Goldfieber – so investieren Anleger heute in das Edelmetall

Goldfieber – so investieren Anleger heute in das Edelmetall

Mittwoch, 16. Januar 2019Lesezeit: 3 Minuten

Der US-chinesische Handelsstreit, Brexit-Verhandlungen sowie die allgemeine Verunsicherung an den Aktienmärkten verhalfen dem Goldpreis seit Mitte November zu einem sehenswerten Comeback. Doch nicht nur das Edelmetall nimmt immer weiter Fahrt auf, auch im Markt der Gold-Förderer tut sich derzeit einiges. Zwei grosse Zusammenschlüsse treiben die Kosteneffizienz der Branche voran. Von einer möglichen positiven Entwicklung könnten Anleger gleich doppelt profitieren.

Die M&A-Welle rollt

Bereits im September letzten Jahres kündigte das weltweit grösste Goldabbauunternehmen Barrick Gold die Übernahme des Rivalen Randgold Resources Ltd. an. Letzte Woche wurde der Zusammenschluss perfektioniert. Doch die Konkurrenz schläft nicht. Mit einer geplanten Übernahme von GoldCorp holt der Konkurrent Newmont Mining zum Gegenschlag aus.

Barrick Gold: Das weltweit grösste Goldbergbauunternehmen

Das im Jahre 1983 in Toronto, Kanada gegründete Unternehmen, ist das weltweit grösste Goldbergbauunternehmen. Mit mehr als 17’500 Mitarbeitern weltweit und Abbaubetrieben in 11 Ländern und auf 4 Kontinenten ist das Unternehmen in der Lage jährlich ca. 200 Tonnen Gold zu fördern. Neben Gold baut das Unternehmen auch Silber und Kupfer ab. 2017 waren die Kanadier in der Lage einen Umsatz von rund 11 Mrd. Canada-Dollar zu erwirtschaften mit einer Gewinnmarge von 17.17%.

Rasanter Start in 2019 – Übernahme von Randgold

Am 02. Januar dieses Jahres war es soweit. Barrick vollendete die im September angekündigte Übernahme des Rivalen Randgold Resources Ltd. zu einem Kaufpreis von 5.4 Mrd. USD. Im Rahmen der Vereinbarung wurde Mark Bristow, bislang CEO von Randgold, zum Chief Executive Officer von Barrick ernannt. «Ohne Zweifel muss sich die Branche verändern», sagte Bristow in einem Interview aus New York, wo das kombinierte Unternehmen am Mittwoch den Handel der neuen Papiere begann. «Wir glauben, dass wir damit den Grundstein legen. Wir sind auf dem besten Wege ein Blue-Chip Unternehmen zu sein.»

Durch den Zusammenschluss der beiden Unternehmen wird Barrick fünf der zehn ertragreichsten Goldminen der Welt betreiben, von Nevada über Südamerika nach Mali und die Demokratische Republik Kongo.

Während das neue Unternehmen weiterhin als Barrick firmiert, ändert sich jedoch das Handelskürzel an der NYSE zu GOLD, dem vorherigen NASDAQ-Kürzel von Randgold. «In all unseren Vorhaben werden wir von einer langfristigen Strategie geleitet und verfolgen klare Umsetzungspläne, die nachhaltige Erträge und Vorteile liefern sollen», so das Management-Team in einem gemeinsamen Schreiben an die Stakeholder.

Rückenstärkende Projekte

Mit Ausblick auf 2019 startet Barrick mit einer umfangreichen Projektpipeline ins neue Jahr. Der Beginn der Abbauarbeiten im Werk in Buzwagi, der Abschluss von Rahmenuntersuchungen zur Mine in Reko Diq, Pakistan sowie das Voranschreiten der Entwicklung einer Untertagemine in Nevada – um nur einige Projekte für 2019 zu nennen.

Aufholjagd der Konkurrenz

Barrick Gold so einfach das Feld überlassen will die Konkurrenz natürlich nicht. Newmont Mining, der bislang zweitgrösste Player im Goldbergbau, gab am Montag, 14.01.2019 ein Angebot von 10 Milliarden US-Dollar für die Übernahme von GoldCorp ab. Ein Schritt, der Branchenkenner nicht überrascht. «Es gebe einfach zu viele Firmen in der Branche – und zu wenige qualitativ hochwertige Abbaumöglichkeiten weltweit» sagt Sean Boyd, CEO des kanadischen Minenunternehmens Agnico Eagle Mines. Durch die Übernahme von Konkurrenten streben die Goldproduzenten daher nach der Optimierung ihres Minenportfolios und einer Verbesserung der Kosteneffizienz.

Kostensenkungen von 100 Mio. US-Dollar pro Jahr

Mit einer aggregierten Produktion von etwa 7.9 Millionen Unzen pro Jahr würde aus dem Zusammenschluss der kanadischen GoldCorp mit der aus Denver stammenden Newmont Mining, der am Output gemessen grösste Goldförderer weltweit hervorgehen. Einer der ersten Schritte des neuen Konzerns wird die Veräusserung weniger attraktiver Teile von GoldCorp sein, so Newmont CEO Gary Goldberg. Durch den Verkauf mehrerer Minen und das grosse Synergiepotenzial verspricht sich das Unternehmen Denver, im US-Bundesstaat Colorado, einen Erlös von etwa 1.5 Milliarden Dollar und Kosteneinsparungen von etwa 100 Millionen US-Dollar pro Jahr. Noch ist der Deal allerdings nicht abgeschlossen, denn neben der Zustimmung der Aktionäre beider Unternehmen müssen auch die Kartellbehörden ihr Einverständnis geben. Sind diese Voraussetzungen erfüllt, könnte die Transaktion bereits im zweiten Quartal 2019 abgeschlossen werden.

Ihre Chance auf einen zweiten Coupon

Die Doppelcoupon-Variante eines BRCs bietet die Chance auf 2x10% p. a. Denn zusätzlich zum garantierten Coupon, erhält der Anleger die Möglichkeit einen bedingten Coupon zu erhalten, vorausgesetzt, dass ein Coupon Trigger Event stattfindet. Interessant für Investoren, die bei den Goldminenaktien mindestens mit einer Seitwärtsbewegung rechnen und ihr Aktienkursrisiko gegenüber der Direktanlage reduzieren wollen. Denn durch den eingebauten Sicherheitspuffer von 40% sind Anleger bis zur Barriere (60%) vor allfälligen Kursrückschlägen geschützt. Im ungünstigsten Fall ist jedoch ein Totalverlust des eingesetzten Kapitals möglich. Sollten sich die Kurse jedoch positiv entwickeln und am Ende der Laufzeit oberhalb ihres Coupon Trigger Levels (Anfangsniveaus) schliessen, so erhalten Anleger den doppelten Coupon. Der Anleger trägt das Emittentenrisiko.

 

19.09.2019 06:40:11

 

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