Elektrofahrzeuge – der Boom hat begonnen

Elektrofahrzeuge – der Boom hat begonnen

Mittwoch, 10. Februar 2021Lesezeit: 3 Minuten

Elektrofahrzeuge (EV) werden bald leistungsstärker, billiger und umweltfreundlicher sein als die heutigen Verbrennungsmotoren und spätestens in 17 Jahren an der Spitze der meistverkauften Autos stehen. Der neue «Vontobel Electric Vehicle Basket» bietet die Möglichkeit, an diesem spannenden Thema zu partizipieren.

Tesla-Aktie geht durch die Decke

Krisen verstärken bestehende Trends. Das vergangene Jahr hat dies eindrucksvoll bestätigt. So wundert es nicht, dass Tesla ganz oben auf der Liste der Top-Performer im Jahr 2020 steht. Der Aktienkurs des Elektroauto-Pioniers stieg um sagenhafte 843 Prozent. Damit hat das Unternehmen einen höheren Börsenwert als Toyota, VW, Renault-Nissan, General Motors, Hyundai-Kia, SAIC Motor, Ford, Honda und Fiat-Chrysler zusammen. Und dies, obwohl Tesla anders als die anderenen genannten Autohersteller im Jahr 2020 keine Millionen an Autos verkauft hat. Einen noch stärkeren Zuwachs verzeichnete der chinesische Elektroauto-Pionier Nio, deren Titel im Jahresverlauf um 1000% zulegten.

Der EV-Boom hat begonnen

Bekanntermassen orientieren sich Aktienkurse nicht an den aktuellen, sondern vor allem an den künftigen Erträgen. Und in der Tat sieht es derzeit so aus, als würde der Marktanteil von Elektroautos bald stark ansteigen. Laut Prognosen von Bloomberg NEF (BNEF) wird der EV-Anteil an den weltweiten Autoverkäufen von heute weniger als 3% auf mehr als 20% im Jahr 2030 anwachsen. Bereits im Jahr 2037 sollten die Verkaufszahlen von Elektroautos höher liegen als jene von Autos mit Verbrennungsmotor.

Die Prognosen sind nicht aus der Luft gegriffen. Die Absatzziele für Elektroautos verschiedener weltweit führender Automobilhersteller wurden kürzlich auf über 20% im Jahr 2030 angehoben. Der Wandel innerhalb der Autoindustrie ist nicht aufzuhalten. Der Grund dafür ist nicht nur im technischen Fortschritt zu sehen, sondern ist insbesondere auch durch den zunehmenden Druck der Regulierungsbehörden begründet. Vorbild für viele ist das Beispiel Norwegen. Aufgrund zahlreicher steuerlicher Anreize für Elektroautos liegt der Marktanteil bereits heute bei über 50% beim Neuwagenverkauf. Norwegens Ziel ist eine 100%-Quote bis zum Jahr 2025. Andere Nationen haben kürzlich ebenso Null-Emissions-Ziele festgelegt, Schweden für 2030, Grossbritannien für 2035, Frankreich für 2040 und Deutschland für 2050. Gleichzeitig werden die CO2-Emissionsgrenzwerte für Fahrzeugflotten in Europa permanent gesenkt, was EVs zu Gute kommen dürfte. Denn die meisten CO2-Emissionen von E-Fahrzeugen entstehen bei der Herstellung, nicht beim Autofahren selbst. Über ihre gesamte Lebensdauer betrachtet sind EVs gemäss den meisten Studien umweltfreundlicher als Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor.

Günstigere Batterien sind der Schlüssel zum Erfolg

Trotz der positiven Aussichten für EVs werden die Strassen vermutlich auch noch im Jahr 2040 von Verbrennern dominiert sein. Gemäss den Zahlen von BNEF wird in 20 Jahren nur knapp ein Drittel aller Autos auf der Strasse elektrisch betrieben sein. Der Übergang zur Elektrifizierung von Fahrzeugen könnte aber auch deutlich schneller vonstattengehen. Zum einen dürfte der Anstieg der CO2-Emissionen nach den Annahmen von BNEF bestenfalls gebremst, aber nicht reduziert werden. Der politische Druck auf die Autoindustrie könnte daher eher zu- als abnehmen. Auf der anderen Seite werden Elektromotoren im Vergleich zu Verbrennungsmotoren auch aus Kostengründen immer attraktiver für Verbraucher. Die variablen Kosten liegen bereits heute deutlich tiefer. Aufgrund von Steuervorteilen kostet jeder gefahrene Kilometer deutlich weniger, als dies bei dem klassischen Verbrenner der Fall ist, obwohl Benzinpreise derzeit äusserst niedrig sind. Hinzu kommen deutlich geringere Wartungskosten.

Auch der Anschaffungspreis von E-Fahrzeugen könnte bald konkurrenzfähig werden, auch ohne staatliche Subventionen. Elementar sind dabei die Batteriekosten. Ein Blick auf die Entwicklung der letzten Jahre lässt weiter fallende Kosten vermuten. Der Preis für einen Batteriesatz ist von über USD 1’000 pro Kilowattstunde (USD/kWh) im Jahr 2010 auf USD/kWh 156 gefallen. Dies entspricht einer Reduktion von jährlich 20%. Nach Schätzungen der Internationalen Energieagentur sollte der Vorsteuerpreis von Elektroautos innerhalb der nächsten fünf Jahre mit jenem von Fahrzeugen mit Verbrennungsmotor vergleichbar werden, selbst wenn sich die Tendenz der sinkenden Kosten für Batterien verlangsamen sollte.

Wie können Anleger an diesem Trend partizipieren?

Mit den neuen Tracker Zertifikaten auf den Vontobel Electric Vehicle Basket können Anleger diesen schnell entwickelnden Markt mit nur einem Produkt abbilden. Der Basket enthält Aktien von Unternehmen, die sich mit der Herstellung von Elektrofahrzeugen, Elektrofahrzeugkomponenten, Ladeinfrastruktur, Batterien und verwandten Materialien beschäftigen. Die genaue Titelselektion und Gewichtung bei Anfangsfixierung kann dem Termsheet entnommen werden. Der Anleger trägt das Emittentenrisiko.

 

Weitere Hintergründe zur Nachhaltigkeit von E-Autos resp. Batterien finden Sie im Artikel "Nachhaltig investiert: Batterie-Recycling macht E-Mobilität grüner"

01.12.2021 08:03:41

 

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