Aufwärtstrend bei Gold: eine Art Wette auf einen Konjunktureinbruch

Dienstag, 1. März 2016 von Stefan EppenbergerLesezeit: 1 Minute

Bei Rezessionsängsten ist Gold im Portfolio vielfach ein Segen. Wenn sich wie gegenwärtig die Aussichten für die Wirtschaft eintrüben, steigt üblicherweise der «Goldhunger » der Anleger. Analysten stützen sich deshalb bei ihren Preisschätzungen für das gelbe Edelmetall stark auf ökonomische Prognosen.

Seinem Ruf als «sicherer Hafen» in turbulenten Zeiten ist das gelbe Edelmetall seit Anfang Jahr erneut gerecht geworden. Oft beobachtet man eine inverse Korrelation zwischen realen US-Renditen und dem Goldpreis. Auch die jüngste Erhöhung des Goldpreises kann man gut mit den gesunkenen realen US-Renditen erklären (siehe Grafik).

 

Gold: (unter anderem) attraktiv als Beimischung

Jeder Prognose zur Entwicklung der Goldnotierungen liegen deshalb Annahmen zum Wachstum des Bruttoinlandprodukts zugrunde. In unserem Basisszenario «Robuste US-Konjunktur, flaues globales Wachstum» rechnen wir mit einer Erhöhung der realen US-Renditen, was mit einem niedrigeren Goldpreis einhergehen würde. Ganz anders bei unserem pessimistischen Szenario «Märkte in der Vertrauenskrise», für das wir gegenwärtig eine Eintrittswahrscheinlichkeit von 40 Prozent sehen: Hier lägen die realen Zinsen nahe Null, was den Goldpreis auf über 1300 US-Dollar pro Feinunze (gegenwärtiger Preis: rund 1215 US-Dollar) treiben könnte. Gold erscheint uns deshalb als Portfoliobeimischung im gegenwärtigen Marktumfeld als äusserst attraktiv.

Grafik: Goldpreis als Spiegelbild der Realzinsen

 

13.12.2019 10:15:25

 

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