Barrier Reverse Convertibles in Zeiten erhöhter Volatilität

Barrier Reverse Convertibles in Zeiten erhöhter Volatilität

Donnerstag, 17. März 2022Lesezeit: 2 Minuten

In Zeiten erhöhter Unsicherheit sehnen sich Anleger vermehrt nach Investitionsmöglichkeiten, die einen gewissen Sicherheitspuffer aufweisen. Um der Achterbahnfahrt an den Börsen nicht vollständig ausgesetzt zu sein, kann es nicht schaden, sich bei der Wahl der Strukturierten Produkte auf defensive Werte respektive Strukturen zu fokussieren. Die aktuell erhöhte Volatilität ermöglicht attraktive Produktkonditionen, während dem erhöhten Risiko mit der Wahl einer tieferen Barriere Rechnung getragen werden kann.

Barrier Reverse Convertibles mit tiefer Barriere

Auch in eher unsicheren Zeiten, in denen auch mal Vorsicht an der Börse geboten ist, müssen Anleger:innen nicht unbedingt auf die Verwendung von Renditeoptimerungsprodukten wie beispielsweise BRCs verzichten. Denn es gibt genügend Instrumente, die auch in solch einem Umfeld interessante Anlagemöglichkeiten bieten könnten. Barrier Reverse Convertibles, die mit einer niedrigen Barriere ausgestattet sind, könnten Anleger:innen, die im aktuell eher unsicheren Marktumfeld lieber Vorsicht walten lassen möchten, eine interessante Anlagemöglichkeit bieten. Denn konservativ ausgestaltete Barrier Reverse Convertibles (BRCs), die mit einer niedrigen Barriere (50% oder tiefer) ausgestattet sind, bieten Anlegeinnen und Anlegern einen Sicherheitspuffer, welcher Kursrückschläge bis zu 50% oder mehr absichert. Das bedeutet, dass Anleger:innen erst dann der Kursentwicklung des sich am schlechtesten entwickelnden Basiswert ausgesetzt sind, wenn die Kurse von mindestens einem der zugrundeliegenden Basiswerte die Barriere berührt oder durchbricht. Anleger:innen tragen zudem das Ausfallrisiko des Emittenten.

Grundsätzlich gilt: Je höher die Volatilität im Markt ist desto höher sind die Produktkonditionen, die Emittenten den Anleger:innen offerieren können. Für die aktuell in Zeichnung befindlichen Produkte kommt hinzu, dass die Anfangsfixierung der Kurse für die zugrundeliegenden Basiswerte, auf dem aktuell korrigierten und überwiegend tieferen Niveau erfolgt (verglichen zum Jahresanfang). So notiert eine Nestlé beispielsweise year-to-date gut 9% tiefer. Aber nicht nur im Primärmarkt kann sich ein Einstieg in Zeiten erhöhter Volatilität lohnen. Auch im Sekundärmarkt kann sich aufgrund von Preisvorteilen ein günstiger Einstieg bieten. Sollte die Volatilität auf absehbare Zeit wieder fallen, würde sich dies positiv auf die Kurse bereits emittierter BRCs auswirken.

Defensive Werte integrieren

Zusätzlich zu den Strukturen, die einen gewissen Sicherheitspuffer ausweisen, kann auch bei der Wahl der zugrundeliegenden Basiswerte besonderes Augenmerk auf defensive Werte gelegt werden. Als defensiv gelten Aktien von Unternehmen, welche auch in turbulenten Zeiten mit einer geringeren wirtschaftlichen Aktivität konstante Erträge liefern können. Zu solchen gehören insbesondere Unternehmen, welche den folgenden Sektoren angehören: Pharma- und Gesundheitswesen, Nahrungsmittel, Energie, Versorgung sowie Telekommunikation.

04.12.2022 08:33:15

 

Kommentar schreiben

 

  

 

  

 

* Pflichtfelder müssen ausgefüllt werden

So wollen wir miteinander diskutieren! Beachten Sie bitte unsere Blog-Netiquette.