Ist der Ölpreisrutsch zu Ende?

Ist der Ölpreisrutsch zu Ende?

Montag, 3. Dezember 2018Lesezeit: 2 Minuten

Der jüngste Ölpreiseinbruch auf 50 US-Dollar pro Barrel ist gleichbedeutend mit dem tiefsten Stand seit 2015. In den letzten Wochen ist der Preis um 30% gesunken. Die Preise sind sehr volatil und könnten schlimmstenfalls wieder wie im Jahr 2014 zusammenbrechen.

Gründe für den Tiefstand

Die Ölpreise sind vor allem aufgrund der enormen Erhöhungen der Fördermenge in Saudi-Arabien gefallen. US-Präsident Donald Trump hat Saudi-Arabien mehrfach aufgefordert, die Fördermenge vor dem Hintergrund vergleichsweise hoher Benzinpreisen in den USA zu erhöhen. Beobachter sprachen zudem von einem nach wie vor zu hohen Angebot am Markt (Handelsblatt, 26.11.2018). 

Performance Rohöl

 

Ein weiterer Grund für den Fall um 30% ist, dass die Produzenten ihre Investitionsbudgets für 2019 aufstellen und sich ein abschwächender Markt zeigt. Diese Preisaussichten führen zu einem vorsichtigeren Vorgehen. Falls der Öl- und Gassektor ausfällt, könnten grosse Teile der Wirtschaft- von der Golfküste bis zum Rostgürtel leiden (Forbes, 28.11.2018).

Auswirkungen des Einbruchs

Die Vereinigten Staaten sind dank Schieferbohrungen in verschiedenen Staaten in weniger als einem Jahrzehnt unerwartet zum grössten Öl- und Gasproduzenten der Welt gewachsen. Die International Energy Agency (IEA) erwartet, dass das amerikanische Öl in den nächsten drei Jahren 80% der neuen globalen Produktion ausmachen wird.

Donald Trump hat bewiesen, dass er mehrere Hebel zur Verfügung hat, um die Ölpreise zu beeinflussen. Er bezeichnete die Entwicklung als grosse Steuersenkung für die Amerikaner und ermutigte Saudi-Arabien, die Preise noch weiter zu senken (Forbes, 28.11.2018).

Letztes Wochenende trafen sich die Staats- und Regierungschefs der 20 grössten Volkswirtschaften der Welt, um einen Konsens für einige Schlüsselfragen zu finden. Die Opec-Länder werden sich beim Treffen über die weitere Förderpolitik beraten. Fitch Solutions Experten vertreten die Meinung, dass dem Ölmarkt ein turbulentes Jahr 2019 bevorsteht, da eine Drosselung der Fördermenge voraussichtlich nicht ausreichen wird, um weitere Kursverluste zu vermeiden (Handelsblatt, 26.11.2018).

Interessante Investitionsmöglichkeit – Multi Barrier Reverse Convertibles

Es ist zu beobachten, dass einige Anleger nach dem Kurseinbruch bereits wieder in den Markt einsteigen (Handelsblatt, 26.11.2018). Ist Ihnen die Direktinvestition jedoch zu riskant und gehen Sie als Anleger von einem seitwärtstendieren oder leicht steigenden Markt aus?

Somit könnten die Autocallable Multi Barrier Reverse Convertibles eine interessante Anlagealternative bieten. Aufgrund des tiefen Spotpreises befindet sich der Sicherheitspuffer (Barriere von 60%) auf einem sehr tiefen absoluten Level. Die hohe Volatilität führt zudem zu einer besseren Bewertung der BRCs (Bloomberg, 27.11.2018).

Aufgrund des Autocallable-Feature profitieren Sie von einem höheren Coupon als bei einem regulären Barrier Reverse Convertible (BRC).

Kam es während der Laufzeit zum Barrierenereignis, und notiert der Kurs des Basiswertes am Laufzeitende unterhalb des Ausübungspreises, erfolgt eine Barauszahlung, die der Höhe der Schlussfixierung des Basiswertes entspricht. Im ungünstigsten Fall ist ein Totalverlust des eingesetzten Kapitals möglich. Der Anleger trägt ausserdem das Ausfallrisiko der Emittentin.

 

17.12.2018 11:05:31

 

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