Aufschwung bei US-Banken

Aufschwung bei US-Banken

Donnerstag, 21. Januar 2021Lesezeit: 2 Minuten

Wenige Stunden nach der Vereidigung Joe Bidens zum 46. Präsidenten der Vereinigten Staaten, stehen bereits Pläne für ein Billionen schweres Konjunkturpaket. Neben dem bereits im Dezember beschlossenen Konjunkturpaket sollen im Kampf gegen die Pandemie und die damit verbundene Wirtschaftskrise in den USA laut des neuen Präsidenten weitere 1.9 Billionen US-Dollar zur Verfügung gestellt werden. Davon dürften vor allem die grossen US-Banken profitieren.

Rekordgewinn bei JP Morgan

Die anhand der Bilanzsumme gemessen grösste Bank der USA, JP Morgan Chase konnte ihren Nettogewinn im Vergleich zum Vorjahresquartal um 42 Prozent steigern. Die Grossbank verdiente alleine im Zeitraum von Oktober bis Dezember 2020 12.1 Mrd. US-Dollar- Im gleichen Zeitraum konnte die Investment Bank ihre Risikovorsorge in Höhe von 5 Mrd. US-Dollar abbauen. CEO Jamie Dimon begründete dies mit „positiven Impfstoff-Nachrichten und Entwicklungen beim Thema Konjunkturhilfen.“ Mit diesen Zahlen konnte das Finanzinstitut nicht nur die Erwartungen der Analysten erfüllen, sondern sogar übertreffen. Das spiegelt sich auch in den fast 20 Prozent höheren Erträgen im Investment Banking wieder. Damit konnte die Grossbank das Krisenjahr 2020 besser als erwartet beenden. Trotz alledem schloss JP Morgan das Jahr 2020 mit einem Gewinnrückgang im Vergleich zum Vorjahr von 20 Prozent ab.

Goldman Sachs profitiert vom Investment Banking und florierendem Wertpapierhandel

Neben JP Morgan Chase überrascht auch die US-Grossbank Goldman Sachs zum Ende des vergangenen Jahres mit einem überraschend starken Quartal. Alleine in den drei Monaten bis Ende Dezember verdiente das Unternehmen 4.5 Mrd. US-Dollarund somit 135 Prozent mehr als im Vorjahr. Das positive vierte Quartal übertraf die Markterwartungen bei weitem und sorgten an den Börsen für deutliche Zuwächse. Über alle Geschäftsbereiche hinweg übertraff Goldman Sachs die Erwartungen. Insbesondere der boomende Aktienhandel und das Wachstum in der Vermögensverwaltung und im Investment Banking kam der US-Bank zugute. Vor allem das für die Bank sehr lukrative Geschäft mit Börsengängen erwies sich als Umsatztreiber. Ausserdem stieg wie beim Rivalen JP Morgan auch bei Goldman Sachs der Handel mit Aktien und Anleihen. Zusätzlich profitiert das New Yorker Geldhaus von seiner geringen Abhängigkeit vom Privatkundengeschäft, welches in der aktuellen Phase aufgrund der Pandemie mit grossen Kreditrisiken verbunden ist. Insgesamt generierte Goldman Sachs im Geschäftsjahr 2020 einen Nettogewinn von 9.5 Mrd. US-Dollar, was einem Anstieg von zwölf Prozent entspricht. Ebenso sorgt der neu gewählte Präsident Joe Biden für Optimismus bei Goldman Sachs, denn bereits zum zweiten Mal erhöht das Institut seine Konjunkturschätzung für das aktuelle Jahr. Mittlerweile rechnet die US-Bank mit einem Wirtschaftswachstum von 6.6 Prozent in 2021.

Citigroup glänzt im Aktienhandelsgeschäft

Im Gegensatz zu JP Morgan Chase und Goldman Sachs, verzeichnete die Citigroup einen Gewinnrückgang im vierten Quartal 2020. Mit 4.6 Mrd.US-Dollar schloss die Grossbank im Vergleich zum Vorjahresquartal um 7 Prozent schlechter ab. Die Einnahmen gingen sogar um 10 Prozent auf 16.5 Mrd. US-Dollar zurück. Trotz einer Ertragssteigerung von 7 Prozent enttäuschte die Citigroup vor allem im Investment Banking. Jedoch konnte die US-Bank im Bereich des Aktienhandelsgeschäftes glänzen. Die Erträge stiegen in diesem Bereich um satte 57 Prozent an. Dennoch brach der Jahresgewinn 2020 um 41 Prozent ein. Nach dem abgeschlossenen Krisenjahr 2020 will sich die Citigroup auf eine bessere Zukunft konzentrieren. Besonderer Fokus liegt hierbei auf der designierten Chefin der US-Bank Jane Fraser, welche für eine positive Transformation sorgen soll. Die Aussichten auf das billionenschwere Konjunkturpaket der neuen US-Regierung lässt die Bank zuversichtlich für die Zukunft stimmen.

 

01.03.2021 04:58:40

 

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