Ölpreise sinken, Goldpreis steigt

Ölpreise sinken, Goldpreis steigt

Mittwoch, 24. Januar 2018Lesezeit: 3 Minuten

Nach den Verlusten gegen Ende vergangener Woche erwischten die Ölpreise auch einen schwächeren Wochenstart. Als Ursache für den jüngsten Preisrückgang wurde am Markt die steigende US-Produktion genannt. Dank des schwächeren Dollars konnte der Goldpreis seit Mitte Dezember zulegen. Für das laufende Jahr sehen Experten dennoch, dass die Abwärtsrisiken überwiegen. Das Silver Institute geht davon aus, dass der globale Silbermarkt 2018 in ein moderates Angebotsdefizit rutschen wird und rechnet beim Preis mit einer volatilen Entwicklung.

Rohöl: Ist der Aufwärtstrend beendet?

Nach den Verlusten gegen Ende vergangener Woche präsentierten sich die Ölpreise zu Wochenbeginn zunächst einigermassen stabil, gaben im Handelsverlauf aber weiter nach. Brent handelte bei knapp 69 US-Dollar je Barrel, WTI bei 63.5 US-Dollar je Barrel. Beide Ölpreise hatten letzte Woche erstmals seit fünf Wochen wieder einen Verlust verzeichnet, wie die Analysten der Commerzbank in einem Kommentar schrieben. „Das Aufwärtsmomentum scheint fürs Erste gebrochen“, lautete das Resümee.

Als Grund für den jüngsten Preisrückgang wurden am Markt Daten des US-Energieministeriums von Donnerstag genannt, denen zufolge die Fördermenge in den USA zuletzt auf fast zehn Mio. Barrel pro Tag gestiegen ist und damit nur knapp unter einem Rekordhoch liegt. Die stark gestiegene Produktion in den USA wurde auch in den am vergangenen Freitag veröffentlichten Monatsbericht der Internationalen Energieagentur (IEA) bestätigt. Die IEA geht darin davon aus, dass das Wachstum der Fördermenge von Rohöl ausserhalb der OPEC-Länder in 2018 bei durchschnittlich 1.7 Mio. Barrel pro Tag liegen dürfte. Im Vergleich zum vorangegangenen Monatsbericht hat die IEA ihre Schätzung damit um 100'000 Barrel angehoben.

Gleichheit dürfte der Bedarf an OPEC-Öl in diesem Jahr sinken. Dieser entspricht laut IEA in etwa der aktuellen OPEC-Produktion. Allerdings wird diese derzeit neben der vereinbarten Förderbegrenzung auch in Folge der Wirtschaftskrise in Venezuela künstlich gedrückt. Das Land produzierte im Dezember laut IEA nur noch 1.6 Mio. Barrel pro Tag und damit 362'000 Barrel pro Tag weniger als es im Abkommen zur Förderbegrenzung vorgesehen ist. Diese Übererfüllung sei aber hauptsächlich der ökonomischen Krise geschuldet, erklärten die Commerzbank-Analysten. „Sollte es Venezuela wider Erwarten gelingen, seine Ölproduktion wieder zu steigern, wäre der Ölmarkt auf Basis der aktuellen IEA-Schätzungen in diesem Jahr überversorgt“, warnten die Experten.

Gold: Die Abwärtsrisiken überwiegen

Der Goldpreis notierte zu Wochenbeginn nahezu unverändert bei rund 1'330 US-Dollar je Feinunze. Dank des schwächeren Dollars konnte die Notierung seit Mitte Dezember deutlich zulegen. Für das laufende Jahr sehen Experten dennoch die Abwärtsrisiken überwiegen. Hauptgründe seien die steigenden US-Zinserwartungen des Marktes sowie ein vorübergehend festerer US-Dollar, heisst es im aktuellen „Rohstoffkompass“ der Raiffeisen Bank. Hinzu komme die Ankündigung der Europäischen Zentralbank (EZB) aus der lockeren Geldpolitik auszusteigen und damit steigende Anleiherenditen.

Für 2018 rechnet die Raiffeisen Bank mit einem durchschnittlichen Goldpreis von 1'170 US-Dollar je Unze, für 2019 erwarten die Experten einen Durchschnittskurs von 1'200 Dollar und 2020 von 1'300 US-Dollar je Unze.

Die spekulativen Finanzanleger verhalten sich aber noch unbekümmert und setzen weiter auf steigende Goldpreise. Laut CFTC-Statistik seien die Netto-Long-Positionen in der Woche zum 16. Januar die fünfte Woche in Folge ausgeweitet worden, berichtete die Commerzbank. Erstmals seit vier Monaten liegen die Positionen demnach wieder bei über 200'000 Kontrakten.

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Silber: Markt rutscht 2018 in ein Angebotsdefizit

Das Silver Institute rechnet für dieses Jahr mit einem weiteren Anstieg der industriellen Silbernachfrage, die 2017 rund 60% des Gesamtbedarfs ausmacht hat. Ein Wachstumstreiber sei die Solarindustrie, wobei die für Photovoltaikanwendungen benötigte Silbermenge in diesem Jahr einen neuen Rekord erreichen dürfte, so die Experten in ihrem Ausblick zum Silbermarkt.

Die Schmuckindustrie, die einen Anteil von rund 20% an der globalen Gesamtnachfrage aufweise, dürfte 2018 etwa vier Prozent mehr Silber verarbeiten als im Vorjahr, hiess es weiter. Auch die Nachfrage nach Münzen und Barren dürfte nach dem schwachen letzten Jahr 2018 wieder etwas anziehen, während die ETF-Nachfrage moderat ausfallen sollte.

Das Angebot soll 2018 hingegen weiter sinken, nachdem es bereits 2017 um ein Prozent zurückgegangen war. Für 2018 prognostiziert das Silver Institute einen Rückgang der Minenproduktion um zwei Prozent auf 870 Mio. Unzen. Die Altsilbermenge soll mit 150 Mio. Unzen nahezu unverändert bleiben.

Unterm Strich gehen die Experten davon aus, dass der globale Silbermarkt 2018 wieder in ein moderates Angebotsdefizit rutschen wird. Beim Preis rechnet das Silver Institute mit einer volatilen Entwicklung. Das Gold-Silber-Verhältnis könne sich von derzeit rund 72:1 dem langfristigen Durchschnitt von 64:1 annähern. Die höhere Nachfrage nach Silberinvestments als Absicherung gegen gestiegene Marktrisiken dürfte die Notierungen unterstützen.

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17.05.2021 17:41:00

 

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