Barrier Reverse Convertibles mit Europäischer Barriere

Barrier Reverse Convertibles mit Europäischer Barriere

Montag, 21. März 2022Lesezeit: 2 Minuten

Das aktuelle Umfeld, in denen Anleger: innen nach geeigneten Investmentmöglichkeiten suchen, ist anspruchsvoll. Fast auf täglicher Basis kommen neue Nachrichten in die Märkte hinein und können deren Richtung auf die ein oder andere Art massgeblich beeinflussen. Ohne klare Trendrichtung und mit hohen Schwankungsbreiten kann mithilfe von Barrier Reverse Convertibles («BRCs») eine Renditeoptimierung erzielt werden. Dabei lässt sich die Ausprägung des defensiven Charakters von BRCs beliebig weit ausgestalten. So kann neben den Basiswerten an sich nicht nur die Höhe der Barriere ausschlaggebend sein, sondern auch die Art der Barriere. 

Welche Arten von Barrieren gibt es eigentlich bei einem BRC?

Um diese Frage zu beantworten, muss man sich zunächst Gedanken darüber machen, aus welchen Komponenten ein BRC eigentlich zusammengesetzt ist. Vereinfach gesagt lässt sich das Auszahlungsprofil eines BRC aus zwei Elementen zusammenstellen: 1. Long-Position in einem Zero Bond (Nullcouponanleihe) und 2. Short-Position in einer Down-and-in-Put-Option. Für Optionen werden in der Theorie grundsätzlich drei verschiedene Ausübungsarten unterschieden: 1. während der gesamten Laufzeit [amerikanisch], 2. nur am Ende der Laufzeit [europäisch] oder 3. zu bestimmten Zeitpunkten [Bermudan].  Diese drei Ausübungsarten definieren dann auch die Art der Barriere in einem BRC.

Europäische Barriere im aktuellen Umfeld?

Die Art der Barrierebeobachtung spielt neben der Höhe des Coupons und des gewählten Sicherheitspuffers für die Abwägung des Rendite-/Risiko-Verhältnisses eines Anlageprodukts eine bedeutende Rolle. Sind Anleger: innen nun beispielsweise der Ansicht, dass die Märkte zeitweise grösseren Schwankungen unterliegen könnten, könnte es eine Überlegung wert sein, ob die Barrierebeobachtung nicht ausschliesslich auf das Ende der Laufzeit erfolgen sollte (Europäische Barriere). Auf diesem Weg müssen sich Anleger: innen nicht während der gesamten Laufzeit des Produkts Sorgen um eine mögliche Berührung oder Unterschreitung der Barriere machen. Für den Fakt, ob eine Barriere-Event eingetreten ist oder nicht, ist nur entscheidend, ob die zugrundeliegenden Basiswerte zum Zeitpunkt der Schlussfixierung (am Laufzeitende) auf oder unterhalb der Barriere liegen. 

Barrier Reverse Convertibles bieten also im Vergleich zu der Direktinvestition in eine Aktie viele interessante Eigenschaften die beliebig ausgestaltet werden können. Besonders geeignete sind sie aber für seitwärtstendierende oder moderat fallende Märkte. Auf diese Weise lässt sich auch bei einer Seitwärtsbewegung eine attraktive Rendite erzielen. Ausserdem lassen sich im aktuellen Umfeld geprägt von erhöhter Unsicherheit und Volatilität attraktive Produktkonditionen finden. Es obliegt dann den Anleger: innen zu entscheiden, wie ausgeprägt der defensive Charakter sein soll. 

Die nachfolgenden Produkte auf u.A. die drei SMI-Schwergewichte Nestlé, Novartis und Roche verfügen über eine europäische Barriere und somit einen ausgeprägteren defensiven Charakter gegenüber BRC mit amerikanischen Barrieren.

29.11.2022 11:53:30

 

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