Cyber-Sicherheit: Eine Notwendigkeit in einer zunehmend digitalisierten Welt

Cyber-Sicherheit: Eine Notwendigkeit in einer zunehmend digitalisierten Welt

Dienstag, 15. Januar 2019Lesezeit: 2 Minuten

Nachdem vergangene Woche ein weiterer Fall des Datendiebstahls bekannt wurde, in welchem persönliche Daten von hochrangigen deutschen Politikern veröffentlicht wurden, mehren sich Berichte rund um das Thema Cyber-Sicherheit. Eine Statista-Studie zeigt, dass nicht nur private Personen Ziel von Hackerangriffen sind, sondern vor allem Firmen unter der wachsenden Bedrohung fremder Eingriffe in ihre Netzwerke leiden. 43% aller Cyberattacken in den USA treffen KMUs.

Der 20-jährige, der im Dezember Daten von rund 1000 Politikern und Prominenten auf Twitter veröffentlichte wurde am Sonntag festgenommen. Es ist einer von vielen Fällen und die Anzahl ähnlicher Delikte steigt kontinuierlich an. Nur drei Tage nach der Festnahme von vorletztem Sonntag wurde letzte Woche bekannt, dass Mondelez, der US Nahrungsmittelkonzern, welchem mitunter die Marken Cadbury und Oreo gehören, die Zurich Insurance Group verklagt, da diese sich weigert einem Versicherungsanspruch in Höhe von 100 Millionen US Dollar nachzukommen, nachdem Mondelez 2017 Opfer der „NotPetya“-Hackerattacke wurde. In einem anderen Fall aus 2018 kommt ein Datenleck bei Marriott ans Licht, bei welchem 500 Millionen Kundendaten freigelegt wurden.

Laut einer Studie von Cyber Ventures, einem global führenden Forschungsinstitut im Cyber-Bereich, belaufen sich die Kosten der Cyberkriminalität global auf 6 Billionen US Dollar1 im Jahr 2021, eine Verdopplung seit 2015. Die Nachfrage nach mehr Netzwerksicherheit steigt somit rasant. Dies spiegelt sich in den Prognosen zum Wachstum des globalen Cyber-Sicherheitsmarktes, welcher mit rund 137.63 Milliarden US Dollar in 2017 einen sehr grossen Markt darstellt. Die jährliche Wachstumsrate des Marktes beläuft sich durchschnittlich auf 10.3% in den nächsten fünf Jahren, damit stünde der Markt 2023 bei über 248 Milliarden US Dollar (Statista).

(Quelle: Statista.com)

Mit der zunehmenden Digitalisierung der Wirtschaft, dem Aufkommen der Internet der Dinge und der steigenden Abwicklung von Arbeitsprozessen über Netzwerkstrukturen nimmt die Notwendigkeit der Cyber-Sicherheit für Unternehmen zu. Oft werden Firmen die schon einmal Eingriffe in ihr Netzwerk erlebt haben wiederholt zu Opfern von Cyber-Verbrechern. In einer Umfrage von Unternehmen aus den Ländern Deutschland, USA, Spanien, den Niederlanden und dem Vereinten Königreich, welche schon einmal einen Hackerangriff erlitten haben gaben 27% an in den vergangenen 12 Monaten zweimal von Cyber-Angriffen betroffen gewesen zu sein und 18% mindestens dreimal. In den USA sind Privatfirmen und Unternehmen im Gesundheitswesen die häufigsten Opfer von Cyber-Attacken, gefolgt von Finanzinstituten und öffentlich-rechtliche Organisationen.

Mit der Häufung von Hackerattacken auf Private Personen, Firmen und Einrichtungen in Besitz von hoch sensiblen Datensätzen stellt sich die Cyber-Kriminalität als eine der grössten Herausforderungen der nächsten Jahrzehnte heraus. Das rasante Wachstum des Cyber-Sicherheitssektors unterstreicht diese These weiterhin.

1: Die Kosten beinhalten die Zerstörung von Daten, gestohlenes Geld, verlorene Produktivität, Diebstahl geistigen Eigentums, Diebstahl persönlicher und finanzieller Daten, Veruntreuung, Betrug, monetäre Verluste verursacht durch Geschäftsunterbruch aufgrund einer Hackerattacke, forensische Investigationen, Restauration und Löschen von gehackten Datensystemen und Reputationsschäden

16.09.2019 08:37:42

 

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