Ölpreis auf dem Tiefstand – auf dem überverkauften Markt wird die Gegenbewegung immer wahrscheinlicher

Ölpreis auf dem Tiefstand – auf dem überverkauften Markt wird die Gegenbewegung immer wahrscheinlicher

Mittwoch, 16. Dezember 2015Lesezeit: 2 Minuten

Der Ölpreis fällt von einem Tiefstand zum nächsten, während die Fördermengen der OPEC-Länder nahe an ihren historischen Rekordlevels liegen. Allerdings bleibt die Nachfrage ungebrochen und eine Gegenbewegung auf dem überverkauften Erdölmarkt wird immer wahrscheinlicher.

Seit Anfang Oktober fällt der Ölpreis von einem Tiefstand zum nächsten. Derzeit kostet das Barrel Öl der Sorte WTI sowie das Fass der Nordsee-Öl-Sorte Brent weniger als 37 US-Dollar und damit so wenig wie zuletzt vor sieben Jahren. Hintergrund des Preisverfalls ist das globale Überangebot des Rohstoffs, das durch den Schieferöl-Boom in den USA begünstigt wurde. Anstatt den Ölpreis durch Förderkürzungen zu stabilisieren, produzieren die OPEC-Staaten derzeit nahe an ihren historischen Rekordlevels. Ziel scheint, den Ölpreis auf einem Niveau zu halten, das das amerikanische Fracking unrentabel macht. Diese Strategie könnte erste Erfolge zeigen, da die Fördermenge in den USA momentan rückläufig ist. Gleichzeitig führen die günstigen Energiepreise zu einem höheren Ressourcenverbrauch auf Seiten der Konsumenten in den Industrieländern. Auch in den Schwellenländern, die noch immer ein enormes Aufholpotential haben, bleibt die Nachfrage strukturell hoch - trotz der schwächelnden Volkswirtschaften. Dadurch dürfte sich das Überangebot mittelfristig reduzieren. Zudem erachtet unser Vontobel Asset Management (16.12.2015) die Erdölmärkte, wie auch verwandte Anlageklassen zurzeit als signifikant überverkauft und hält eine Gegenbewegung in den kommenden Wochen für wahrscheinlich. Als realistischen Wert auf Jahressicht erachten die meisten Analysten einen Preis von 45 US-Dollar.

 

Eine clevere Strategie am Ölpreis zu partizipieren

Um von der möglichen Erholung des Energiepreises zu profitieren, bestehen mehrere Möglichkeiten. Entweder durch den Kauf von Unternehmensaktien oder durch ein direktes Investment in Energiepreis-Futures. Der Markt der Öl-Futures befindet sich derzeit in einer stark ausgeprägten Contango - Situation; der Kurs der Energiepreis-Futures mit längerer Laufzeit liegt dabei auf einem deutlich höheren Niveau, als derjenige der Futures mit kürzerer Laufzeit. Entsprechend kommt es zu Rollverlusten, wenn auslaufende Kontrakte gegen Kontrakte mit längerer Laufzeit getauscht werden müssen, um die physische Lieferung des Rohstoffes zu vermeiden. Aufgrund dessen scheint ein Investment in Aktien derzeit ratsamer zu sein. Eine flexible Anlagestrategie, die sich an die jeweilige Marktsituation anpasst, bietet Ihnen das Vontobel Voncert Open End Zertifikat (Tracker-Zertifikat ohne Laufzeitbegrenzung) auf den Vontobel Oil-Strategy Index.

 

Hier erhalten Sie mehr Hintergrundinformationen zur Strategie und zum Thema:

Kompakt: Der Vontobel Oil-Strategy Index

Als Anleger gibt es grundsätzlich zwei Möglichkeiten, um an einem Anstieg des Ölpreises zu partizipieren: Man kann in Aktien aussichtsreicher Ölkonzerne investieren, um an der Preisentwicklung indirekt teilzuhaben. Oder man investiert in Öl- Futures-Kontrakte. Der Index macht gleich Beides: Je nach Form der Ölpreis-Futures-Kurve investiert er phasenweise entweder in Aktien oder in Futures, was bedeutet: Um von Rollgewinnen in einer Backwardation-Situation zu profitieren, ist der jeweilige Strategie-Index in die entsprechenden Futures investiert. Um den Nachteil aus Rollverlusten in einer Contango-Konstellation zu minimieren, in Öl-Aktien.

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