Preiskorrektur für Rohöl setzt sich fort

Preiskorrektur für Rohöl setzt sich fort

Dienstag, 6. Februar 2018Lesezeit: 4 Minuten

Der jüngste Ölpreisrückgang ist laut Analysten zum einen auf eine allgemeine Stimmungseintrübung zurückzuführen. Der steigende Dollarkurs dürfte ebenfalls eine preisdrückende Rolle spielen. Meldungen über eine steigende Fördermenge in den USA belasten das Sentiment zusätzlich.

Von kurzfristigen Rückschlägen abgesehen wird Gold teurer. Das jedenfalls erwarten die Analysten der Landesbank Hessen-Thüringen (Helaba): Der Preis des Edelmetalls soll demnach in Ende 2018 bis auf 1'420 US-Dollar je Feinunze steigen.

Die Industriemetalle befinden sich seit Wochen im Höhenrausch. Seit Jahresbeginn hat sich auch Nickel stark verteuert. Ein Grund für den jüngsten Preissprung ist eine kräftig anziehende Edelstahlproduktion. Dies treibt auch die Nachfrage nach Nickel an.

Rohöl: Preiskorrektur setzt sich fort

Die Ölpreise sind seit September vergangenen Jahres um 40% in der Spitze gestiegen. Die Notierung der Nordseesorte Brent erreichte Ende Januar mehr als 71 US-Dollar je Barrel, US-Leichtöl der Sorte WTI stieg bis auf 67 US-Dollar je Barrel. Teurer war Rohöl zuletzt im Dezember 2014. Von den Höchstständen sind die Ölpreise binnen einer Woche wieder deutlich zurückgekommen. Zu Wochenbeginn kostete das Barrel Brent nur noch knapp 68 Dollar, der WTI-Preis rutschte wieder unter 65 Dollar/Barrel.

Der Preisrückgang ist laut Analysten zum einen auf eine allgemeine Stimmungseintrübung zurückzuführen. „Es bestätigt sich, dass der starke Preisanstieg in den Wochen zuvor vor allem stimmungsgetrieben war“, so Analysten der Commerzbank. Der stabile Dollarkurs dürfte ebenfalls eine preisdrückende Rolle spielen. Ein robuster US-Arbeitsmarktbericht hatte dem Greenback Ende vergangener Woche Auftrieb gegeben. Weil der Rohstoff in US-Dollar gehandelt wird, verteuert sich Öl im Zuge eines steigenden Dollars in anderen Währungsräumen. Dies schmälert aber die Nachfrage und drückt damit auf die Notierung.

Am Markt stehen ferner regelmässig wiederkehrende Meldungen über eine steigende Fördermenge in den Vereinigten Staaten im Fokus. Am Freitag hatte die US-Ausrüsterfirma Baker Hughes erneut über einen Anstieg der Bohrlöcher in den USA berichtet. Demnach legte die Zahl der aktiven Bohrlöcher in der vergangenen Woche um weitere sechs auf 765 und damit auf den höchsten Wert seit vergangenen Sommer zu. Für Commerzbank-Analyst Eugen Weinberg ist es angesichts der stetig steigenden US-Ölproduktion vorstellbar, dass sich die Korrektur bei den Ölpreisen fortsetzt. „Die extrem optimistisch gestimmten spekulativen Finanzanleger dürften sich daher von ihren rekordhohen Netto-Long-Positionen trennen. In der Folge werden die Ölpreise zusätzlich unter Druck geraten“.


Gold steht laut neuer Prognose vor Aufwärtstrend

In Reaktion auf die guten Arbeitsmarktdaten und die anziehenden Löhne in den USA sprang die Rendite 10-jähriger US-Staatsanleihen vergangenen Freitag nach oben und der US-Dollar wertete auf. Dies wiederum belastete die Edelmetalle, der Preis für eine Feinunze Gold fiel um ein Prozent auf 1'327 US-Dollar. Zu Wochenbeginn stabilisierte sich die Notierung und kletterte zurück auf 1'335 US-Dollar/Unze.

Von kurzfristigen Rückschlägen abgesehen wird Gold teurer. Das jedenfalls erwarten die Analysten der Landesbank Hessen-Thüringen (Helaba): Der Preis des Edelmetalls soll demnach in Ende 2018 bis auf 1'420 US-Dollar je Feinunze steigen. Das wäre der höchste Stand seit dem Jahr 2013. Der Goldpreis ist zuletzt nicht so stark gestiegen wie die Aktienindizes. Heinrich Peters, Rohstoff-Analyst der Bank, erklärt, der relative Preis von Gold sei gegenüber Risikoanlagen wie Aktien in den vergangenen Jahren attraktiver geworden. Analyst Peters rechnet fest mit einer weitergehenden Korrektur an den Aktienmärkten. Das werde aber Umschichtungen in den Anleger-Portfolios zur Folge haben. Laut dem Experten dürften viele Anleger in dem Fall zumindest unter anderem auch vermehrt zu Gold greifen.

Das Edelmetall sei auch attraktiver als etwa Anleihen, da diese gleichfalls hoch bewertet seien, kaum Rendite bringen und das Risiko erheblicher Kursverluste in sich tragen würden. Auch Liquidität zu halten sei nicht so einfach wie früher, weil Negativzinsen fällig werden. Dies alles könnte dafür sprechen, dass Anleger vermehrt in Gold investierten. Eine anziehende Inflation und eine damit einhergehende sanfte Straffung der Notenbank spricht aus Sicht der Helaba zusätzlich für Gold. Nicht zuletzt dürfte eine kräftige Nachfrage öffentlicher Institutionen, also vor allem der Notenbanken an dem gelben Metall, die Notierung antreiben.

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Nickel: Starke Nachfrage sorgt für Preissprung

Die Industriemetalle befinden sich seit Wochen im Höhenrausch. Seit Jahresbeginn hat sich auch Nickel um fast zehn Prozent verteuert, womit es die beste Preisentwicklung unter den Industriemetallen aufweist. Ein Grund für den jüngsten Preissprung könnte von dem auf die Analyse der Stahlmärkte spezialisierten Research-Institut MEPS geliefert worden sein, wie die Analysen der Commerzbank berichten. Den Experten zufolge läuft die Edelstahlproduktion auf Hochtouren, was für eine entsprechend robuste Nachfrage nach Nickel sorge. Laut MEPS seien im letzten Jahr weltweit 48 Mio. Tonnen Edelstahl produziert worden - 4.9% mehr als im Vorjahr.

In diesem Jahr solle die Edelstahlproduktion im selben Ausmass auf dann 50.3 Mio. Tonnen anziehen. Dies wäre ein neuer Rekordwert. Dabei dürfte laut den Analysten in allen wichtigen Regionen/Ländern mehr Edelstahl hergestellt werden, wobei die asiatischen Produzenten die Nase vorn hätten.

Die Edelstahlindustrie ist mit einem Anteil von fast 70% die grösste Nachfragegruppe für Nickel. Sie stellt auch noch die viel zitierte Nickelnachfrage für Batterien klar in den Schatten, so die Commerzbank-Analysten.

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19.10.2021 21:53:19

 

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