Erleben Zykliker einen Aufschwung?

Erleben Zykliker einen Aufschwung?

Donnerstag, 25. März 2021Lesezeit: 2 Minuten

Inflationssignale, welche sich rund um den Globus bemerkbar machen, lassen auch Aktieninvestoren nicht kalt. Denn vielerlei Wachstumsaktien, wie es beispielsweise Aktien aus dem Technologiesektor sind, mussten im Hinblick auf den erwarteten Preisanstieg Verluste hinnehmen. Defensive Aktienscheinen in dem aktuellen Umfeld auch nicht besonders gefragt zu sein. In der Schweiz lässt sich deshalb eine Sektor Rotation hin zu zyklischen Aktien beobachten. Daraus könnten sich interessante Anlagemöglichkeiten ergeben.

In vielen Regionen dieser Welt sind die Inflationssignale, die sich in den vergangenen Wochen vermehrt bemerkt gemacht haben, nicht mehr zu übersehen. Die weltweiten Impfkampagnen lassen die Hoffnung auf eine wirtschaftliche Erholung steigen; die Investitionsfreudigkeit und somit auch die Nachfrage nach Kapital steigen – und gehen mit einem Zinsanstieg an den Anleihenmärkten einher.

Höhere Rohstoffpreise werden oftmals als Vorboten für eine anstehende Inflation betrachtet. Ein Beispiel dafür ist Kupfer. Der Preis des Industriemetalls ist alleine in diesem Jahr schon um etwa 15% angestiegen und befindet sich nun auf einem zehn Jahres Hoch. Nach einem erneuten Angriff von Huthi Rebellen auf saudi-arabische Ölfelder Anfang März ging es auch mit den Ölpreisen kräftig nach oben. Die Sorte Brent Crude Oil kratzte an der 70 US-Dollar Marke und war auf gutem Wege das Vor-Corona-Niveau zu erreichen, vordem eine Korrektur Richtung 60 US-Dollar einsetzte. Auch weitere Rohstoffe, die in der Industrie verwendet werden, erleben ein starkes Comeback. Der Bloomberg Commodity Index, welcher die Futures von 20 Rohstoffen abbildet, ist seit Jahresbeginn um mehr als 7% angestiegen (Bloomberg, Stand am 23.03.2021).

Ein weiterer Grund für die höheren Inflationserwartungen sind die ausserordentlichen geld- und fiskalpolitischen Massnahmen, welche während der Corona-Pandemie weltweit von den Regierungen verfolgt wurden. Alleine in den USA wurde jüngst unter dem neuen Präsidenten Joe Biden ein Fiskalpaket in Höhe von 1.9 Billionen US-Dollar verabschiedet. Gepaart mit guten Impfaussichten sind deshalb auch die Wachstumsprognosen für die Wirtschaft gestiegen. So erwartet die OECD für die USA in diesem Jahr ein Wirtschaftswachstum von 6.5% und 4% für 2022.

Von den Inflationsängsten und den Auswirkungen der bevorstehenden Preisanstiege bleiben aber auch Aktieninvestoren nicht verschont. Insbesondere bei Titeln der Technologieunternehmen aus den USA kam es aufgrund der steigenden Inflationserwartungen – und den damit einhergehenden höheren Zinserwartungen – zu erheblichen Verlusten. Bei diesen Aktien werden nämlich die erwarteten, zukünftigen Erträge sehr stark in den Aktienkurs eingepreist und mit steigenden Zinsen müssen diese auch stärker diskontiert werden. Zudem bedeuten höhere Zinsen auch höhere Finanzierungskosten, was bei hochverschuldeten Wachstumsaktien keine guten Aussichten sind.

Defensive Aktien, welche weniger vom Wirtschaftszyklus abhängen und sich letztes Jahr gut entwickelt haben, scheinen in dem aktuellen Umfeld auch nicht besonders gefragt zu sein. In der Schweiz lässt sich deshalb eine Sektor Rotation hin zu zyklischen Aktien beobachten, welche sich tendenziell in Zeiten eines Wirtschaftsaufschwungs besser entwickeln als der breite Aktienmarkt. Für Anleger, die daran glauben, dass die Zykliker in der nächsten Zeit zulegen oder seitwärts tendieren, könnte ein Barrier Reverse Convertible auf die zyklischen Titel ABB, Swatch, LafargeHolcim, Geberit und Sika eine interessante Anlagemöglichkeit bieten.

Im Vergleich zur Direktinvestition bietet der BRC dem Anleger einen gewissen Risikopuffer. Denn durch die eingebaute Barriere ist der Anleger vor Kursrückschlägen bis zur Barriere geschützt. Dafür ist die Gewinnmöglichkeit auf den Coupon beschränkt. Im Extremfall ist ein Verlust des eingesetzten Kapitals möglich, da Anleger im Falle eines Barrierenereignisses der Entwicklung des schwächsten Basiswertes ausgesetzt sind. Der Anleger trägt ausserdem das Emittentenrisiko.

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