Hohe Einstiegshürde bei Rohstoffen wegen Rollrenditen

Hohe Einstiegshürde bei Rohstoffen wegen Rollrenditen

Dienstag, 3. November 2015 von Stefan EppenbergerLesezeit: 1 Minute

Futures spielen an den Rohstoffmärkten eine entscheidende Rolle. Gegenüber dem sogenannten physischen Handel haben Terminkontrakte den Vorteil, dass Anleger keine Lager aufbauen müssen. Jedoch müssen Futures «gerollt» werden – ein auslaufender Kontrakt wird verkauft, ein neuer gekauft. Momentan ist der Preis für solche Transaktionen sehr hoch. Doch die Anleger sind nicht nur deshalb zurückhaltend.

Neben den Notierungen für die Rohstoffe lassen sich an den Warenterminbörsen auch deren impliziten Lagerkosten ablesen. Letztere treten dadurch zu Tage, dass die Preise für Terminkontrakte üblicherweise über dem tatsächlichen Börsenkurs, dem «Spotpreis» liegen. Diese Marktsituation, in der Fachsprache Kontango genannt, ist gegenwärtig im Energiebereich sehr stark ausgeprägt. Doch je steiler die Terminkurve, desto höher sind die sogenannten Rollkosten. Zurzeit verliert ein Investor in einem Erdölkontrakt der Sorte Brent über den Zeitraum eines Jahres betrachtet mehr als 10 Prozent an sogenannter Rollrendite.

Ein Engagement im Rohstoffsektor kann sich bei entsprechenden Preisbewegungen natürlich trotzdem lohnen, wenn auch unter Inkaufnahme hoher Volatilitäten. Allerdings müssten die Notierungen signifikant steigen. Jedoch ist dieses Szenario unseres Erachtens wegen des schwächer als erwarteten globalen Wirtschaftswachstums und der generell hohen Lagerbestände eher unwahrscheinlich.

 

22.10.2021 09:42:39

 

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