Der Goldpreis liebäugelt mit einem frischen Neun-Monats-Hoch

Der Goldpreis liebäugelt mit einem frischen Neun-Monats-Hoch

Donnerstag, 31. August 2017Lesezeit: 3 Minuten

Die Ölpreise reagierten zu Wochenbeginn auf die Beeinträchtigungen der US-Ölproduktion und Rohölverarbeitung durch den Wirbelsturm „Harvey“ mit Verlusten. Der jüngste Preisanstieg in Gold ist in der Hauptsache auf die Schwäche des US-Dollars zurückzuführen.

Rohöl: Temporäre Stilllegung von Raffineriekapazitäten

Die Ölpreise reagierten zu Wochenbeginn auf die Beeinträchtigungen der US-Ölproduktion und Rohölverarbeitung durch den Wirbelsturm «Harvey» mit Verlusten. Weite Teile im Süden von Texas lagen am vergangenen Wochenende unter Wasser und Präsident Donald Trump erklärte die betroffene Region zu einem Katastrophengebiet. Die Energieproduktion in der US-Öl- und Gasindustrie wurde unterbrochen. Der Öl-Konzern Exxon legte die zweitgrösste Raffinerie der USA still.

Die Ausfälle der US-Rohölproduktion im Golf von Mexiko belaufen sich laut dem Amt für Sicherheit und Umwelt auf knapp 400'000 Barrel pro Tag. Auch an Land könnten bis zu 300'000 Barrel pro Tag an Produktionskapazitäten geschlossen worden sein, schätzen die Analysten der Commerzbank. Betroffen hiervon sei insbesondere das Schieferölvorkommen Eagle Ford im Süden von Texas. Allerdings stehen der geringeren Produktion auch rund 2 Mio. Barrel pro Tag an fehlender Nachfrage durch geschlossene Raffineriekapazitäten an der texanischen Golfküste gegenüber. Wie lange die Raffinerien geschlossen bleiben, ist noch unklar.

Nach Einschätzung des Experten Mark Pervan vom Analysehaus AME Group hat Hurrikan Harvey nicht mehr so starke Auswirkungen auf die Ölpreise wie die Wirbelstürme der vergangenen Jahre. In den USA habe sich der Schwerpunkt der Ölförderung zuletzt zunehmend auf das Landesinnere verlagert und weg von der Küste.

 

Gold nähert sich Neun-Monatshoch

Der Goldpreis liebäugelt wieder mit der 1'300 US-Dollar-Marke, die bereits kurzzeitig Mitte des Monats gefallen war. Der Preisanstieg ist nach Einschätzung von Rohstoffanalysten der Commerzbank in der Hauptsache auf die Schwäche des US-Dollars nach den Reden von Fed-Chefin Janet Yellen und EZB-Präsident Mario Draghi am vergangenen Freitag auf der Notenbank-Konferenz in Jackson Hole zurückzuführen. Der Euro hat zum Greenback in diesem Jahr bereits rund 15% an Wert zugelegt. Experten erklärten den jüngsten Euro-Höhenflug damit, dass Draghi keine kritischen Töne zur jüngsten Euro-Aufwertung geliefert hat.

Unterstützt wurde der Goldpreisanstieg zuletzt auch durch die Investitionen in den weltgrössten Gold-ETF ‚SPDR Gold Trust’ von knapp 6 Tonnen - immerhin der grösste Tageszufluss seit Anfang Juni. Auch die spekulativen Finanzanleger setzen weiter auf einen steigenden Goldpreis. Die Netto-Long-Positionen legten in der vergangenen die sechste Woche in Folge zu und erreichten per 22. August mit 194'000 Kontrakten den höchsten Stand seit Anfang Oktober 2016.

Die Nachfrage nach physischem Gold hat sich bei den weltgrössten Abnehmern China und Indien zuletzt insgesamt leicht abgekühlt. Laut Daten der Statistikbehörde Hongkong hat China im Berichtsmonat Juli unterm Strich 72 Tonnen Gold aus Hongkong importiert. Das waren etwas mehr als im Vormonat, allerdings fast 20 Tonnen weniger als im Vorjahr. Aus der Schweiz hatte China im Juli mit 19 Tonnen deutlich weniger Gold importiert. Das stellt das niedrigste Monatsniveau in diesem Jahr dar.

In Indien kam es in den ersten sieben Monaten laut Daten der Zentralbank zu Goldimporten von rund 580 Tonnen - ein leicht niedrigeres Niveau im Vergleich zum Vormonat. Allerdings war nach der Einführung der Mehrwertsteuer Anfang Juli ein Einbruch befürchtet worden.

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Kupfer: Fundamental sind die Preisanstiege nicht zu erklären

Der Kupferpreis ist zu Wochenbeginn an der Shanghaier Börse (SHFE) erstmals seit September 2013 auf 53'000 Yuan je Tonne gestiegen. Umgerechnet sind dies rund 8'000 US-Dollar/Tonne. Für den Preisanstieg sehen die Experten der Commerzbank vor allem den anhaltenden spekulativen Sog seitens chinesischer Großanleger verantwortlich.

Weiterhin stützen die robusten Wachstumsaussichten Chinas, der Rückgang der LME-Kupferlagerbestände auf den tiefsten Stand seit Anfang März und der schwache US-Dollar die Notierung für das Industriemetall. «Das Ausmass des Preisanstiegs ist stark überzogen und kaum fundamental zu erklären, weil die Produktion wegen der aktuell hohen Preise wieder stärker zulegen dürfte», schreibt die Commerzbank.

Die jüngsten Angaben der International Copper Study Group (ICSG) unterstützten diese Annahme. Trotz zahlreicher Produktionsunterbrechungen meldete die ICSG einen Angebotsüberschuss von 125'000 Tonnen für die ersten fünf Monaten des Jahres. Eigentlich müssten die Preise angesichts dieser Entwicklung einknicken.

17.05.2021 19:06:55

 

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