Beständige Titel fürs Depot

Beständige Titel fürs Depot

Donnerstag, 17. Januar 2019Lesezeit: 2 Minuten

Die Börsen fahren Achterbahn und Anleger bleiben vorsichtig. Ein guter Zeitpunkt, um das Portfolio mit defensiven Aktien zu ergänzen?

Nachdem die Finanzmärkte Ende des letzten Jahres eine rege Talfahrt hinnehmen mussten und infolgedessen durch Unsicherheit der Anleger geprägt waren, erfolgte der Start ins neue Jahr nicht gerade einfach. Man muss deswegen aber noch lange nicht vollständig auf Aktienanlagen verzichten. Um dem Auf und Ab an den Börsen nicht vollständig ausgesetzt zu sein, kann es nicht schaden, sich bei der Titelauswahl auf defensive Aktien und / oder Strukturen zu fokussieren.

Als defensive Aktien gelten Titel von Unternehmen, die auch während Zeiten mit geringeren wirtschaftlichen Aktivität relativ konstante Erträge liefern. Dazu gehören unter anderem Unternehmen, welche den Sektoren Gesundheit resp. Pharma, Nahrungsmittelhersteller, Energie und Versorger sowie Telekommunikation angehören.

Schweizer «Blue Chips»: Favoriten von defensiven Anlegern?

Nestlé und Roche zählen – gemessen an Umsatz oder Mitarbeiterzahlen – zu den grössten Unternehmen der Schweiz. Sie sind die absoluten Spitzenreiter, was die Marktkapitalisierung angeht und machen zusammen einen Anteil von rund 42% am SMI® aus (Stand: 10.01.2019, Quelle: Bloomberg). Aber nicht nur in der Schweiz; sie gehören auch global zu den führenden Unternehmen in ihren Geschäftsfeldern. Beide Unternehmen sind defensiven Sektoren zugehörig und könnten in der aktuellen Marktsituation, die durch Unsicherheit geprägt ist, eine attraktive Portfolioergänzung darstellen.

Lebensmittelhersteller beimischen?

Doch nicht nur der Nahrungsmittelgigant Nestlé – auch andere Lebensmittelproduzenten dürften in unsicheren Zeiten hoch im Kurs stehen. Durch ihre meist sehr solide Finanzstruktur und geringe Verschuldung können Lebensmittelkonzerne einer schwächelnden Konjunktur oftmals trotzen und dürften somit eine interessante Portfolioergänzung in unsicheren Zeiten darstellen.

Solide Kursentwicklung in Krisenzeiten?

Als einer der defensivsten Sektoren gilt ausserdem die Telekommunikation. Dies stellt der grösste Schweizer Telekommunikationsanbieter einmal mehr unter Beweis. So konnte die Swisscom-Aktie ihre Benchmark, den Swiss Performance Index (SPI®) während den letzten Monaten übertreffen.

Swisscom performance chart

Doch nicht nur Swisscom dürfte überzeugen. Das Vontobel Equity Research sieht beim Konkurrenten Sunrise grosses Potenzial – und versieht die Aktie mit einem «Buy»-Rating*. Sunrise sei gut aufgestellt und könnte vom kommenden Konsolidierungsprozess profitieren. Ausserdem weisen die beiden Titel – sowie auch die Deutsche Telekom – hohe Dividendenrenditen auf, welche bei den Produkten eingepreist werden und somit für attraktive Konditionen sorgen könnten. Durch die Einbindung der wenig zyklischen Aktien könnte das Portfolio diversifiziert und potenziell bereichert werden.

 

Defensiver als die Direktanlage

Nicht nur die Sektoren können einen defensiven Charakter ausweisen. Für Anleger, denen die Direktinvestition zu riskant erscheint und sich ein gewisses Sicherheitspuffer nach unten wünschen, könnten eher konservativ ausgestaltete Barrier Reverse Convertibles (BRCs) eine interessante Anlagemöglichkeit darstellen. Denn die eingebaute Barriere schützt bis zu einem gewissen Grad vor möglichen Kursverlusten. Zu beachten ist dennoch, dass Anleger im Falle eines Barrierenereignisses dem Verlust des schwächsten Basiswertes ausgesetzt sind.

Rechtliche Hinweise

Empfehlungen werden von der Vontobel-Sparte Research/«Sell-Side»-Analyse erstellt. Anpassungen der Ratings können sich durch die Finanzanalysten erfolgen. Bei der Erstellung der Finanzanalysen legen Vontobel sowie seine Analysten allfällige Interessenkonflikte offen; sie sind unter derinet.ch/researchdisclaimer jederzeit abrufbar. Index Disclaimer

24.04.2019 18:17:19

 

Kommentar schreiben

 

  

 

  

 

* Pflichtfelder müssen ausgefüllt werden

So wollen wir miteinander diskutieren! Beachten Sie bitte unsere Blog-Netiquette.