneut ein zweistelliges Um-satzwachstum, Margenverbesserung und ein Rekordergebnis angestrebt. Sika profitiert von der anhaltend starken Baukonjunktur in den Wachstumsmärkten (Osteuropa, Afrika, China) und der Markteinführung neuer Produkte sowie gezielter Akquisi­tionen. Letztere werden aus dem star- ken freien Cashflow finanziert und nicht durch neue Aktien, was eine Gewinnverwässerung zur Folge hätte. Der zuversichtliche Ausblick des Managements wird durch die bislang positive Geschäftsentwicklung 2018 gestützt. Das Urteil des Zuger Obergerichts sollte helfen, die feindliche Übernahme durch Saint Gobain abzuwehren und eine erfolgreiche Strategie als unabhängiges Unternehmen weiterzuverfolgen.


Temenos

Die sehr guten Resultate vermochten die Investorengemeinde wieder einmal zu überzeugen. Der führende Bankensoftwarehersteller steigerte den Umsatz mit Softwarelizenzen um 25 %; grosse Abschlüsse trugen wesentlich dazu bei. Auch der Ausblick 2018 lag deutlich über der Konsenserwartung, was der Markt mit anziehenden Kursen dankte. Eine Woche nach Publikation kündigte Temenos an, für GBP 1.4 Milliarden Fidessa zu übernehmen, einen der führenden Hersteller für Trading- und Kapitalmarktsoftware. Diese Appli­kation fehlte bisher im Portfolio. Die angekündigte Transaktion wurde mit Vorsicht aufgenommen, weil Fidessa in den letzten Jahren deutlich langsamer gewachsen ist als Temenos. Ängste dürften unbegründet sein; Temenos' «Track Record» bei Akquisitionen ist hervorragend.

18.09.2019 20:10:29

 

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