Drei Optionen, in Energie zu investieren

Drei Optionen, in Energie zu investieren

Dienstag, 15. März 2022Lesezeit: 3 Minuten

In der heutigen Zeit entsteht oft der Eindruck, dass jeder Investor seine Anlagestrategie stetig anpassen muss. Ständig gibt es neue Trendthemen und über das Internet verbreiten sich neue Ideen schneller als jemals zuvor. Doch auch in einem so schnelllebigen Umfeld gibt es langfristige Entwicklungen, die nicht nur unseren Alltag stark prägen, sondern auch wirtschaftlich interessant bleiben. Dadurch können Themeninvestments für Investoren mit Weitblick besonders interessant werden. Nach der Identifizierung eines solchen Trendthemas, stehen Anleger vor einem Meer an möglichen Einzeltiteln. Hier nun die aussichtsreichsten Titel auszuwählen und die Auswahl stetig zu kontrollieren, erfordert viel spezifisches Fachwissen und ebenso viel Zeit. Dazu müssen Anleger viele einzelne Transaktionen vornehmen. Hier können Partizipationsprodukte eine Möglichkeit bieten, ganze Themenbereiche abzudecken.

Unabhängig durch Atomkraft

Auch kontrovers diskutierte Themen wie Atomkraft sind über Tracker-Zertifikate investierbar. Während Deutschland sich von der Atomkraft abgewendet hat, bauen andere Mitgliedsstaaten weitere Atomkraftwerke. In Finnland wurde im März 2021 der fünfte Reaktor des Landes fertiggestellt. Auch Polen spricht sich dafür aus, Atomkraft anstelle von Kohle, welche aktuell einen Anteil von rund 70 Prozent am Energiemix des Landes ausmacht, für die Energiegewinnung zu nutzen. Um den Kohleausstieg zu bewältigen, sollen in Polen nun sechs neue Reaktoren gebaut werden. Erst jüngst gab es sogar einen Vorstoss der EU-Kommission im Bereich der Taxonomie, wonach Investitionen in Atomkraftwerke unter bestimmten Auflagen als klimafreundlich eingestuft werden sollen.

Auch die Bestrebungen der Europäischen Union, zukünftig unabhängiger von Energieexporten aus Nicht-Mitgliedsstaaten zu werden, könnten zu einem generellen Umdenken in Deutschland führen. So wurde jüngst erst bekannt gegeben, dass der deutsche Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne) eine Laufzeitverlängerung der deutschen Atomkraftwerke prüfe. Dies könnte langfristig zu einer höheren Akzeptanz der Kernkraft als Brückentechnologie für die Klimaziele der Europäischen Union führen. Eine Möglichkeit, in Unternehmen rund um das Thema Atomenergie zu investieren, stellen die Tracker-Zertifikate auf den Vontobel Nuclear Energy Index dar, welcher sich aus einer Reihe von Branchenvertretern zusammensetzt.

Steigende Ölpreise

Innerhalb weniger Monate vervielfachte sich zuletzt der Ölpreis. Bereits im Januar dieses Jahres erreichte der Ölpreis ein Sieben-Jahres-Hoch. Ein zentraler Grund war zum damaligen Zeitpunkt die Erholung der Wirtschaft nach den strengen Auflagen zu den Hochphasen der Corona-Pandemie. Aufgrund der steigenden Energiepreise rücken Investitionen in den Ölsektor verstärkt in den Fokus der Anleger. Eine Möglichkeit, in diesen Sektor zu investieren, bieten unter anderem die Tracker-Zertifikate auf den Vontobel Oil-Strategy Index.

Grundsätzlich gibt es zwei Möglichkeiten, um an einem Anstieg des Ölpreises zu partizipieren: Zum einen kann in Aktien der Ölkonzerne investiert werden, um an der Preisentwicklung des Öls indirekt teilzuhaben. Alternativ kann man in Öl-Terminkontrakte (sogenannte «Futures») investieren, was jedoch aufgrund der Volumina für Privatanleger praktisch nicht möglich ist. Der Vontobel Oil-Strategy Index kombiniert beide Strategien: Je nach Form der Ölpreis-Futures-Kurve investiert er phasenweise entweder in Aktien oder in Futures. In einer «Backwardation»-Situation, also in Zeiten, in denen der Kurs der Öl-Futures mit längerer Laufzeit auf einem niedrigeren Niveau liegt als solche Öl-Futures mit kürzerer Laufzeit (die Kurve fällt also), ist der Index in die entsprechenden Futures investiert. Somit sollen mögliche Rollgewinne vereinnahmt werden. In einer «Contango»-Konstellation (steigende Futures-Kurve) jedoch wird in Öl-Aktien investiert, um den Nachteil möglicher Rollverluste zu minimieren, die entstehen, wenn auslaufende Kontrakte gegen solche mit längerer Laufzeit und höheren Preisen getauscht werden müssen. Das Open-End Tracker-Zertifikat auf den Vontobel Oil-Strategy-Index könnte somit eine interessante Anlageoption im Bereich Öl darstellen.

Wasserstoff – zukunftsträchtiger Energieträger?

Die entfachende Diskussion über Atomkraft und steigende Ölpreise könnte auch wieder Wasserstoff als Anlagemöglichkeit in den Fokus rücken. Dabei steht die Technologie wahrscheinlich noch am Anfang. Allgemein gilt in vielen Wirtschaftssektoren «grüner Wasserstoff» als sehr vielversprechend. So schätzt das Hydrogen Council den globalen Markt für Wasserstoff- und Brennstoffzellen auf rund 125 Mrd. EUR für das Jahr 2030. Dazu werden viele Wasserstoffprojekte aufgrund des Zukunftspotentials staatlich gefördert. Erst letztes Jahr wurde eine europäische Initiative in Höhe von 33 Mrd. EUR beschlossen.

Die Euphorie über das Potenzial von Wasserstoff könnte auch Anleger erneut packen. Das könnte wieder zu steigenden Kursen für Wasserstoffaktien führen. Doch die Selektion der «richtigen» Wasserstoffaktie ist sicherlich nicht ganz einfach – und das Halten von einzelnen, oftmals stark schwankenden Titeln im Portfolio ist vielen Anlegern zu riskant. Vontobel hat in Zusammenarbeit mit dem Indexanbieter Solactive genau zu diesem Zweck einen entsprechenden Index ins Leben gerufen welcher sich aus 15 Unternehmen, die im Bereich von Wasserstoff führend sind, zusammensetzt. Interessierten Anlegern wird mit dem Open-End Tracker-Zertifikat auf den Solactive Hydrogen Top Selection Index (NTR) die Möglichkeit geboten, an der Entwicklung des Wasserstoff-Sektors zu partizipieren.

 
28.11.2022 09:24:24

 

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