ArcelorMittal S.A. – Investitionen werden hochgefahren

ArcelorMittal S.A. – Investitionen werden hochgefahren

Mittwoch, 15. Februar 2017Lesezeit: 2 Minuten

Der Luxemburger Stahlkonzern schaut gespannt auf die aktuelle Stahlpreis-Erholung. Protektionistische US-Politik macht ArcelorMittal gemäss Konzernchef Mittal keine Sorgen.

Nach vier Verlustjahren in Folge verdiente der ThyssenKrupp-Rivale im vergangenen Jahr zirka 1.8 Milliarden US-Dollar. «2016 war ein Jahr des Fortschritts für ArcelorMittal, geprägt von einem sich bessernden Marktumfeld», sagte Konzernchef Lakshmi Mittal am Freitag, den 10. Februar 2017 in Luxemburg. Im Jahr 2015 war noch ein Verlust von 7.9 Milliarden US-Dollar angefallen.

Die gestiegene Zuversicht spiegele sich auch in der Entscheidung wider, die Investitionen hochzufahren. Die Erholung geschehe aber von einer niedrigen Basis aus, warnte Mittal. Es gebe weiterhin Überkapazitäten und Marktverzerrungen. Er verwies dabei auf Chinas Stahlindustrie, die den Herstellern in den Industrieländern seit langem ein Dorn im Auge ist.

 

Der grösste Stahlhersteller der Welt hat keine Angst vor Protektionismus

Sorgen, dass eine protektionistische Politik der neuen US-Regierung den Stahlhersteller ausbremsen könnte, zeigte Mittal nicht: ArcelorMittal bediene das US-Geschäft aus den USA heraus. Der Konzern hat mehr als zwei Dutzend Standorte im Land, darunter Stahlwerke und Minen.

Empfindliche Abschreibungen wegen des Preisverfalls bei Stahl und dessen Rohstoffen hatten das Unternehmen im Jahr 2015 zwar schwer belastet, doch ArcelorMittal kämpft dagegen mit Einsparungen an. Der Gewinn vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen (EBITDA) kletterte vor diesem Hintergrund von 5.2 Milliarden auf annähernd 6.3 Milliarden US-Dollar. Die weitere Entwicklung bleibt dennoch abzuwarten.

 

Der transnationale Stahlriese hofft auf weiter steigende Stahlpreise

Nach Daten der Nachrichtenagentur Bloomberg sind die europäischen Stahlpreise im Laufe des vergangenen Jahres um 82%gestiegen. Die Preise für die Rohstoffe Eisenerz und Kokskohle, die ArcelorMittal ebenfalls fördert, verdoppelten beziehungsweise verdreifachten sich.

Grafik: Kursentwicklung in Euro

Angesichts der steigenden Preise konnte ArcelorMittal auch Schulden abbauen. Dies war lange Zeit ein Kernproblem des Konzerns. Sie gingen binnen eines Jahres um 4.6 Milliarden US-Dollar zurück auf netto 11.1 Milliarden US-Dollar. Konzernchef Mittal erklärte, die Schulden sollten weiter zurückgefahren werden.

Aktuell notiert die ArcelorMittal-Aktie bei rund 8.63 Euro (siehe Grafik: Bloomberg, 14.02.2016) mit einem durchschnittlichen Kursziel von 7.75 Euro (Bloomberg). Der weitere Verlauf bleibt aber abzuwarten. Das Kurs-Gewinn-Verhältnis der zurückliegenden 12 Monate beträgt 16.65. Bei Bloomberg wird die Aktie von 15 Analysten zum Kauf empfohlen, wohingegen zwei einen Verkauf empfehlen. 15 Analysten raten zum Halten der Aktie.

 

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16.10.2019 06:51:08

 

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