Europäische Airlines mit Chance auf Kapitalschutz

Europäische Airlines mit Chance auf Kapitalschutz

Mittwoch, 25. September 2019Lesezeit: 2 Minuten

Die europäischen Airlines haben eine schwere Zeit hinter sich – und der jüngste Öl-Schock nach den Angriffen in Saudi-Arabien war nur eine weitere Hiobsbotschaft. Flugverbote und Streiks erschweren die Lage zusätzlich. Das ist in den Aktienkursen zu spüren. Ein attraktiver Einstiegszeitpunkt?

Airlines stehen unter Druck

Verschiedenste Airlines und Reiseanbieter haben in der letzten Zeit zu kämpfen. Bei Britisch Airways zum Beispiel gab es vor Kurzem einen 2-tägigen Streik, wodurch ca. 1'600 Flüge gestrichen werden mussten; rund 200'000 Passagiere waren betroffen. Anfang dieser Woche folgte gleich die nächste Hiobsbotschaft: Reiseunternehmer Thomas Cook musste Insolvenz anmelden, nachdem der weltweit älteste Reisekonzern Investoren am Sonntag nicht von der dringend notwendigen Finanzspritze überzeugen konnte. Medienberichten zufolge sind rund 600'000 Urlauber von der Pleite betroffen.

Doch mit diesen schlechten Nachrichten noch nicht genug. So erfolgte vor Kurzem ein Angriff auf die weltgrösste Ölraffinerie in Saudi-Arabien, welcher Ölpreise in die Höhe trieb und die Airlines zusätzlich unter Druck stellte. Und dann sind da noch der Brexit, der Handelskonflikt und nicht zuletzt das Flugverbot der Boeing 737 Max…

All diese negativen Nachrichten widerspiegeln sich in den Aktienkursen der Airlines. Bei Lufthansa und International Consolidated Airlines Group (dazu gehören u.a. die British Airways und Iberia) ging es bei den Aktienkursen in den letzten 12 Monaten um mehr als 20% nach unten. Einzig die Air France-KLM Aktie konnte sich stabil halten. Gemäss einem HSBC Analysten zurecht, denn mit den Restrukturierungsplänen ginge es gut voran – das Kursziel beziffert er daher auf 12 Euro.

Stärkeres Wachstum als das BIP

Anders als bei der British Airways und Thomas Cook gibt es auch gute Seiten an der Reise-Branche: denn diese wächst so stark wie kein anderer Sektor. So wurde im Jahr 2017 nach Angaben der UNWTO über 1.3 Milliarden weltweite grenzüberschreitende Reiseankünfte gewählt. Im Vergleich dazu: 1950 waren es lediglich 25 Millionen. Und in den letzten acht Jahren wuchs der Sektor schneller als das weltweite BIP. Auch die beiden Wachstums-Sektoren IT und Gesundheitswesen konnten mit dem rasanten Wachstum nicht mithalten. Der «Reise-Anteil» am weltweiten BIP beträgt mittlerweile mehr als 10% – Tendenz steigend.

Aus der Konstellation der aktuell relativ tiefen Aktienkurse und den Wachstumsaussichten könnte sich für Investoren eine interessante Opportunität ergeben. Gehen Sie als Anleger davon aus, dass mindestens einer der europäischen Airlines seine Kurse halten kann – oder höchstens 5% verliert, dürfte der One Star Barrier Reverse Convertible eine interessante Anlagemöglichkeit für Sie darstellen.

One Star-Feature

Lock-in Event

Mit einem One Star BRC muss nur einer der Basiswerte am Laufzeitende lediglich auf oder über dem jeweiligen Lock-In-Level schliessen, damit es zu einer 100%igen Rückzahlung des Nennwertes kommt. Im aktuellen Beispiel liegt dieses Level bei 95% der Kurse bei Anfangsfixierung. Um den Kapitalschutz zu aktivieren, reicht es also, wenn mindestens einer der zugrundeliegenden Basiswerte bis am Laufzeitende weniger als 5% Kursverluste einfährt. Tritt also ein Lock-in Event ein, ist es für die Rückzahlung bedeutungslos, wenn die Barriere während der Laufzeit durchbrochen wurde (Szenario 2 in der Grafik unten) – das eingesetzte Kapital wäre geschützt.

Ohne Lock-in Event

Kommt es am Laufzeitende zu keinem Lock-in Event, das heisst die Aktienkurse der Basiswerte liegen unterhalb der jeweiligen Lock-in-Levels, entsprechen die Rückzahlungsszenarien denen eines normalen BRCs. Wenn also die Barriere berührt wird, so erfolgt eine Barabgeltung entsprechend dem Basiswert mit der schlechtesten Wertentwicklung. Genau wird der Nennwert minus die prozentuale Differenz zwischen dem Ausübungspreis und dem Schlusskurs des Basiswerts mit der prozentual schlechtesten Wertentwicklung ausbezahlt.

Ohne Lock-in-Event und ohne Barrierenberührung wird am Ende der Laufzeit der Nennwert zurückbezahlt.

Der Coupon von 7% p.a. wird in jedem Fall ausbezahlt. Der Anleger trägt in allen Szenarien das Ausfallrisiko der Emittentin.

 

 

 

01.03.2021 05:52:03

 

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