Alternative zu negativ verzinslichen Anleihen

Alternative zu negativ verzinslichen Anleihen

Freitag, 26. Juli 2019Lesezeit: 2 Minuten

Aktuell weise jede vierte Staats- oder Unternehmensanleihe eine negative Rendite auf, berichtet Bloomberg. Einige unter ihnen haben vor Kurzem sogar ihre Tiefststände erreicht. Ihre Gelder sicher zu investieren ist für Anleger in der Folge nicht ganz einfach. Doch gibt es Mittel und Wege, wie auch in solch einem Umfeld interessante Renditen erwirtschaftet werden können, ohne allzu grosse Risiken in Kauf nehmen zu müssen.

Über 10 Jahre sind nun vergangen seit der Finanzkrise – und die Folgeschäden sind teilweise noch immer zu spüren. Ganz vorne mit dabei sind hier die Negativzinsen für Staats und Unternehmensanleihen. Gemäss Informations- und Nachrichtendienstleister Bloomberg weist weltweit rund jede vierte Staats- resp. Unternehmensanleihe eine negative Rendite aus.

Die Rendite der 10-jährigen Schweizer Staatsanleihe erreichte Anfang Juli sogar ein neues historisches Tief; bei minus 0.602%. Und die Schweiz ist damit nicht allein. Weltweit wurden in den letzten Wochen neue Tiefststände erreicht. Eine wichtige Ausnahme stellen hier amerikanische Anleihen dar.

 

Negative oder tiefe Zinsen als Dauerzustand

Die äusserst lockere Geldpolitik, die Zentralbanken rund um die Welt bereits seit Jahren fahren, hat seit Langem für sehr tiefe oder sogar negative Zinsen gesorgt. Eine weitere Lockerung, welche von verschiedenen Zentralbanken jüngst angekündigt wurde, um die schwierige wirtschaftliche Lage, welche insbesondere durch den US-induzierten Handelsstreit verursacht wurde, hat zudem für weiter fallende Kapitalmarktzinsen gesorgt. Der ursprünglich als Notmassnahme gedachte Schritt ist inzwischen zum Dauerzustand geworden.

Folgen für Sparer und Anleger

Neben den Banken und Pensionskassen ist die Lage auch für Sparer und Anleger nicht ganz einfach. Fürs Bargeld auf dem Konto erhält man nichts mehr, sogar im Gegenteil. Und die Alternative, die «sicheren» Staats- und Unternehmensanleihen, werfen grösstenteils ebenfalls keine Rendite mehr ab. Aber wie können Anleger denn noch Renditen erwirtschaften, ohne allzu grosse Risiken eingehen zu müssen?

Die gute Nachricht ist: es gibt auch heute noch Geldanlagen, mit denen eine potenzielle vernünftige Rendite erwirtschaftet werden kann. Ein gewisses (Aktien-) Risiko muss dabei aber eingegangen werden. Mit gewissen Strukturierten Produkten können eben diese Risiken jedoch gut gesteuert werden.

Eine mögliche Lösung

Für Anleger, die lieber Vorsicht walten lassen, könnten konservativ ausgestaltete Barrier Reverse Convertibles (BRCs) eine attraktive Investitionsmöglichkeit bieten. Dank ihres ausgeprägten Sicherheitspuffers können mit BRCs mit tiefer Barriere (45%) Kurstückschläge von bis zu 55% abgefedert und die Risiken somit bis zur Barriere eingegrenzt werden. Erst wenn die Kurse um mindestens 55% nachgeben, sind Anleger der Kursentwicklung des schwächsten Basiswertes ausgesetzt. Der Anleger trägt ausserdem das Kreditrisiko der Emittentin.

Da der Anleger dem Emittenten ausserdem das Recht einräumt, den BRC vorzeitig zu kündigen und am darauffolgenden Couponzahlungstag zurückzuzahlen, kann das Attribut «Callable» wie ein zusätzlicher «Renditeturbo» fungieren. Der Grund ist, dass Anleger im Falle der vorzeitigen Rückzahlung das Wiederanlagerisiko tragen, das über zusätzliche Renditechancen entschädigt wird.

25.01.2020 13:45:18

 

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