Alibaba ging in Hongkong an die Börse

Alibaba ging in Hongkong an die Börse

Mittwoch, 4. Dezember 2019Lesezeit: 2 Minuten

Alibaba ging erneut an die Börse. Nach New York folgte letzte Woche ein Zweitlisting an der Börse in Hongkong, was den Glauben des Unternehmens an eine positive Zukunft Hongkongs unterstreicht. Wie bereits in New-York wurden auch in Hongkong Rekorde gebrochen. Der Börsengang ist das grösste Zweitlisting weltweit.

Alibaba ging in Hongkong an die Börse

Der festlandchinesische E-Commerce-Konzern Alibaba ist seit letzte Woche Dienstag an der Hongkonger Börse gelistet. Im Rahmen dieses Börsenganges gab das Unternehmen 500 Mio. Aktien zu einem Preis von 176 Hongkong-Dollar aus, wodurch neues Kapital im Wert von umgerechnet 12.9 Mrd. US-Dollar gesammelt wurde. 

Alibaba stellt erneut einen Rekord auf

Während das Unternehmen bereits vor fünf Jahren in New York mit 25 Mrd. US-Dollar einen Rekord für den weltweit grössten Börsengang aufgestellt hat, sichert es sich nun auch den Rekord für das weltweit grösste Zweitlisting. Ausserdem ist der Börsengang das grösste Listing in Hongkong seit 9 Jahren. 

Listing in Hongkong als Direktzugang zu asiatischen Investoren 

Durch den Gang an die Börse kann die Alibaba Aktie nun rund um die Uhr von den Investoren gehandelt werden. Ein weiterer Vorteil für das Unternehmen ist es, dass es sich nun direkt und ohne Umwege an asiatische Geldgeber wenden kann.

Auch ist es eine Frage der Zeit, bis die Aktie Bestandteil des «Shenzhen-Hong Kong Stock Connect» oder des «Shanghai-Hong Kong Stock Connect» wird.

Alibaba auch in Zukunft mit ehrgeizigen Zielen 

Ein erklärtes Ziel des 1999 gegründeten Unternehmens ist es, mindestens 102 Jahre alt zu werden um übergreifend in 3 Jahrhunderten zu wirken. Um sich diesem Ziel zu nähern, will der Konzern mit dem frischen Kapital diverse Tätigkeiten vorantreiben: Neben Investitionen in künstliche Intelligenz sowie Cloud-Computing sollen die Reiseplattform Fliggy und Ele.me von den neuen Geldern profitieren, wobei es sich bei Letzterem um die Auslieferung von im Internet bestellten Speisen sowie Getränken handelt. In diesem Markt duelliert sich Alibaba mit Meituan-Dianping aufs Schärfste.

Der E-Commerce-Konzern, der zwischen dem 1. Juli des vergangenen und dem 30. Juni des laufenden Jahres seinen Umsatz um mehr als 46% auf annähernd 60 Mrd. US-Dollar gesteigert hat, sieht im eigenen Land in den traditionellen Geschäftsfeldern grosse Wachstumschancen. In den noch ärmeren Städten sowie in den ländlichen Regionen Chinas wächst eine Mittelschicht heran, die sich in den kommenden Jahren ihre grössten Konsumwünsche erfüllen wird. Laut Alibaba stammten im vergangenen Quartal mehr als 70% der neuen jährlichen aktiven Nutzer auf den diversen Plattformen aus ärmeren Städten (Quelle: Neue Zürcher Zeitung).

 

27.01.2020 11:46:56

 

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