Berauschende Renditechancen dank Alkohol?

Berauschende Renditechancen dank Alkohol?

Mittwoch, 5. Juni 2019Lesezeit: 3 Minuten

Die Weltbank hat gestern erneut ihre Wachstumsprognose der globalen Wirtschaft für das laufende Jahr gesenkt. Insbesondere die Unberechenbarkeit von US Präsident Trump in seiner Handelspolitik sorgt für Angst. Eine Branche scheint von dieser Entwicklung eher unbeeindruckt. So wächst der Markt für alkoholische Getränke ununterbrochen weiter. Ein Blick hinter die Kulissen zeigt dabei auf, dass es nur eine Hand voll Konzerne gibt, die den Markt beherrschen. Hier erfahren Sie mehr über diese Konzerne und wie Sie sich als Anleger positionieren könnten.

Diageo

Die Marken Johnnie Walker, Smirnoff, Captain Morgan, Baileys, Tanqueray und Guinness sind Ihnen sicherlich ein Begriff. Gemeinsam mit ca. 200 weiteren Marken gehören sie dem britischen Diageo-Konzern an. Über 180 Länder werden nach eigenen Angaben versorgt – mit einem Umsatz von 12 Mrd. Britischen Pfund im abgelaufenen Jahr sind die Briten der grösste Produzent weltweit. Durch die globale Präsenz und einfache Lieferketten sieht CEO Ivan Menezes den Konzern auch gut aufgestellt um Risiken wie den Brexit zu überwinden. Die banale Börsenweisheit «getrunken wird immer» kommt einem dabei in den Sinn.

Pernod Ricard

Mit knapp 9 Mrd. Euro Umsatz im vergangenen Jahr liegt Pernod Ricard auf Platz 2 der grössten Spirituosenhersteller. Zum Sortiment der Franzosen gehören grosse Namen wir Absolut Vodka, Havana Club und Beefeater. Ähnlich wie Diageo verfolgt Pernod Ricard eine dezentrale Strategie. 85 «Market Companies» gewährleisten eine regionale Präsenz und einen direkten Vertieb. Nach eigenen Angaben will man so Entscheidungswege möglichst kurz halten um schnell auf neue Trends reagieren zu können. Ein Unterschied zwischen den beiden Konzernen liegt darin, dass Diageo neben Spirituosen auch Bier verkauft während Wein bei Pernod Ricard zum Portfolio gehört.

Anheuser-Busch

Im Markt für alkoholische Getränke tümmelt noch ein weiteres Schwergewischt: Anheuser-Busch. Nach der Fusion mit SAB Miller entstand ein Bierimperium, welches rund ein Drittel des Marktes kontrolliert. Budweiser und Corona gehören genauso zu den Biermarken des Konzerns wie auch Beck`s und Stella Artois. In unserer Anlageidee vor einem Monat berichteten wir von den drastischen Massnahmen, die der Konzern in die Wege leitete um den Schuldenabbau zu beschleunigen. Positive Analystenmeinungen trugen letztlich zu einer Aktienkurserholung bei, nachdem eine Dividenhalbierung für Unruhe gesorgt hatte.

Wo liegt das Potenzial der Branche?

Ein Blick auf die folgende Grafik von Statista zeigt das rasante Wachstum der Industrie. Hohe Erwartungen liegen insbesondere auf den Emerging Markets. Diese haben nicht nur eine stark wachsende Bevölkerung, sondern auch eine wachsende Mittelklasse und damit potentielle Kundschaft. In Indien beispielsweise erreichen jedes Jahr 20 Mio. Menschen das Mindestalter für Alkoholkonsum, so die NZZ. Das Land hat auch die meisten Menschen zwischen 18-28 Jahren, die gerne zu einem Glas greifen. Besonders beliebt ist dabei Whiskey – rund 50% des weltweiten Konsums entfällt auf Indien. Kein Wunder also, dass Diageo und Pernod Ricard stark präsent sind.

Ein weiterer Hoffnungsträger sind neue Startups, die mit innovativen Ideen auf den Markt kommen. Sowohl Diageo, Pernod Ricard als auch Anheuser-Busch verfügen über Wagniskapitalfonds, die solche Startups aufspüren und bei Interesse aufkaufen. Dabei geht es in erster Linie nur bei Diageo darum, das bestehende Produktportfolio zu erweitern. ZX Ventures von Anheuser-Busch ist auf der Suche nach Projekten im Gebiet Technologie und Nachhaltigkeit um Kosten zu senken. Convivialité Ventures von Pernod Ricard hingegen bestrebt innovative Lösungen, um das Kundenerlebnis weiter zu verbessern.

Quelle: Statista.com; Hinweis:  Frühere Wertentwicklungen und Simulationen sind keine verlässlichen Indikatoren für die künftige Wertentwicklung.

Callable BRC als Investitionsmöglichkeit

Für Anleger, die lieber Vorsicht walten lassen, könnten Barrier Reverse Convertibles eine attraktive Investitionsmöglichkeit bieten. Unser aktuelles Produktbeispiel bietet durch die Barriere (60%) einen Sicherheitspuffer, welcher Kursrückschläge bis 40% abfedert. Erst wenn die Kurse um mindestens 40% nachgeben, sind Anleger der Kursentwicklung des schwächsten Basiswertes ausgesetzt. Der Anleger trägt ausserdem das Kreditrisiko der Emittentin.

Das zusätzliche «Callable»-Attribut fungiert ausserdem als zusätzlicher Renditetreiber. Denn durch die Möglichkeit einer vorzeitigen Rückzahlung trägt der Anleger das Wiederanlagerisiko – das aber durch zusätzliche Renditechancen entschädigt wird. Eine ideale Anlage also für Investoren, die einerseits mit nur leicht steigenden oder gar stagnierenden Kursen rechnen und andererseits Kursrückschläge bis zur Barriere nicht ausschliessen können.

25.01.2020 13:48:46

 

Kommentar schreiben

 

  

 

  

 

* Pflichtfelder müssen ausgefüllt werden

So wollen wir miteinander diskutieren! Beachten Sie bitte unsere Blog-Netiquette.