Artificial Intelligence – Game Changer of the future

Artificial Intelligence – Game Changer of the future

Montag, 23. September 2019Lesezeit: 3 Minuten

Künstliche Intelligenz (KI) – Selbstlernende Programme und Technologien – hat das Potenzial, Wirtschaft, Wertschöpfung und Gesellschaft grundlegend zu verändern. Wir steuern immer schneller auf den Punkt zu, an dem Maschinen sich selbst entwickeln, sich selbst verbessern und viele Tätigkeiten und Anwendungen schneller ausführen, als der Mensch fähig ist – und oftmals auch noch sicherer. Die Dynamik ist stark und könnte von Investoren genutzt werden.

«Künstliche Intelligenz (KI) hat das Potenzial, die wichtigste technologische Neuerung der kommenden Jahrzehnte zu werden» (KPMG, 2019). 

Grösste Chance auf einen wesentlichen Vorsprung

Das Research von PwC (2019) zeigt, dass das globale Bruttoinlandprodukt (BIP) mittels Künstlicher Intelligenz (englisch: Artificial Intelligence, AI) bis 2030 bis zu 14% höher sein könnte als jetzt. Die Künstliche Intelligenz bildet damit eine der grössten kommerziellen Chancen in einer sich schnell verändernden Wirtschaft. Dieses massive Wachstum wird im Wesentlichen von der Automatisierung von Prozessen (einschliesslich dem Einsatz von Robotern), Produktivitätsgewinne durch den Einsatz von unterstützenden KI-Massnahmen (assisted and augmented intelligence) sowie einer erhöhten Nachfrage nach Gütern und Dienstleistungen aufgrund eines höheren Angebotes getrieben.

«Vor dem Hintergrund dieses rasanten Wandels stellt sich nicht mehr die Frage, ob KI unser Zusammenleben verändert. Es bleibt nur noch die Frage, wie schnell und tiefgreifend die Veränderung sein wird» (KPMG, 2019).

USA und China: die führenden Nationen

Von der KI dürften verschiedene Regionen bzw. Länder besonders profitieren. Ganz vorne mit dabei: China und die USA. Während die Fortschritte in den USA gross und bereits spürbar sind, wird erwartet, dass China in kürzester Zeit aufschliessen kann.

China ging sogar so weit, eine «Nationalmannschaft» für KI zu bilden. Dabei handelt es sich um einheimische Unternehmen, die im Bereich KI aktiv, wenn nicht sogar führend sind, und denen jeweils KI-Kompetenzfelder zugeordnet wurden, für deren Verfolgung sie zuständig sind. «Gründungsmitglieder» sind die BAT-Unternehmen. Baidu wurde der Bereich Autonomes Fahren zugeordnet, Alibaba die Bilderkennung und medizinische Diagnose und Tencent ist verantwortlich für Smart Cities. Doch das sind noch nicht alles. Auch JD.com und Xiaomi gehören der Nationalmannschaft an und seit Kurzem auch Huawei, dem die Entwicklung eines AI-Chips gelungen ist, der für Cloud-Strategien eine wichtige Komponente darstellen könnte.

Dass sowohl China als auch die USA selbst über sehr grosse Heimmärkte und exzellente universitäre Einrichtungen verfügen, im Plattformgeschäft führend sind und viele Mittel aus dem Militär haben, sind gemäss Thomas Rappold – Indexadvisor und Tech-Experte – wesentliche Gründe, weshalb die beiden Länder im Bereich der KI führend sind und entsprechend auch speziell von ihr profitieren dürften. Und aus genau diesem Grund sei es auch wichtig, bei Investitionen auf diese beiden Märkte zu fokussieren, wie dies im Artificial Intelligence-Index der Fall ist. Neben nur zwei Europäischen Titeln finden sich ansonsten nur Chinesische oder US-Aktien im Index wieder.

Den Megatrend «Künstliche Intelligenz» mit einem einzelnen Zertifikat einfangen

Der Solactive Artificial Intelligence Performance-Index wurde genau dazu ins Leben gerufen, um den Megatrend «einzufangen» und ihn Investoren mit einer einzelnen Transaktion zugänglich zu machen. Der Index bildet die gesamte «Künstliche Intelligenz-Wertschöpfungskette» ab. Die 14 bis 20 Unternehmen, die im Index enthalten sind, entstammen den KI-Subsektoren Hardware-Plattformen, Software-Plattformen, Applikationen und «Big Data». Um in den Index aufgenommen zu werden sind verschiedene Kriterien massgeblich: Einerseits wird die Affinität des Geschäftsmodelles zu KI berücksichtigt und andererseits müssen gewisse Finanzkennzahlen erfüllt werden. Es handelt sich um einen Index von der Solactive AG und wird von ihr berechnet. Weitere Informationen finden Sie im Indexleitfaden unter solactive.com.

Seit seiner Lancierung im September 2017 hat das Zertifikat (CHF-Tranche: CH0377372468) um rund 35% zugelegt; im Vergleich dazu: der SPI® hat über denselben Zeithorizont 16% gewonnen (Stand am 19.09.2019). Es ist jedoch anzumerken, dass historische Daten keine zuverlässigen Indikatoren für die künftige Entwicklung darstellen. Der Anleger trägt das Ausfallrisiko der Emittentin.

Rebalancing

Beim Rebalancing Anfang September wurde lediglich eine Änderung Vorgenommen: Videostreaming-Dienstleister Netflix wurde durch einen anderen ausgetauscht: YY. Der Hintergrund dazu ist, dass Netflix einen negativen Cash-Flow erwirtschaftet und sich vor Kurzem am Anleihmarkt Geld in Milliardenhöhe besorgt hat, um die Eigenproduktionen ausweiten zu können. Die steigende Konkurrenz im Streaming-Markt mit Disney (Hulu und Disney+), Amazon und Apple setzt Netflix weiterhin unter Druck, was allesamt dazu geführt hat, dass Netflix im Index ersetzt wurde.

An Stelle von Netflix befindet sich nun ein anderer Videostreaming-Anbieter: YY. Als Chinesischer Streaming-Anbieter hat YY den Vorteil eines riesigen und relativ stark abgeschotteten Heimmarktes und dürfte aus diesem Grund von der steigenden chinesischen Nachfrage profitieren. Ausserdem weist YY starke Finanzkennzahlen auf, die sämtlichen Anforderungen, um in den Index aufgenommen zu werden, erfüllen.

Neben namhaften grossen US-Techgiganten wie Microsoft oder IBM findet sich auch Marktführer Salesforce im Index wieder, der vor kurzem den Big Data-Spezialist Tableau übernommen hat. Tableau war bereits in der ursprünglichen Indexzusammensetzung in der Kategorie «Big Data» zu finden.

Dass nur eine einzige aktive Anpassung vorgenommen wurde bewertet Indexberater Thomas Rappold sehr positiv. Der Index und die sich darin befinden Unternehmen seien solide aufgestellt und haben sich bereits bestens bewährt.

21.02.2020 22:08:10

 

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