Novartis Spin-off: Alcon

Novartis Spin-off: Alcon

Montag, 8. April 2019Lesezeit: 2 Minuten

Der Pharmakonzern Novartis hat bekannt gegeben, die Augenheilkunde-Sparte per 9. April 2019 als eigenständige Gesellschaft mit dem Namen Alcon abzuspalten. Das Spin-off erfolgt durch ein Double Listing an der Schweizer Börse, sowie in den USA unter den Ticker-Symbol «ALC». Die Aktionäre, welche bei Börsenschluss am 8. April 2019 im Besitz von Novartis–Aktien sind, sollen für je 5 Novartis-Aktien je eine Alcon-Aktie erhalten.

Für Anleger, welche im Besitz strukturierter Produkte von Vontobel sind, ergibt sich folgende Änderung: Gemäss des Anpassungsverfahrens der EUREX wird der Basiswert «Novartis» in bestehenden Produkten durch einen Basket ausgetauscht, welcher sich aus einer Novartis-Aktie und 0.2 Alcon Aktien zusammensetzen wird.

Die Geschichte von Alcon

Alcon wurde 1945 in Forth Worth in Texas, USA, von den Apothekern Robert Alexander und William Conner gegründet. Bereits kurz nach der Gründung fokussierten sie sich auf Augenheilkunde und das Unternehmen begann seinen Expansionskurs. Im Jahr 1971 erfolgte der Börsengang an der New York Stock Exchange. Zu diesem Zeitpunkt erwirtschaftete das Unternehmen einen Umsatz von 31 Millionen US-Dollar. 1978 wurde Alcon von Nestlé übernommen, welche durch die Akquisition den Einstieg in das Pharmageschäft wagte. Ab Dezember 2008 erfolgte schrittweise die Veräusserung an Novartis, welche im Jahr 2011 abgeschlossen war. Durch den Zusammenschluss von Alcon mit der Novartis-Sparte CIBA Vision, welche sich auf die Forschung, Entwicklung, Herstellung und Vermarktung von Kontaktlinsen und Kontaktlinsenpflegemitteln spezialisierte, entstand der Weltmarktführer in der Augenheilkunde.

Die aktuellen Geschäftsfelder

Die auf Augenheilkunde spezialisierte Tochter der Novartis bietet eines der umfassendsten Portfolios von Produkten zur Behandlung von Augenerkrankungen und -beschwerden. Die Sparte ist dabei in drei Geschäftsbereiche gegliedert:

Der Bereich «Surgical» beinhaltet Technologien und Geräte für die chirurgische Behandlung von Augenerkrankungen. Etwas mehr als die Hälfte aller Umsätze werden in diesem Segment generiert, in welchem Alcon die weltweite Nummer eins ist.

Der Bereich «Vision Care» ist das zweite wichtige Standbein des Unternehmens. Hier werden Kontaktlinsen sowie dazugehörige Pflegeprodukte produziert und vertrieben.

Der dritte Bereich «Pharma» umfasst das pharmazeutische Portfolio von Alcon, sowie Behandlungsoptionen für okulare und nasale Allergien sowie rezeptfreie Augentropfen und Vitaminpräparate für die Augen.

Der Börsengang

Wenn Alcon am 9. April an die Börse geht, gehen die meisten Analysten von einer Bewertung zwischen 19 und 25 Milliarden US-Dollar aus. Der Eröffnungskurs der knapp 490 Millionen Alcon-Aktien wird zwischen 40 und 45 Franken erwartet. Diese Einschätzung wird auch von den Analysten des Vontobel Aktien-Research geteilt.

Mit dieser Marktkapitalisierung wird Alcon von Beginn an zu den Blue Chips am Schweizer Aktienmarkt zählen und, wie der Börsenbetreiber SIX schon im Vorfeld ankündigte, in den Leitindex SMI® aufgenommen werden. Die Privatbank Julius Bär wird den Index dafür verlassen müssen.

21.08.2019 10:00:47

 

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